Kategorie-Archiv: Film

Hier finden Sie Kritiken zu aktuellen japanischen Filmen, Berichterstattung von Filmfestivals und Informationen zur Film-Forschung an unserem Institut.

Eyes on Japan – 13. Japanische Filmtage Düsseldorf

Japanische Filmtage

Japanische Filmtage

Bald ist es wieder soweit. Vom 11.- 31.01.2019 veranstaltet das japanische Generalkonsulat gemeinsam mit der Japan Foundation und dem Filmmuseum Düsseldorf die 13. japanischen Filmtage. Klassiker und aktuelle Produktionen, berühmte Regisseure und noch unbekanntere Filmemacher sind vertreten, Anime sowie Realfilme. Alle Filme werden in der Black Box, dem Kino des Filmmuseums gezeigt. Der Schwerpunkt liegt diesmal auf der japanischen Ess- und Badekultur sowie dem Historienfilm (jidaigeki).

Alle Filme werden – soweit nicht anders angegeben – in japanischer Originalversion mit deutschen oder englischen Untertitel gezeigt. Zu jedem Film gibt es eine kurze Einführung.
Eine Kartenreservierung ist leider nicht möglich. Karten werden jeweils ab 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn an der Kasse des Filmmuseums ausgegeben. Der Eintritt ist frei.

Die Black Box hat nur 134 Plätze (also besser früh erscheinen!) und während den Filmtagen ist nur der Museumseingang zur Schulstraße geöffnet.

Weitere Informationen finden sich auf der Homepage: http://www.eyesonjapan.de und auf Facebook: https://www.facebook.com/japanischefilmtageduesseldorf

Modernes Japan bei „Heine meets Huxley“

HuxleyAm Donnerstag, 25. Oktober, ab 18 Uhr gibt es in der Reihe „Heine meets Huxley“ eine Veranstaltung zum Thema „Schöne neue Welt: Von Superbodies und Mensch-Maschinen“ in der O.A.S.E. hier auf dem Campus. Mit dabei sind unsere MA-Studierenden Madita Michaelis und Jan Gabler, die das Thema im Zusammenhang mit Anime vorstellen.

Vortragende:
•    Prof. Dr. Ulrich Rosar, Institut für Sozialwissenschaften, HHU
•    Madita Michaelis und Jan Gabler, MA-Studierende, Institut für Modernes Japan, HHU

Moderation und Diskussionsleitung:
•    Dr. Anja Vervoorts, Zentrale Gleichstellungsbeauftragte der HHU

Infotext
Der Roman „Schöne neue Welt“ von Aldous Huxley entwirft eine Gesellschaft, in der sich fast nur schöne und normkonforme Menschen tummeln.
Der Bedeutung von körperlicher Attraktivität für die gesellschaftliche Stellung in Huxleys Universum und im Hier und Heute widmet sich der Soziologe Ulrich Rosar in seinem Vortrag „Brave New Beauty – Physische Attraktivität als gesellschaftliches Kapital“.

 Dank der rasanten Entwicklungen in der Künstlicher Intelligenz und der Biotechnologie schreitet die Optimierung des menschlichen Körpers (und des Gehirns) stetig voran. Die Grenzen zwischen Mensch und Maschine scheinen allmählich zu verschwimmen. Doch was haben Lebensformen wie Cyborgs, Androide oder Roboter mit Huxley zu tun? Und wie beeinflussen sie die Vorstellungen über unseren Körper oder das Verhältnis der Geschlechter? Dieses faszinierende Thema untersuchen die Master-Studierenden Madita Michaelis und Jan Gabler anhand japanischer Anime-Serien.  

Und Sie? Fragen Sie sich auch, wo das alles enden soll? Dann kommen Sie vorbei und diskutieren Sie mit! 

Die Veranstaltung ist kostenfrei.

Großer Erfolg für den von uns untertitelten Film auf dem Filmfestival Nippon Connection

Foto 1Am 1. Juni war es soweit: Auf dem japanischen Filmfestival Nippon Connection in Frankfurt wurde der Kurzfilm „Beyond the Tip of Her Tongue“ (したさきのさき, Shitasaki no saki), den Bachelor- und Master-Studierende unseres Institutes in Kooperation mit der Japan Visualmedia Translation Academy (JVTA) ins Englische übersetzt und untertitelt haben, als Europapremiere aufgeführt. Drei MA-Studentinnen waren für uns dabei und berichten hier von den Ereignissen vor Ort.

