Neue Ausstellungen im Eko-Haus

Masanobu Mitsuyasu

Masanobu Mitsuyasu, „ohne Titel“, Lithografie und Linolschnitt auf Bütten-Papier, 56×76 cm, Auflage: 4, 2013

Diese und nächste Woche starten zwei neue Ausstellungen im Eko-Haus in Düsseldorf. Kommenden Freitag, 8. Mai 2015, wird um 18 Uhr die Ausstellung „Geordnetes Chaos im Stein“ mit druckgrafischen Arbeiten von Masanobu Mitsuyasu eröffnet, die bis 31. Mai im Kyôsei-Saal zu sehen ist. Es gibt eine Einführung von Prof. Eckhard Kremers. Darüber hinaus ist vom 12. bis zum 31. Mai 2015 im Foyer des Eko-Hauses ein Architekturmodell von Harald Otto zu sehen, das die japanische Kleinstadt Shimatakamatsu im Miniaturformat zeigt. Diese Ausstellung, die durch Dioramen aus dem Besitz des japanischen Generalkonsulats ergänzet wird, wird am Dienstag, 12. Mai 2015, um 18 Uhr in Anwesenheit des Künstlers eröffnet.

Geordnetes Chaos im Stein
Fr 8.5. – So 31.5. , Kyōsei-Saal

Druckgrafische Arbeiten von Masanobu Mitsuyasu
Eröffnung: Fr. 8.5., 18 Uhr, Einführung: Prof. Eckhard Kremers, Eintritt frei.

Den Schwerpunkt der Arbeiten Mitsuyasus bilden Lithographie, Radierung und andere Drucktechniken. Seit seinem Studienabschluss 2011 arbeitet er an dem Projekt „Ordnung und Chaos“, dem die meisten der hier gezeigten Arbeiten zugehören. Inspirationsquellen sind oft zufällig gefundene Strukturen, z.B. an alten Wandflächen, die Erinnerungen und Emotionen wecken und zu Bildideen führen. Daneben stehen Experimente mit verschiedenen Techniken und Farbmischungen. Aus den daraus entstandenen Bildern ergeben sich durch Interpretation und Komposition weitere Bildmotive, die schließlich zum endgültigen Werk führen. Das „Durcheinander“ der Farben und Materialien wird dabei zusammengehalten durch Sauberkeit und Exaktheit in der Ausführung.

Masanobu Mitsuyasu (*1978) studierte Grafik, Malerei, Kunstpädagogik, Kunstgeschichte, Malerei und Glasgestaltung in Tōkyō, Marburg und Stuttgart. Seit 2011 arbeitet er als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Bildende Kunst der Universität Marburg und ist zugleich Leiter der dortigen druckgrafischen Werkstatt. – Zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen in Deutschland und Japan.

modell

Kleinstadt-Modell von Harald Otto

Shimatakamatsu島高松: Eine zentraljapanische Kleinstadt im Miniaturformat
Di–So 12.5.–31.5., Foyer

Architekturmodell von Harald Otto, ergänzt durch Dioramen aus dem Besitz des Japanischen Generalkonsulats Düsseldorf
Eröffnung: Di 12.5., 18 Uhr, Einführung: Harald Otto, Eintritt frei.

Japanische Kleinstadtatmosphäre aus einer etwas anderen Sicht: Auf weniger als zwei Quadratmetern entstand eine kleine zeitgenössische Siedlung, in der zahlreiche Gebäude aus vergangener Zeit das Stadtbild bestimmen. Außer Hotels, Bahnhof, Kleingewerbe, einer Schule und zahlreichen Geschäften prägen auch ein Badehaus, eine Polizeistation, landwirtschaftliche Betriebe und als Krönung ein Tempel mit Pagode und einer Gartenanlage das Gesicht der Stadt. Zahlreiche Ansichten und Stimmungen werden nicht zuletzt durch ihre kleinen, aber geschäftigen Bewohner belebt. Das außergewöhnliche Modell (Maßstab 1:150) beanspruchte eine einjährige Bauzeit. Interessante und schwierige Bauabschnitte und Ansichten aus ungewöhnlichen Perspektiven sind auf Fotos zu betrachten, die die Ausstellung begleiten. Eine separate Vitrine zeigt ein Architekturmodell mit den bekanntesten Gebäuden des Hōryū-ji südöstlich von Nara. Die ergänzenden Dioramen zeigen Gebäudekomplexe, die von der UNESCO in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen wurden.

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