Kategorie-Archiv: Bachelor Plus

Karate-Dō auf Okinawa

Weiter geht es in unserer Interviewreihe über die Forschungsprojekte des zweiten Bachelor Plus Jahrgangs. Heute sprechen wir mit Thilo Böwer über seine Forschung zu Karate auf Okinawa.  

Wer eine Kampfkunst betreibt weiß, dass heutzutage oft ein Unterschied zwischen einer sportlichen und einer traditionellen Ausrichtung der jeweiligen Kampfkunst gemacht wird. Dieses Phänomen lässt sich bei fast allen Kampfsystemen beobachten, so auch im japanischen Karate. Hier wird z.B. mittlerweile zwischen Sport-Karate und Karate-Dō unterschieden. Während seines einjährigen Studienaufenthaltes auf Okinawa hat Thilo Böwer im Rahmen seines BA+ Projektes Karate-Dō auf Okinawa – Sport oder Budō? regelmäßig am Karatetraining eines lokalen Dōjō teilgenommen und mit Karate Praktizierenden und Lehrenden Interviews geführt.

BA+: Herr Böwer, wie sind Sie auf Ihr sportliches Thema gekommen?

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Bachelor Plus 5 Questions

Wie wir bereits berichtet haben, ist der zweite Jahrgang der Bachelor Plus Studierenden aus Japan zurück und hat zum laufenden Wintersemester das Studium in Düsseldorf wieder aufgenommen. Während des einjährigen Studienaufenthaltes in Japan haben Ute Blazejak, Thilo Böwer, Sarah Ferchau, Ulrike Miglo und Stephanie Segener spannende Feldforschungsprojekte durchgeführt, über die wir natürlich Näheres erfahren möchten! Daher haben wir unsere Studierenden zum Interview gebeten. Wie auch beim ersten BA+ Jahrgang, werden sich in den nächsten Wochen hier alle BA+ Studierenden unseren neugierigen Fragen stellen. Den Anfang in unserer Reihe macht Ute Blazejak, die ein Jahr an der Chiba Daigaku studiert und im Rahmen des BA+ geforscht  hat.

Paradiesische Zustände an der Tôkyô Sudbury School?

Das in den westlichen Medien verbreitete Bild des japanischen Schulsystems ist weitgehend einseitig: Die Kinder müssen demzufolge von morgens bis abends lernen, sind strikten Zwängen und Regeln unterworfen und haben dadurch kaum Möglichkeiten ihre Individualität auszudrücken. Dass es, wie in eigentlich jedem anderen Industrieland auch, auch alternative Schulformen gibt, wird kaum beachtet. Dies war für unsere Studierende Ute Blazejak ein Grund, sich eine solche alternative Schule einmal genauer anzuschauen. In ihrem Projekt forscht Frau Blazejak zu Chancen und Möglichkeiten einer japanischen Free School und hat hierzu als Volunteer an der Tôkyô Sudbury School mitgeholfen und mit Schülern und Mitarbeitern gesprochen bzw. Interviews geführt.  Die Tôkyô Sudbury School wurde im Jahr 2009 gegründet und orientiert sich in ihrer Lehrweise an den US-amerikanischen Sudbury-Valley-Schools.

BA+: Frau Blazejak, damit wir uns besser vorstellen können, um was für eine Art von Schule es sich bei der Tôkyô Sudbury School handelt, können Sie uns mal erklären, worin sich eine Free School von einer „normalen“ Schule unterscheidet?

Im Allgemeinen könnte man sagen, dass eine Free School den Schwerpunkt mehr auf die Individualität der Kinder legt. Sie sollen sich in der Schule ohne großen Leistungsdruck frei entfalten können. Zwänge wie Schuluniformen oder festgelegte Frisuren gibt es nicht. Das „Anders Sein“ wird an einer „Free School“ als etwas Natürliches angesehen und die Schüler sind immer in der Lage, sich Beratung und Hilfe von Lehrkräften und Betreuern zu holen. Es gibt lediglich Grundregeln, jedoch keine festgelegte Schulordnung. Die Kinder sollen mit Unterstützung ihre eigenen Ideen und Ziele durchsetzen. Zwischen den Lehrern und Schülern soll kein autoritäres Verhältnis herrschen. Stattdessen sollen die Lehrer die Kinder bei ihrer individuellen Wegfindung unterstützen. Eine „Free School“ stellt sowohl ein „Auffangbecken“ als auch eine „Alternative“ dar.

