CFP 20. Gender-Workshop Geschlechterforschung zu Japan

Thema: Gender und andere Differenzen: neue Ungleichheiten oder neue Chancen in der Differenzgesellschaft (kakusa-shakai)?

Zeit: 21.–22. November 2013 in Berlin

Bis zum 30. September könnten noch Themenvorschläge für den diesjährigen Gender-Workshop eingereicht werden. Alle Informationen dazu finden Sie hier:

Der Workshop „Geschlechterforschung zu Japan“ hat dieses Jahr sein zwanzigstes Jubiläum. Dies wollen wir zum Anlass nehmen, die Beschäftigung mit der Genderdifferenz auszuweiten und nach dem Wechselverhältnis von Gender mit verschiedenen anderen Differenzen zu fragen. Die neu aufbrechenden Ungleichheiten in der japanischen Gesellschaft werden vor allem unter dem Ansatz der Differenzgesellschaft (kakusa shakai) diskutiert, und viele Forschungsarbeiten thematisieren die sich dramatisch zuspitzende soziale Polarisierung. Seit dem Zusammenbruch der bubble economy und dem darauf folgenden „Verlorenen Jahrzehnt“ gibt es in Japan viele verarmte, arbeitslose Menschen oder auch Menschen, deren Arbeitseinkommen nicht zum Leben ausreicht (working poor). Bereits ein Drittel der Erwerbstätigen steht in einem irregulären Arbeitsverhältnis. Diese gesellschaftlichen Veränderungen haben für die Lebenslagen und Selbstkonzepte von Frauen und Männern wie auch auf das Geschlechterverhältnis insgesamt große Auswirkungen.

Der Workshop greift damit das Thema der diesjährigen VSJF-Haupttagung „Inequality in Post-Growth Japan: Social Transformation during Economic and Demographic Stagnation“ auf und vertieft es durch die Fokussierung auf die Differenzproblematik aus Sicht der Genderforschung. Wir wollen die verschiedenen Differenzsituationen in der Polarisierungsgesellschaft theoretisch und empirisch behandeln und das Zusammenwirken von Gender und verschiedenen anderen Differenzkategorien im Sinne „wechselwirkender Ungleichheiten“ herausarbeiten. Dies soll aus einer interdisziplinären Perspektive geschehen, indem die gesellschaftliche Realität und die kulturellen Repräsentationen aufeinander bezogen werden, und die Ergebnisse sozialwissenschaftlicher wie kulturwissenschaftlicher Forschung miteinander verbunden werden können. Wir wünschen uns vielfältige, auch empirische Beiträge zu Einzelaspekten der Differenz-Thematik, wie z.B. der Situation von alleinerziehenden Müttern, von Frauen und Männern im Alter, von MigrantInnen, von Angestellten in irregulären Beschäftigungsverhältnissen wie Freeter etc.

Der Workshop wird wie immer vorgelagert zur Jahrestagung der Vereinigung für sozialwissenschaftliche Japanforschung (VSJF) am 21. und 22. November 2013 in Berlin stattfinden. Interessierte aller Fachrichtungen sind herzlich eingeladen. Wir würden uns freuen, wenn sich viele Interessierte mit einem Beitrag aus ihrem Forschungsbereich an unserem Workshop beteiligen. Damit wir genug Zeit für Diskussionen und Gedankenaustausch haben können, sollte die Vortragsdauer 20 Minuten nicht überschreiten. Wir bitten alle, die ein Referat halten wollen, um ein kurzes Abstract (maximal eine Seite) zu ihrem Thema. Bitte mailen Sie das Abstract bis zum 30. September 2013 an Julia Siep. Sie steht Ihnen auch bei Rückfragen gerne zur Verfügung.

Kontakt:
Dr. Julia Siep
Institut für Modernes Japan
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Universitätsstraße 1
40225 Düsseldorf

siep@phil.uni-duesseldorf.de

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *