20. Gender-Workshop

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Flickr cc, CanadianAEh

Von 21. bis 22. November 2013 findet in Berlin der 20. Gender-Workshop Geschlechterforschung zu Japan statt. Tema ist: „Gender und andere Differenzen: neue Ungleichheiten oder neue Chancen in der Differenzgesellschaft (kakusa-shakai)?“ (Programm siehe unten). Wer an dem Workshop teilnehmen möchte kann sich mit diesem Formular registrieren (die Teilnahme ist unabhängig von der Teilnahme an der VSJF-Jahrestagung). Es wird ein kleiner Unkostenbeitrag von 10 Euro erhoben. 

Der Workshop hat dieses Jahr sein zwanzigstes Jubiläum. Dies nehmen die Veranstalterinnen zum Anlass, die Beschäftigung mit der Genderdifferenz auszuweiten und nach dem Wechselverhältnis von Gender mit verschiedenen anderen Differenzen zu fragen. Die neu aufbrechenden Ungleichheiten in der japanischen Gesellschaft werden vor allem unter dem Ansatz der Differenzgesellschaft (kakusa shakai) diskutiert, und viele Forschungsarbeiten thematisieren die sich dramatisch zuspitzende soziale Polarisierung. Seit dem Zusammenbruch der bubble economy und dem darauf folgenden „Verlorenen Jahrzehnt“ gibt es in Japan viele verarmte, arbeitslose Menschen oder auch Menschen, deren Arbeitseinkommen nicht zum Leben ausreicht (working poor). Bereits ein Drittel der Erwerbstätigen steht in einem irregulären Arbeitsverhältnis. Diese gesellschaftlichen Veränderungen haben für die Lebenslagen und Selbstkonzepte von Frauen und Männern wie auch auf das Geschlechterverhältnis insgesamt große Auswirkungen.

Der Workshop greift damit das Thema der diesjährigen VSJF-Haupttagung „Inequality in Post-Growth Japan: Social Transformation during Economic and Demographic Stagnation“ auf und vertieft es durch die Fokussierung auf die Differenzproblematik aus Sicht der Genderforschung. Wir wollen die verschiedenen Differenzsituationen in der Polarisierungsgesellschaft theoretisch und empirisch behandeln und das Zusammenwirken von Gender und verschiedenen anderen Differenzkategorien im Sinne „wechselwirkender Ungleichheiten“ herausarbeiten. Dies soll aus einer interdisziplinären Perspektive geschehen, indem die gesellschaftliche Realität und die kulturellen Repräsentationen aufeinander bezogen werden, und die Ergebnisse sozialwissenschaftlicher wie kulturwissenschaftlicher Forschung miteinander verbunden werden können.

Programm

Donnerstag, 21.11.2013 – Open Session

14:00-14:30 Uhr
Ilse Lenz, Michiko Mae, Julia Siep, Phoebe Holdgrün
Begrüßung

14:30-15:15 Uhr
Ilse Lenz (Universität Bochum)
„Zur Theorie der (Geschlechter-)Ungleichheiten“

15:15-16:00 Uhr
Annette Schad-Seifert (Universität Düsseldorf)
„Das ikumen-Projekt: die väterliche Erziehung Japans im Umbruch“

16:00-16:30 Uhr
Kaffeepause

16:30-17:15 Uhr
Phoebe Holdgrün (DIJ Tokyo) & Barbara Holthus (DIJ Tokyo)
„Gender in Partizipationsstrategien: Mütter gegen Radioaktivität“

17:15-18:00 Uhr
Tamara Kamerer (Universität Wien)
„Schreiben an der Peripherie: Widerständisches Schreiben japanischer Autorinnen abseits von Tokyo“

Freitag, 22.11.2013 – Schwerpunktthema

9:00-9:45 Uhr
Maya Todeschini (Universität Genua)
„Women as Generators/Perpetrators of Unequality? A Critical Perspective on Current Women’s Consciousness”‘

9:45-10:30 Uhr
Sawako Shirahase (Universität Tokyo)
„Ageing Population in an Unequal Society: Japan, from a Gender Perspective”

10:30-11:00 Uhr
Kaffeepause/coffee break

11:00-11:45 Uhr
Gracia Liu-Farrer (Universität Waseda)
„Chinese Immigrant Women and Gendered Careers in Corporate Japan“

11:45-12:30 Uhr
Margarita Estévez-Abe (Universität Turin)
„An International Comparison of Gender Equality: Why is the Japanese Gender Gap so Persistent?“

12:30-13:00 Uhr
Abschluss/final discussion

Kontakt:
Dr. Julia Siep
Institut für Modernes Japan
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Universitätsstraße 1
40225 Düsseldorf

siep@phil.uni-duesseldorf.de

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