Kategorie-Archiv: Bachelor Plus

7. Jahrgang des Bachelor Plus begrüßt

Zum neuen Semester wurde am 26.4. bei Kaffee und Keksen der neue Jahrgang von Bachelor Plus-Studierenden begrüßt. Die fünf Studentinnen werden ab Oktober 2017 ein Auslandsstudium an unseren japanischen Partneruniversitäten antreten und dort Ihre Forschungsvorhaben durchführen. Dabei werden Sie durch ein Teilstipendium des DAAD finanziell unterstützt.

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v.l.n.r. Prof. Shimada, Michiko Uike-Bormann, Lara Welmans, Annika Lenßen, Eva Maria Lücke, Antonia Huber, Lena Holzapfel, Ludgera Lewerich

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Neues vom Bachelor Plus: Der fünfte Jahrgang ist aus Japan zurück

Zum aktuellen Wintersemester sind die Studierenden des fünften Bachelor Plus Jahrgangs aus Japan wieder nach Düsseldorf zurückgekommen. Die Studierenden haben sich wieder gut eingelebt und sind nun mit der Auswertung der in Japan für die jeweiligen Forschungsprojekte gesammelten Daten beschäftigt.

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v.l.n.r.: Prof. Shimada, Konstantin Plett, Denise Schieberl, Maria Neumann, Jessica Stietzel, Michiko Uike-Bormann (Katharina Busch fehlte leider beim Treffen)


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Neues vom Bachelor Plus: Sechster Jahrgang

Das Projekt „Bachelor Plus: Kultur- und Sozialwissenschaftliche Japanforschung“, das durch den DAAD gefördert wird, besteht am Institut für Modernes Japan bereits seit 2010. Im WiSe 2016/17 tritt bereits der sechste Jahrgang von Bachelor Plus-Studierenden das Auslandsstudium in Japan an.

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v.l.n.r. Prof. Dr. Shingo Shimada, Jan Meier, Vu Thuy Doan Huynh, Jan Hausmann, Florian Bruns, Christoph Winnefeld (Elternzeitvertretung für Frau Uike-Bormann), Peter Bernardi

Am 24. Mai 2016 trafen sich die Studierenden des seschsten Jahrgangs bei Kaffee und Kuchen mit dem BA+ Projektteam. Die Studierenden absolvieren in diesem Semester das Vorbereitungsseminar „Einführung in die empirische Japanforschung“ und haben dort die Möglichkeit, alle Fragen rund um die Organisation und Durchführung ihres Forschungsvorhabens in Japan auszuräumen. Auch dieser Jahrgang hat viele interessante Forschungsvorhaben im Gepäck und wir freuen uns auf die gemeinsame Forschungsphase ab dem WiSe 2016/17.

 

BA Plus Five Questions

Im Alter mit Fremden zusammenleben?

Heute stellen wir das Forschungsprojekt einer Studentin aus dem fünften Jahrgang des Bachelor Plus vor, Frau Denise Schieberl. Vor ihrem Japanaufenthalt hat Frau Schieberl den Vorbereitungskurs im Rahmen des Bachelor Plus absolviert. Im Zuge Ihrer Vorbereitungen konnte Frau Schieberl ihr Forschungsvorhaben weiter fokussieren und entschloss sich schließlich, sich anhand einer qualitativen Studie mit „alternativen Wohnformen für japanische Senioren“ auseinanderzusetzen. Frau Schieberl ist seit dem WiSe 2015/16 Ihrem Forschungsprojekt„Alternative Wohnformen für Senioren in japanischen Großstädten am Beispiel Tokyo im Hinblick auf den demographischen Wandel: Mehrgenerationenwohnen als Zukunftsmodell?“ an der Keiô Daigaku in Tôkyô nachgegangen.

Frau Schieberl, was versteht man unter Collective Housing?

Collective Housing bzw. Mehrgenerationenwohnen ist eine Form des gemeinschaftlichen Wohnens, bei der Menschen unterschiedlichsten Alters, Nichtverwandte aber teilweise auch Familien, miteinander leben, sich gegenseitig unterstützen und gemeinsam Veranstaltungen durchführen. Es gibt bei dieser Wohnform sowohl private Räume, als auch Gemeinschaftsräume, die allen Bewohnern zur Verfügung stehen.