Das Festival war sehr gut besucht und bot ein abwechslungsreiches, interessantes Programm, das nicht nur Filmvorführungen von Klassikern, Animations-, Kurz- oder Indie-Filmen beinhaltete, sondern auch ein großes Angebot an Workshops, Vorträgen und Veranstaltungen rund um die Themen Film und Japan. Weiterlesen

Premiere auf dem Filmfestival Nippon Connection: Film mit unseren Untertiteln!

Nippon Connection 2018

Der von unseren Studierenden untertitelte Film auf der Homepage von Nippon Connection

Es ist geschafft! Am Freitag, 1. Juni, wird das Ergebnis unseres diesjährigen Untertitelungsprojektes auf dem Filmfestival Nippon Connection in Frankfurt zu sehen sein. Eine Gruppe von Modernes-Japan-Studierenden hat unter der Leitung der MA-Studentinnen Diana Casanova und Rahel Niedermann den 45-minütigen Kurzfilm Shitasaki no Saki (したさきのさき, Regie: Nakayama Kôhei, 2015) übersetzt. Dabei wurde das Düsseldorfer Team über Videokonferenz-Technik von der Japan Visualmedia Translation Academy (JVTA) in Tokyo unterstützt, die das Projekt schon letztes Jahr für unser Institut ermöglicht hat.

Der Film wird in Frankfurt unter dem Titel „BEYOND THE TIP OF HER TONGUE aka DEEP TASTES“ präsentiert, und für diese internationale Premiere werden der Regisseur, der Produzent sowie zwei Schauspielerinnen des Films eigens anreisen. Start ist um 15 Uhr im Naxoshalle Kino. Wir wünschen eine erfolgreiche Premiere!

„Beyond the Tip of her Tongue“ dreht sich um die Oberschülerin Saki, die sich gerade in der Phase des Erwachsenwerdens befindet. Im Nippon-Connection-Programm wird die Handlung folgendermaßen beschrieben: „Saki ist hoffnungslos in ihren Mitschüler Tomoya verliebt, der an der Schule als empathieloser Narzisst bekannt ist. Das hält Saki nicht davon ab, sich immer tiefer in ihre Obsession hineinzusteigern, was schließlich zu einer Eskalation führt.“

Kinema Junpo, 2018, Nr. 1772 - Cover

Kinema Junpō: Zeitschriftenangebot der ULB

Fans des japanischen Films aufgepasst! Im Zeitschriftenmagazin der Universitäts- und Landesbibliothek können Sie die aktuellen Ausgaben (ab 2012) der renommierten japanischen Filmzeitschrift „Kinema Junpō“ einsehen.

Die Kinema Junpō ist die älteste Filmzeitschrift Japans und wird seit 1919 herausgegeben, aktuell erscheint sie zweimal im Monat. Neben Neuigkeiten aus dem japanischen Box Office finden sie auch detaillierte Kritiken zu einzelnen Veröffentlichungen darin. Jährlich kürt das Magazin außerdem eine einflussreiche Liste der „best ten“ japanischer und ausländischer Filme, die unter Kritikern und in der Presse viel Beachtung findet (die Liste des Jahres 2015 finden Sie hier auf der offiziellen Website: Link).

Um eine Ausgabe der Zeitschrift einsehen zu können, ist eine Magazinbestellung der betreffenden Nummer über das Onlinesystem der Bibliothek erforderlich. Eine Ausleihe ist leider nicht möglich, die Zeitschriften können also nur innerhalb der ULB eingesehen werden. Die aktuelle Bestandsliste finden Sie im Online-Katalog der ULB (hier).

Weitere Informationen zu Kinema Junpō finden Sie auf der offiziellen Homepage der Zeitschrift: Link (Website auf Japanisch).

Stummfilmaufführung in Bonn

Gräber der 47 Samurai, Wikimedia Commons

Gräber der 47 Samurai, Wikimedia Commons

Eine einmalige Aufführung des japanischen Stummfilms „Chûshin gura“ (Die Geschichte der 47 Samurai) gibt es am Montag, 28. Mai, um 16 Uhr in Bonn. Die Handlung wird von dem Filmerzähler (benshi) Ichiro Kataoka erzählt und von drei Musiker/innen live begleitet.

