Vorsicht vor Plagiaten!

(c) Flickr cc, Max Braun

„Ich habe Dinge abgeschrieben und in den Computer eingegeben; ich habe Kopien gemacht, abgelegt und gesagt, das wird später noch bearbeitet. Oder ich habe es sofort bearbeitet. Später habe ich gewisse Textstellen auch mal aus dem Internet herausgezogen, auch diese abgespeichert, wieder auf unterschiedlichen Datenträgern. Eigentlich war das eine Patchworkarbeit, die sich am Ende auf mindestens 80 Datenträger verteilt hat.“ – So beschreibt Karl-Theodor von Guttenberg die Arbeitsweise während seiner Promotionsphase im Zeit-Interview. Wohin diese Arbeitsweise geführt hat, ist hinreichend bekannt. Geschieht dies an unserer Universität in einer Bachelorarbeit, kommt Folgendes auf die Übeltäterin oder den Übeltäter zu: Eine saftige Geldstrafe, und bei weiteren Täuschungsversuchen evtl. sogar die Exmatrikulation.

Von Plagiat spricht man, wenn Ideen und Worte anderer als eigene ausgegeben werden. Dabei spielt es keine Rolle, aus welcher Quelle (Buch, Zeitschrift, Zeitung, Internet usw.) die fremden Ideen und Worte stammen, ebenso wenig, ob es sich um größere oder kleinere Übernahmen handelt oder ob die Entlehnung wörtlich oder übersetzt oder sinngemäß ist. Entscheidend ist allein, ob die Quelle angegeben ist oder nicht. Wird sie verschwiegen, liegt ein Plagiat, eine Täuschung, vor.

In der Philosophischen Fakultät liegt mittlerweile spezielle Software vor, die die Dozierenden bei der „Jagd“ nach Plagiaten unterstützt. Generell gilt: Plagiate fallen erfahrenden Korrektoren meist recht schnell ins Auge. Daher ist beim Abfassen von Haus- und Bachelorarbeiten höchste Vorsicht geboten! Falls Sie sich selbst unsicher sein sollten, was genau ein Plagiat ist und wie Sie es am besten vermeiden können, wenden Sie sich an Elisabeth Scherer, die in unserem Institut die Schreibwerkstatt anbietet.

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