Wie sind Sie auf dieses Forschungsthema aufmerksam geworden?

Durch eine Fernsehdokumentation über ein Mehrgenerationenwohnprojekt in Deutschland, die ich sehr interessant fand, bin ich auf das Thema aufmerksam geworden. Da ich gern ein Projekt zu einer aktuellen gesellschaftlichen Fragestellung in Japan bearbeiten wollte und dort gerade sehr ähnliche demographische Prozesse ablaufen wie in Deutschland, fragte ich mich, ob es diese Wohnform wohl auch in Japan gäbe. Da dies tatsächlich der Fall war, habe ich beschlossen, weiter zu recherchieren und wollte zu diesem Thema letztendlich auch forschen.

Vor Ort in Japan, wie hat sich da Ihr Feldzugang vollzogen?

Da ich bereits in Deutschland von einem Mehrgenerationenhaus in Tokio namens Kankan Mori gehört hatte und dort am liebsten meine Forschung durchführen wollte, habe ich mich über die Homepage dieses Hauses zunächst zu einem allgemeinen Besichtigungstermin angemeldet. Bei diesem gab es einen Vortrag über das Haus sowie eine Hausführung. Dort habe ich mit einigen Verantwortlichen über mein Forschungsvorhaben sprechen können, woraufhin ich einen Anmeldebogen zugeschickt bekam. Nachdem ich mich bei einer weiteren Versammlung vorgestellt hatte und meine Anmeldung akzeptiert wurde, durfte ich zunächst an einigen Veranstaltungen, wie gemeinsamen Abendessen, teilnehmen und schließlich Interviews mit Bewohnern führen. Parallel dazu habe ich mich auch mit Dozenten an meiner japanischen Universität in Verbindung gesetzt, über welche ich weitere Kontakte zu Forschern dieses Themengebietes schließen konnte.

Wie geht es in den letzten Monaten Ihres Aufenthaltes weiter?

Auch nach Abschluss meiner Interviews im Kankan Mori durfte ich noch einige Male an verschiedenen Veranstaltungen des Hauses teilnehmen. Auch diesen Monat darf ich noch einmal wiederkommen und einer Jubiläumsveranstaltung beiwohnen. Desweiteren würde ich in meiner restlichen Zeit in Japan gerne noch mindestens ein Experteninterview führen, u.a. mit einer Doktorandin an meiner japanischen Universität, die sich mit einem ähnlichen Thema beschäftigt. Ansonsten ist noch weitere Literaturrecherche zu meinem Forschungsfeld geplant, da es in Deutschland nicht mehr so einfach sein wird, an japanischsprachige Quellen heranzukommen.

Abgesehen von Ihrer Forschung und Ihren Studien gibt es etwas, das Sie in Japan gerne noch machen möchten bevor Sie nach Deutschland zurückkehren?

Vor meiner Rückkehr nach Deutschland würde ich vor allem gerne noch ein bisschen innerhalb Japans reisen. Unter anderem plane ich einen Trip nach Ise und ich möchte gerne noch einmal nach Kyoto reisen, sowie mir Hiroshima anschauen. Auch in Tokio gibt es noch unzählige Ecken, die ich bisher noch nicht sehen konnte.
Außerdem habe ich während meiner Zeit in Japan viele tolle Menschen sowohl aus Japan als auch aus vielen anderen Ländern der Welt getroffen. Mit diesen möchte ich in meiner verbleibenden Zeit noch so viel wie möglich unternehmen, und hoffe, dass auch nach Ende meines Japanaufenthaltes der Kontakt nicht abbricht und ich einige davon bald wiedersehen kann.

Weitere Informationen zum Kankan Mori finden Sie hier.

