Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Kultureinführung stellen auch im Sommersemester wieder besondere Kreativität unter Beweis. Als kleinen Einblick in den Unterricht präsentieren wir hier deutsche Haiku und Poster mit praktischen Lebenstipps aus dem Konfuzianismus.
Nachdem letztes Jahr schon einige Studierende unseres Fachs selbst Haiku auf Japanisch gedichtet haben, betätigten sich die Zweitsemester nun als Haiku-Übersetzer. Das Übersetzen von Haiku hält dabei einige Probleme und Herausforderungen bereit: Zum Beispiel können japanische Silben nicht einfach mit deutschen Silben gleichgesetzt werden, weshalb eine Übertragung des Silbenschemas 5-7-5 nicht immer Sinn macht. Auch ist es schwierig, japanische Pflanzen- und Tiernamen oder andere sehr spezifische Kulturelemente wiederzugeben. Die Übersetzung eines Haiku ist daher eher eine Neudichtung und erfordert selbst ein hohes Maß an Kreativität.
Hier einige Übersetzungs-Kostproben der Zweitsemester:
借りて寝ん│案山子の袖や│夜半の霜
Ich möchte zum Niederlegen borgen
Das Kleid der Vogelscheuche
Der Frost der Mitternacht
春雨や│蜂の巣つたふ│屋根の漏り
Der Frühlingsregen
Durchdringt das Nest der Wespe
Es regnet durch das Dach
春の雲│キリンの首が│さびしがる
Unter Frühlingswolken
Eine Kirin-Flasche
Sehnt sich nach Gesellschaft
Und hier noch eine visuelle Interpretation eines Haiku:
堂裏に│秘密の基地や│夏休み
Lebenshilfe á la Konfuzius bieten die Poster, die diese Woche entstanden sind. Da erfährt man, wie man sein Leben gezielt auf das Erreichen von Bildung ausrichtet und wie man sich idealerweise gegenüber seinen Mitmenschen verhält. Wie es sich für Studierende von “Modernes Japan” gehört, sind die Poster mit hübschen Zeichnungen verziert.
Hier die drei Poster, die im Unterricht am meisten Anklang gefunden haben:
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