Film: Chûshin gura (1926) | ca. 60 Min | Japanisch mit Untertiteln | Regisseur: Tomiyasu Ikeda | Hauptdarsteller: Matsunosuke Onoue
The Film Quartett: (Filmerzählung); Ayumi Kamiya (Klavier); Yasumi Miyazawa (Shamisen); Masayoshi Tanaka (Schlagzeug)
Termin:28.05.2018, 16–17:45 Uhr
Ort: Institut Français Bonn (Adenauerallee 35, 53115 Bonn)
Eintritt: frei

„Die japanische Art Brasilianer zu sein“: Über Arbeitsmigration und japanische Identität in Brasilien

Peter Bernardi

Peter Bernardi

Ein Tag wie jeder andere in Brasilien: Betagte japanische Damen stehen auf der Bühne und singen Enka – das Pendant zum deutschen Schlager –, ein japanisches Publikum klatscht. Moment, wie kann das sein? Fakt ist: Dies ist nichts Außergewöhnliches in der japanischen Gemeinde in Brasiliens größter Stadt São Paulo. Wie eine solche Minderheit zustande kommen kann, ist offensichtlich: Migration.

Es gibt verschiedene Gründe, warum Menschen sich dazu entschließen, in ein anderes Land zu ziehen. Sei es aufgrund von Flucht aus dem Heimatland, wegen Heirat, aus beruflichen oder sonstigen Gründen. Im Master-Seminar „Living Abroad – Lifestyle Migration, Heiratsmigration und japanische Diaspora“ unter der Leitung von Frau Dr. Kottmann haben wir uns am 8. Mai mit dem Thema Arbeitsmigration beschäftigt und zu diesem Anlass den Dokumentarfilm Nipo Brasil – Die japanische Art Brasilianer zu sein angeschaut, der sich mit japanischen Migranten in Brasilien beschäftigt.

Als Experten auf diesem Gebiet hatten wir Herrn Peter Bernardi zu Gast, der im Studiendekanat der Philosophischen Fakultät als Ansprechpartner für den Bereich eLearning tätig ist und zum Thema der japanischen Gemeinde in São Paulo promoviert. Weiterlesen

Seminarangebot: Wir untertiteln wieder!

Erfolgserlebnis: Unsere Untertitel von letztem Jahr

Wie schon im letzten Jahr können wir auch im Sommersemester 2018 wieder ein Untertitelungs-Seminar in Zusammenarbeit mit der Japan Visual Media Translation Academy (JVTA) anbieten. In dem Seminar geht es schnell zur Sache: Wir übersetzen in wenigen Wochen unter professioneller Anleitung gemeinsam in Gruppen einen japanischen Kurzfilm ins Englische. Die Erfahrung hat gezeigt, dass das wunderbar klappt und man sehr viel über die Besonderheiten des Übersetzens für Filme lernt. Der Film wird beim Nippon Connection Filmfestival in Frankfurt (29. Mai bis 3. Juni 2018) mit unseren Untertiteln seine Premiere feiern.

Anrechenbar ist das Seminar im BA- und MA-Wahlpflichtbereich mit 2 CP.

Wichtig:
Für das Übersetzen sind gute Sprachkenntnisse notwendig, daher sollten Sie mindestens im vierten BA-Semester sein (oder Vorkenntnisse haben), wenn Sie teilnehmen möchten.
Bei diesem Seminar ist außerdem entscheidend, dass Sie regelmäßig anwesend sind und Ihre Hausaufgaben erledigen, da sonst das Projekt gefährdet ist. Mehr als eine Fehlstunde ist nicht möglich!

Das Seminar findet jeweils von 9–11 Uhr im Multimedia-Raum (Gebäude 25.02, Raum 01.34 ) statt. An folgenden Terminen treffen wir uns:

Do 12.4.
Do. 19.4.
Do 26.4.
Mi 9.5.
Do 17.5.

Die Anmeldung erfolgt über das LSF. Falls Sie Fragen zu dem Seminar haben, melden Sie sich bei Elisabeth Scherer, scherer[at]phil.hhu.de (bis 12.4.); ab Seminarstart wird das Seminar von zwei MA-Studentinnen betreut.