 

Austauschplätze an japanischen Universitäten 2016/17

Im Rahmen der Austauschprogramme zwischen der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf /der Philosophischen Fakultät der Heinrich-Heine-Universität und den folgenden Universitäten in Japan werden insgesamt max. 22 Studienplätze für einen einjährigen Studienaufenthalt in Japan von September/Oktober 2016 bis August/September 2017 vergeben. Die Bewerbungsfrist läuft bis 1. Dezember! Folgende Plätze stehen zur Auswahl:

  • Keiō Universität (2 Plätze, BA+MA)
  • Chiba Universität (3 Plätze, BA+MA)
  • Ryūkyū-Universität (5 Plätze, BA)
  • Ōsaka Universität (1 MA-Platz, 1 BA-Platz)
  • Nanzan-Universität (2 Plätze, BA)
  • Kumamotogakuen-Universität (1 Platz, BA)
  • Kwanseigakuin-Universität (2 BA-Plätze, 2 MA-Plätze)
  • Ferris-Universität (1 MA-Platz, Studentin)
  • Dōshisha-Universität (2 Plätze, BA)

Klicken Sie, um mehr über die Voraussetzungen und die benötigten Unterlagen zu erfahren.

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Neues vom Bachelor Plus: Fünfter Jahrgang

Am Freitag trafen sich die Studierenden des inzwischen fünften Bachelor Plus Jahrgangs bei Kaffee und Kuchen mit dem BA+ Projektteam, um sich kennenzulernen und Fragen rund um die Organisation des BA+ und des geplanten Japanaufenthaltes ab dem WS 2015/16 zu besprechen. Weiterlesen

Bachelor Plus Five Questions

Wie sieht der Alltag chinesischer Studierender an einer japanischen Universität aus?

Mit Evelyn Szawerski schließen wir heute unsere Interviewreihe mit dem dritten Jahrgang der Bachelor Plus Studierenden ab. Vor ihrem Japanaufenthalt im Rahmen des Bachelor Plus hat Frau Szawerski auch bereits einen Studienaufenthalt in China absolviert – da lag es nahe, die erworbenen Sprachkenntnisse zu nutzen und sich mit chinesischen MigrantInnen in Japan zu beschäftigen. Unter den Überseechinesen hat Frau Szawerski ihr Augenmerk auf die chinesischen Studierenden gelegt. Hier interessiert sie vor allem der Lebensalltag der Studierenden in verschiedenen Kontexten, wie z.B. die Beweggründe für ein Studium in Japan und die Erfahrungen in den verschiedenen Studienkontexten: Wie integrieren sich chinesische Studierende in ein japanisches Studienumfeld? Wie sieht der Kontakt mit japanischen Studierenden aus und welche Zukunftspläne haben die jungen chinesischen Migranten? Diesen und anderen Fragen ist Frau Szawerski im Rahmen Ihres BA+ Projekts „Alltag und Studienumfeld chinesischer Studierender an einer japanischen Universität“ an der Keiô Daigaku in Tôkyô nachgegangen.

BA+: Frau Szawerski, was hat Sie daran gereizt, sich mit den „Übersee-Chinesen“ in Japan zu beschäftigen?

Da ich vor meinem Studium des Modernen Japan bereits Chinastudien studiert hatte, stellte das Projekt für mich die Möglichkeit dar, im Rahmen meines Auslandsaufenthaltes in Japan eine Verbindung zwischen diesen Studienschwerpunkten herzustellen. Diese Kombinationsmöglichkeit meiner beiden Studienfächer war somit der wohl größte Antrieb, mich mit Übersee-Chinesen in Japan zu beschäftigen.

BA+: Wie und wo haben Sie versucht, für Ihr Projekt chinesische Interviewpartner und -partnerinnen zu finden?

