Symposium: Japan-Pop ohne Grenzen

150415_japan-pop_poster_RZ_v6.inddZum Jubiläumsjahr „50 Jahre HHU“ organisiert unser Institut am Freitag, 22. Mai, ein Symposium zum Thema „Japan-Pop ohne Grenzen“ im Haus der Universität Düsseldorf, Schadowplatz 14. Das Symposium veranstalten wir in Kooperation mit dem japanischen Generalkonsulat Düsseldorf, mit dem Goethe-Institut Düsseldorf und mit der DoKomi. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen! 

„Japan-Pop ohne Grenzen“

Die japanische Populärkultur erlebt seit den 1990er Jahren einen weltweiten Boom, der auch die deutsche Kulturlandschaft beeinflusst. Nicht nur am Japan-Tag, auch sonst kann man an Wochenenden in Düsseldorf Jugendliche sehen, die sich als Manga- und Anime-Figuren verkleiden (sogenannte „Cosplayer“). Das Symposium soll die japanische Populärkultur einem allgemeinen Publikum näher bringen und aufzeigen, worin ihre Kulturgrenzen überschreitende Faszination liegt. Was bedeutet die japanische Populärkultur für junge Menschen, und wie sehr prägt und verändert sie ihr Leben, ihren Lifestyle und ihr Bewusstsein? An einigen Beispielen wie shōjo(Mädchen)-Manga oder dem Idol-Phänomen soll gezeigt werden, wie darin kulturelle Grenzen überschritten und Geschlechterbilder verändert werden.

Eine Besonderheit der Populärkultur liegt in dem Austausch zwischen Autor/innen und Fans, der die Medien-Rezeption zu einem aktiven und kreativen Prozess macht. Während in Japan nach wie vor große Messen die Umschlagplätze für kreative AmateurWerke sind, eröffnet das Internet neue Möglichkeiten der globalen Entfaltung von Fankulturen in sozialen Netzwerken. Es entstehen dadurch neue Ausdrucksmöglichkeiten z.B. im Medium Manga bzw. Comic, auch außerhalb des kommerziellen Verlagswesens. Zu dieser lebendigen Interaktion und zu den vielfältigen Fan-Aktivitäten kommen auch zwei Akteure aus der Praxis zu Wort, die Manga-Künstlerin Christina Plaka und der ehemalige Cosplay-Organisator und Buchautor Fritjof Eckardt.

Programm

9:30 Uhr – 10:15 Uhr
– Grußworte (Prof. Dr. Andrea von Hülsen-Esch, Prorektorin für Internationales der HHU Düsseldorf; Kaoru Shimazaki, japanischer Generalkonsul in Düsseldorf; Dr. Stefan Brunner, Leiter des Goethe-Instituts Düsseldorf)
– Einführung von Prof. Dr. Michiko Mae (Universität Düsseldorf)
– Musik-Performance von Désirée Richter

10:15 bis 11:00     Michiko Mae (Universität Düsseldorf)
„Grenzüberschreitungen in der Welt der shōjo-Manga“

11:00 bis 11:15    Pause

11:15 bis 12:00 Ronald Saladin (Universität Trier)
„Kosmetik, Liebe, Waschbrettbauch – Japanische Lifestyle-Magazine für junge Männer“

12:00 bis 12:45    Franziska Ritt (Universität Köln)
„Popsternchen als Exportprodukt? – Das Idol-Phänomen in Japan (und darüber hinaus?)“

12:45 bis 14:00    Mittagspause

14:00 bis 14:45    Fritjof Eckardt (Buchautor und ehemaliger Cosplay-Organisator)
„Cosplay ohne Grenzen“

14:45 bis 15:30 Katharina Hülsmann (Universität Düsseldorf)
„Dōjinshi – japanische Amateur-Manga und internationale Fanzines“

15:30 bis 16:15    Christina Plaka (Manga-Zeichnerin)
„Manga made in Germany: Von japanischen Stereotypen zu eigenkultureller Darstellung“

16:15 Ausklang mit Musik-Performance von Désirée Richter

 

 

 

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