BIT 2015

Berufsinfo – Filmvorführung – beste Studienabschlüsse 2017

Der Verein Freundeskreis Modernes Japan e.V., das Institut für Modernes Japan und der Fachschaftsrat veranstalten auch in diesem Jahr einen Berufsinformationstag (BIT), an dem ehemalige Modernes-Japan-Studierende von ihrem Berufseinstieg und über ihr derzeitiges Tätigkeitsfeld berichten. Neben Möglichkeiten für Rückfragen an die Vortragenden, Tipps zur Stellensuche und Informationen über Praktika und Co. stellen sich auch der Deutsch-Japanische Wirtschaftskreis (DJW), die Deutsch-Japanische Gesellschaft am Niederrhein (DJG) und der Career Service der HHU vor, um über Netzwerkmöglichkeiten und Einstiegschancen für Modernes Japan-Studierende zu referieren.
Wir freuen uns sehr dieses Mal nach dem BIT einen Film des Regisseurs Sugita Kyôshi (Murmuring Breathless Apologies in the Light of Vending Machines, 2017) zeigen zu können, den Modernes Japan-Studierende dieses Jahr in Zusammenarbeit mit der Japanese Visual Translation Academy (JVTA) und dem Nippon Connection Filmfestival untertitelt haben.
Im Anschluss an die Filmvorführungen werden dieses Jahr auch die besten Absolventen (BA und MA) ausgezeichnet und zum Abschluss des Tages sind alle Interessierten herzlich eingeladen mit uns den Grill anzuschmeißen (Grillgut und Getränke bitte selbst mitbringen).
Die Veranstaltungen auf Facebook

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Erlebnisbericht: Im Rampenlicht bei Nippon Connection


Anfang des Semesters haben einige unserer Studierenden (wie bereits berichtet) sehr fleißig an den Untertiteln für einen 30-minütigen japanischen Film gearbeitet. Ende Mai wurde dieser Film beim Filmfestival Nippon Connection gezeigt, und drei Studentinnen waren für unser Institut in Frankfurt, um das Werk dort vorzustellen. Caroline Fest, Jana Klacanska und Nadine Schmidt berichten nun hier von ihren Erlebnissen beim Filmfestival. Für alle, die neugierig auf den Film und die Arbeit der Studierenden geworden sind, gibt es am 15. Juli eine tolle Gelegenheit: Um 17 Uhr wird der Film bei unserem Instiuts-Event mit Berufsinfotag und Preisverleihung für die besten BA- und MA-Abschlüsse gezeigt. Nun aber zum Bericht: 

Vom 23.05. bis 28.05. fand in Frankfurt am Main die 17. Nippon Connection statt. Dieses Mal leistete unser Institut in Kooperation mit der Japan Visualmedia Translation Academy (JVTA) im Rahmen eines Untertitel-Workshops einen Beitrag zu dem Filmfestival, das sich von der Idee einiger Filmwissenschaftsstudenten zu einer der größten Plattformen für aktuelle japanische Filme entwickelt hat. In Gruppen erstellten Studierende englische Untertitel für den Kurzfilm 自販機の光にふらふら歩み寄りごめんなさいってつぶやいていた (Murmuring Breathless Apologies in the Light of Vending Machines) von Sugita Kyôshi, der am Donnerstag, 25. Mai, als Vorfilm von Innocent 15 gezeigt wurde. Vor Ort waren drei Teilnehmerinnen des Workshops, die im Folgenden ihre Erfahrungen teilen werden.

Caro:
Gleich vorweg war es eine schöne Erfahrung, zwei Tage auf der Nippon-Connection in Frankfurt zu sein. Ich war zum ersten Mal dort und hatte mich im Vorfeld über die Lage der Veranstaltungsgebäude auf der Homepage informiert. Da sowohl die Filmvorführungen, als auch die Workshops zum Teil in unterschiedlichen Gebäuden stattfinden sollten, hatte ich zunächst ein wenig Bedenken, auf Anhieb den Weg zu finden. Vor Ort war es dann jedoch überhaupt kein Problem. Die Veranstaltungsorte lagen sehr nah beieinander und waren auch sehr leicht zu finden. Weniger als 5 Minuten von der U-Bahn-Haltestelle zu Fuß und schon war man im Geschehen, das auch durch die zugehörigen Plakate ausgeschildert war. Weiterlesen