BA+: Für Ihre Forschung waren Sie ja als Volunteer an der Tôkyô Sudbury School, um einen besseren Einblick in die Abläufe an der Schule zu erhalten. Wie wurden Sie denn von Schülern und Lehrern an der Schule aufgenommen?

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Neues aus dem Tomonetto

Kanji der WochSeit Semesterbeginn gibt es regelmäßig neue Beiträge im Tomonetto, ein Blick in das soziale Netzwerk für Modernes Japan Studierende lohnt sich! Einfach mit der Uni-Mail Adresse registrieren.

Anfang jeder Woche geht jetzt regelmäßig ein neues „Kanji der Woche“ online: ideal für alle die neue Kanji und Komposita lernen oder alte Kanji wiederholen möchten.

Außerdem veröffentlichen wir Informationen zu interessanten Berufsmöglichkeiten, Praktikaberichte oder Berichte von Studienaufenthalten in Japan. Weiterlesen

Studienaufenthalt in Japan 2014-2015

Im Rahmen der Austauschprogramme zwischen der Philosophischen Fakultät der Heinrich-Heine-Universität und den folgenden Universitäten in Japan werden insgesamt 14 Studienplätze für einen einjährigen Studienaufenthalt in Japan von September/Oktober 2014 bis August/September 2015 vergeben.

  • Keiô-Universität (2 Plätze, BA+MA)
  • Chiba-Universität (3 Plätze, BA+MA)
  • Ryûkyû-Universität (5 Plätze, BA)
  • Ôsaka-Universität (2 Plätze, MA, BA)
  • Nanzan-Universität (2 Plätze (BA) Weiterlesen

Neues vom Bachelor Plus: Der zweite Jahrgang ist aus Japan zurück

Zum gerade anlaufenden Wintersemester sind die Studierenden des zweiten Bachelor Plus Jahrgangs aus Japan wieder nach Düsseldorf zurückgekommen. Nun geht für sie das Studium in Düsseldorf wieder los – und damit auch die Arbeit an der Auswertung der in Japan für die jeweiligen Forschungsprojekte gesammelten Daten.

Bei einem gemtülichen Treffen feierte das BA+ Projektteam mit den Studierenden den erfolgreichen Abschluss des Auslandsstudiums. Bei Kaffee und Kuchen tauschten sich alle über ihre in Japan gemachten Erfahrungen aus und besprachen, wie es für sie mit Studien- und Projektplanung weitergehen kann.

Wer sich dafür interessiert, worüber genau die Studierenden in Japan geforscht haben, sollte immer mal wieder einen Blick in den Blog werfen. In den kommenden Wochen werden wir hier nach und nach Interviews mit unseren BA+ Studierenden veröffentlichen, in denen diese Einblick in ihre spannenden Forschungsprojekte geben und sich unseren Fragen stellen! Das ist sicher auch interessant für diejenigen, die selber einen Japanaufenthalt und ein eigenes Forschungsprojekt planen. Inzwischen steht auch die nächste Ausschreibungsrunde für die Austauschplätze an den japanischen Partneruniversitäten an. Im Rahmen dieser Ausschreibung sind auch Bewerbungen für den BA+ möglich. Das BA+ Projektteam freut sich über Ihre Bewerbungen mit interessanten neuen Forschungsprojekten!

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v.l.n.r. Stephanie Segener, Thilo Böwer, Sarah Ferchau, Jens Maiwurm und Anna Horschmann (Teilnehmende im MA Studiengang), Michiko Uike-Bormann, Shingo Shimada, Peter Bernardi (Ute Blazejak und Ulrike Miglo konnten beim Foto leider nicht dabei sein)

 

Bericht: „Alter(n) im Blick. Feldforschung in Japan und Deutschland“

Im Rahmen des Bachelor Plus Programes berichteten am 12.07.2013 drei Referenten aus ihrer Feldforschungspraxis rund um das Thema Alter(n). Im Mittelpunkt des öffentlichen Workshops stand der Austausch über methodische Aspekte der Planung und Durchführung von Feldforschungsvorhaben – nicht nur in Bezug auf Alter(n)sforschung). Denn neben den drei spannenden Erfahrungsberichten von der Feldforschung aus dem Themenbereich Alter(n) präsentierten auch unsere diesjährigen Bachelor Plus Studierenden ihre thematisch sehr vielseitigen Forschungsprojekte. Hier im Institutsblog gibt es nun eine Zusammenfassung des Workshops. Weiterlesen

Bericht: „Ethnographie interkulturellen Handelns in deutschen und amerikanischen Unternehmen in Japan“

