Workshop: Japanforschung im digitalen Zeitalter

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Ein Workshop zum Thema „Japanforschung im digitalen Zeitalter“ findet vom 26. (Fr.) bis 27. (Sa.) Juni 2015 an der Japanologie der Universität Erlangen-Nürnberg statt. Derzeit werden noch Beiträge gesucht.

Mit der sich in einzelnen Technologieschüben (1980er: CD, Videospiele, Teletext, Elektronische Musik; 1990er: Digitalkameras, WWW, PC, Mobilfunk; 2000er: Soziale Medien, Digitalfernsehen) vollziehenden digitalen Revolution haben die Aspekte Digitalität und Vernetzung einen immer stärkeren Einfluss auf unterschiedliche Bereiche des sozialen, kulturellen und politischen Lebens in Japan genommen. Für die westliche Japanforschung bedeutet dies einerseits einen immer leichteren Zugriff auf Daten, Archive und Medienprodukte japanischer Provenienz, andererseits aber auch eine große methodologische Unsicherheit bezüglich der Erfassung und Verarbeitung eines immer gigantischeren Datenaufkommens. Zudem werden in der deutschsprachigen Japanforschung bis dato oft nur Einzelaspekte von digitalen Medien und Medienkulturen aus dem jeweils spezifisch disziplinären (z.B. literatur-, sozial-, kultur-, oder politikwissenschaftlichen) Blickwinkel eines Forschungsprojekts, und nicht als ganzheitliches Phänomen im Sinne eines sich global vollziehenden Medienwandels in Betracht gezogen.

Vor diesem Hintergrund hat dieser Workshop weniger das Ziel, einen „digital turn“ in der japanologischen Forschung einzuläuten, als vielmehr eine Vernetzung von NachwuchswissenschaftlerInnen und etablierten ForscherInnen, die zu diesem Thema an unterschiedlichen Standorten im deutschsprachigen Raum forschen, zu initiieren und ein Forum zur Diskussion thematischer und methodologischer Probleme sowie des gegenwärtigen Stands und der Zukunft der digitalen Japanforschung bereitzustellen.

Ausgehend von dieser Zielsetzung können folgende Forschungs- und Themenfelder in den Fokus des Workshop gestellt werden (die Auflistung versteht sich selbstverständlich als offene Aufzählung):

#Soziale Medien:

  • User-generated content
  • Soziale Netzwerke
  • Soziale Bewegungen und algorithmische Öffentlichkeit
  • Hate Speech und Nationalismus

#Populaer- und Subkulturen:

  • Digitale Produktion, Distribution und Medienaneignung von Anime/Manga
  • Online-Fandom (Foren, Scanlations, Subs usw.)
  • Digitalität als narratives Motiv (z.B. „virtuelle/alternative Welten“, „Cyber Space“)
  • Video- und PC-Spiele
  • Content-Industrie

#Mobilfunk:

  • Keitai- und Smartphonenutzung
  • Mobile Alltagskommunikation und Sprache
  • Mobile Apps (z.B. mixi, Line usw.)

#Methoden, Didaktik, Hilfsmittel:

  • Digital Humanities
  • Elektronische Lexika
  • Computerlinguistik (z.B. Textmining, Sentiment Analysis, Kollokation)
  • Digital Tools
  • Open Source, e-Publishing
  • Digitale Medien in der Lehre

#Theorien der digitalen Medien

Begrüßt werden nicht nur Vorträge zu bestehenden oder geplanten Forschungsprojekten, sondern auch innovative Gesprächs- und Diskussionsbeiträge. Reichen Sie dazu bitte ein Vortragsabstract von maximal 250 Worten im PDF-Format ein, aus dem Titel, Inhalt und Ihre Assoziierung hervorgehen. Der eigene Vortrag sollte sich auf eine Länge von max. 30 Minuten beschränken.

Einreichungsfrist für Abstracts ist der 28. Februar 2015.

Download des CfP als PDF. Für die Vortragenden übernimmt die Universität Erlangen-Nürnberg eine Reisekostenpauschale von max. 200 Euro sowie die Übernachtungskosten.

Einreichungen und Rückfragen sende Sie bitte per E-Mail an die beiden Organisatoren des Workshops: Oliver E. Kühne (oliver.kuehne@fau.de) und Fabian Schäfer (fabian.schaefer@fau.de).

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