IMG_0816Nach meiner Ankunft in Japan habe ich zunächst die Orte erkundet, die eine direkte Verbindung mit China aufweisen, allen voran die Chinatown in Yokohama. Allerdings musste ich schnell feststellen, dass der Feldeinstieg gerade an solchen Orten recht schwierig ist, weil die Chinatown eigentlich mehr ein Touristenmagnet als ein alltäglicher Aufenthaltsort für Chinesen geworden ist. Daher versuchte ich, einerseits über Internetgruppen sowie Freunde, Bekannte und Professoren Kontakte herzustellen. So konnte ich eine Internetgruppe ausfindig machen, von der ich mir persönlich sehr viel versprochen hatte. Leider hatte ich das letzte Treffen verpasst, da es stattfand, kurz bevor ich auf die Gruppe aufmerksam geworden war. Das darauffolgende Treffen wurde dann wegen eines Taifuns abgesagt, weil keiner bei Wind und Wetter picknicken gehen wollte und das nächste Treffen ließ dann so lange auf sich warten, dass ich in der Zwischenzeit bereits über einen anderen Weg Kontakte gefunden hatte. Für mich war es sehr wichtig, dass ich mich nicht nur auf eine Kontaktmöglichkeit verlasse, sondern gleichzeitig mehrere Alternativen ausprobiere, um sicherzugehen letztendlich auch Kontakte zu finden. Letzten Endes hat dann gerade eine Professorin, von der ich mir eigentlich kaum wertvolle Hinweise erhofft hatte, den entscheidenden Kontakt vermitteln können. Eine andere Professorin, von der ich mir hingegen mehr Hilfe erhofft hatte, weil sie sich fachlich mit Minderheiten in Japan beschäftigt, konnte mir dagegen nicht weiterhelfen. Es ist daher sicher nicht verkehrt, mehrere Eisen im Feuer zu haben und immer die Augen offen zu halten, ob sich nicht eine günstige Gelegenheit bietet, Kontakt zu möglichen InformantInnen herzustellen.

BA+: Im Laufe des Japanaufenthaltes haben Sie die thematische Ausrichtung Ihres Projekts ein wenig geändert. Wieso war das nötig und was genau haben Sie an Ihrem Projekt geändert? Weiterlesen

Bachelor Plus 5 Questions

Spielend forschen. Eine dichte Beschreibung der fighting game community in Chiba

In unserer Interviewreihe über die Forschungsprojekte des dritten Bachelor Plus Jahrgangs sprechen wir heute mit Gerrit Neumann. Herr Neumann hat seinen Japanaufenthalt an der Chiba Daigaku verbracht und führte sein Forschungsprojekt für den BA+ an einem ungewöhnlichen Ort durch: In einer japanischen Videospielarcade beschäftigte er sich mit der Szene der dortigen Spielerinnen und Spieler. Für viele junge JapanerInnen sind Videospiele ein fester Bestandteil des Alltags. Teil dieses Phänomens ist dabei die sogenannte „E-Sport“-Subkultur (kurz für „elektronischer Sport“), die mit dem traditionellen Sport dahingehend verwandt ist, als dass es auch hier um das Messen im Wettkampf geht. Der Unterschied liegt lediglich darin, dass im E-Sport Computerspiele gespielt werden. In seinem Projekt geht es Gerrit Neumann darum, eine dichte Beschreibung der Community einer Videospielarcade in Chiba, ihrer Struktur und ihres Aufbaus zu erstellen.

BA+: Herr Neumann, Sie haben sich einen Forschungsort ausgesucht, der auf den ersten Blick eher ungewöhnlich erscheint. Deutsche Spielhallen gelten als nicht besonders attraktiver Ort – wie kann man sich denn eine japanische Arcade von innen vorstellen?

Sehr laut! Hier ist Reizüberflutung sozusagen vorprogrammiert. Typischerweise gibt es viele Arten von Spieleautomaten, wovon die meisten nichts mit kompetitiven Spielen zu tun haben. Dinge wie Greifautomaten oder Lightgun-Shooter gehören dazu. Die meisten Arcades haben mehrere Ebenen, die dann meistens einen gewissen Schwerpunkt haben. So gibt es z.B. Greifautomaten auf einer Ebene, Prügelspiele auf der nächsten etc. Generell lässt sich so etwas schwer durch Worte vermitteln. Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Mit deutschen Spielhallen, die eigentlich nur Glücksspiel-Automaten enthalten, haben japanische Gamecenter eher weniger zu tun, auch wenn es diese Automaten dort ebenfalls gibt.