Am 27.06.2013 hielt Prof. Dr. Alois Moosmüller (LMU München) im Rahmen des Bachelor Plus Programmes einen spannenden und informativen Vortrag zum Thema „Ethnographie interkulturellen Handelns in deutschen und amerikanischen Unternehmen in Japan“. Für alle, die den Termin leider nicht wahrnehmen konnten, gibt es nun eine kleine Zusammenfassung:

Vortrag Prof. Dr. Moosmüller

Prof. Dr. Moosmüller ist Ethnologe und Professor für Interkulturelle Kommunikation an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Er hat insgesamt fünf Jahre in Tōkyō gelebt und während dieses Aufenthaltes Feldforschung in multinationalen Unternehmen in Japan durchgeführt. Neben seinem Untersuchungsgegenstand waren vor allem seine Erfahrungen aus der Feldforschung, besonders Methodik sowie wissenschaftliche Ethik Gegenstand des Vortrages.

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BA+ Workshop: „Alter(n) im Blick: Feldforschung in Japan und Deutschland“

Nach dem Gastvortrag von Prof. Alois Moosmüller gibt es am Freitag, 12.07.2013 von 14:30-18:45 in Gebäude 2303, Ebene 01, Raum 61 eine weitere Veranstaltung im Rahmen des Bachelor Plus Programms: In einem öffentlichen Workshop werden drei Referenten aus ihrer Feldforschungspraxis rund um das Thema Alter(n) berichten. Dabei soll ein Austausch über methodische Aspekte der Planung und Durchführung von Feldforschungsvorhaben (nicht nur in Bezug auf Alter(n)sforschung) ermöglicht werden. Auch mögliche Probleme, die bei einer Feldforschung auftreten können, sollen angesprochen werden – ebenso wie Tipps zum Umgang mit diesen.

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BA+ Gastvortrag: „Ethnographie interkulturellen Handelns in deutschen und amerikanischen Unternehmen in Japan“

Im Rahmen des Bachelor Plus Programmes gibt es am Donnerstag, 27.06.2013 von 18:30-20:00 in Gebäude 22.01, Hörsaal 2B einen öffentlichen Gastvortrag von Prof. Dr. Alois Moosmüller (LMU München) zum Thema „Ethnographie interkulturellen Handelns in deutschen und amerikanischen Unternehmen in Japan“.

Prof. Dr. Moosmüller ist Ethnologe und Professor für Interkulturelle Kommunikation an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Er hat mehrere Jahre in Tôkyô gelebt und gelehrt. In seinem Vortrag wird er über seine Feldforschung in multi-nationalen Unternehmen in Japan berichten und dabei auch auf methodische Aspekte eingehen.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen!

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Neues vom Bachelor Plus: Dritter Jahrgang

Der neue Jahrgang der Bachelor Plus Studierenden steht fest: Mit Theresa Behle, Cedric Klein, Carolin Maibach, Gerrit Neumann und Evelyn Szawerski wird zum Wintersemester 2013/2014 bereits der dritte Bachelor Plus Jahrgang nach Japan gehen.

Momentan studiert der zweite Jahrgang, bestehend aus Thilo Böwer, Ute Blazejak, Moritz Lettgen, Ulrike Miglo und Stephanie Segener an den japanischen Partneruniversitäten und steckt mitten in der Durchführung der jeweiligen Forschungsprojekte. Die Themen der Forschungsvorhaben sind sehr vielfältig und reichen von Karate über Erziehung (alternative Schulformen, Arbeitsweisen eines Kinderheims, Geschlechterrollen in Kindergärten) bis zur häuslichen Arbeitsteilung in der japanischen Doppelverdienerfamilie. Wir sind gespannt auf erste Ergebnisse dieser Forschungsprojekte und freuen uns auf die Vorhaben des nächsten Jahrgangs, die mindestens ebenso spannend und abwechslungsreich zu werden versprechen…

Für die neuen BA+ Studierenden gab es dann am Donnerstag bereits ein erstes Kennenlerntreffen mit Prof. Shimada (BA+ Projektleitung) und Michiko Uike-Bormann (BA+ Projektkoordination). Bei Onigiri und grünem Tee konnten die Studierenden Fragen zum Bachelor Plus Programm stellen und die Projekte der anderen TeilnehmerInnen kennenlernen. Nach den Semesterferien starten alle dann mit dem Seminar „Einführung in die empirische Japanforschung“ mit den Vorbereitungen für die Feldforschung in Japan.

Der dritte BA+ Jahrgang mit Prof. Shimada und Michiko Uike-Bormann