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BA+: Für Ihr Projekt haben Sie sich ja die Szene rund um ein bestimmtes Spiel angeschaut und sich mit denjenigen beschäftigt, die „BlazBlue“ spielen – worum geht es denn bei „BlazBlue“? Weiterlesen

Bachelor Plus 5 Questions

Zwischen Fast Food und traditioneller Kost – Wie ernähren sich Senioren in Japan?

Heute sprechen wir in unserer Interviewreihe über die Forschungsprojekte des dritten Bachelor Plus Jahrgangs mit Carolin Maibach. Frau Maibach hat ihr BA+ Jahr an der Nanzan Daigaku in Nagoya verbracht und dort „Die Ernährungsgewohnheiten der älteren Generation Japans – Selbstversorgende Senioren zwischen Fast Food und traditioneller Kosterforscht. Dabei wollte sie mehr über den Essalltag und die kulinarischen Präferenzen japanischer Senioren herausfinden. Sie führte Leitfadeninterviews mit sich selbstversorgenden, also eigenständig kochenden Senioren und ließ ihre Forschungspartner Esstagebücher ausfüllen, in denen sie eine Woche lang Frühstück, Mittag, Abendessen und Zwischenmahlzeiten dokumentierten.

BA+: Frau Maibach, Sie haben sich ja intensiv mit der Ernährung in Japan auseinandergesetzt. Was ist denn Ihr Lieblingsgericht in Japan?

Während meines Auslandsaufenthaltes habe ich unzählige Gerichte kennen und lieben gelernt, jedoch ist mein Favorit das klassische Kitsune Udon. Auch in Okonomiyaki habe ich mich verliebt, doch ich brachte es stark mit Osaka inVerbindung, sodass ich es kaum woanders essen wollte. Es war sehr interessant zu beobachten, welchen Stellenwert vor allem regionale Spezialitäten an den verschiedensten Orten haben. So entdeckt man auf beinahe jeder Reise in eine andere Region Japans neue kulinarische Spezialitäten.

Maibach6BA+: Und welches deutsche Essen haben Sie während Ihres Japanaufenthaltes am meisten vermisst?

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Bachelor Plus 5 Questions

Die Akahata Shinbun und linker Journalismus in Japan

Weiter geht’s in unserer Interviewreihe mit den Studierenden des dritten BA+ Jahrgangs. Unser Studierender Cédric Klein interessiert sich für linken Journalismus in Japan – Grund genug für ihn, sich im Rahmen seines Bachelor-Plus Studiums während seines Aufenthaltes an der Ôsaka Daigaku einmal genauer mit der „Arbeitsweise linker Journalisten in Japan und deren Stellung in der japanischen Medienwelt am Beispiel der Akahata Shinbun“ zu befassen. Er schaffte es, den Kontakt zur Redaktion der Akahata Shinbun herzustellen und mit einigen der Journalisten Interviews zu führen. Im Anschluss an die Dreifach-Katastrophe in Fukushima gab es viel Kritik am Umgang des japanischen Pressewesens mit Informationen. Aktuell hat Ende 2013 das umstrittene neue Geheimhaltungsgesetz (himitsu hogo hô) für Aufsehen gesorgt. Wie die aktuellen Entwicklungen Einfluss auf die Arbeit der Journalisten der als sehr regierungskritisch geltenden Akahata Shinbun nehmen, hat Cédric Klein untersucht.

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Zentrale in Tôkyô

BA+: Herr Klein, warum haben Sie sich gerade die Akahata Shinbun für Ihr Projekt ausgesucht?

Ich interessiere mich generell für linken Journalismus. Doch gerade auch in Japan, wo man Bewegungen, die sich als „links“ bezeichnen, mit sehr viel Misstrauen begegnet, stellt sich die Frage, in welchem Ausmaß linker Journalismus möglich ist. So war die Akahata Shinbun, als Sprachrohr der Kommunistischen Partei Japans und größte linke Zeitung in Japan, mein Wunschpartner.

BA+: Wie haben Sie es geschafft, den Zugang zur Redaktion zu bekommen?

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