Kategorie-Archiv: Allgemein

Kinema Junpo, 2018, Nr. 1772 - Cover

Kinema Junpō: Zeitschriftenangebot der ULB

Fans des japanischen Films aufgepasst! Im Zeitschriftenmagazin der Universitäts- und Landesbibliothek können Sie die aktuellen Ausgaben (ab 2012) der renommierten japanischen Filmzeitschrift „Kinema Junpō“ einsehen.

Die Kinema Junpō ist die älteste Filmzeitschrift Japans und wird seit 1919 herausgegeben, aktuell erscheint sie zweimal im Monat. Neben Neuigkeiten aus dem japanischen Box Office finden sie auch detaillierte Kritiken zu einzelnen Veröffentlichungen darin. Jährlich kürt das Magazin außerdem eine einflussreiche Liste der „best ten“ japanischer und ausländischer Filme, die unter Kritikern und in der Presse viel Beachtung findet (die Liste des Jahres 2015 finden Sie hier auf der offiziellen Website: Link).

Um eine Ausgabe der Zeitschrift einsehen zu können, ist eine Magazinbestellung der betreffenden Nummer über das Onlinesystem der Bibliothek erforderlich. Eine Ausleihe ist leider nicht möglich, die Zeitschriften können also nur innerhalb der ULB eingesehen werden. Die aktuelle Bestandsliste finden Sie im Online-Katalog der ULB (hier).

Weitere Informationen zu Kinema Junpō finden Sie auf der offiziellen Homepage der Zeitschrift: Link (Website auf Japanisch).

Unterricht zu sechst? Ein Besuch an den Schulen von Hikimi

 

Wir setzen heute unsere Serie über die Exkursion nach Shimane fort, die MA-Studierende in den letzten Semesterferien zusammen mit Prof. Shingo Shimada unternommen haben. Denise Schieberl berichtet über Besuche an zwei Schulen, die den demographischen Wandel für die Teilnehmer/innen deutlich greifbar gemacht haben. 

Im Rahmen unserer Shimane-Exkursion besuchten wir am zweiten Tag die Grundschule sowie die Mittelschule von Hikimi und erhielten so interessante Einblicke in den Alltag der Schülerinnen und Schüler, der sichtlich von den Konsequenzen des Bevölkerungsschwundes in der Region beeinflusst ist – denn Hikimi gilt als ein Ort in Japan, für den der Begriff kaso (zu deutsch: Entvölkerung) besonders charakteristisch ist.

Zuerst fuhren wir zur Grundschule von Hikimi und wurden dort vom Direktor herzlich begrüßt. In einer kurzen Einführung erfuhren wir erste spannende Dinge über die Besonderheiten der Institution, in welcher aktuell insgesamt nur 22 Schülerinnen und Schüler aus eigentlich sechs Jahrgangsstufen unterrichtet werden – eigentlich. Denn an der Schule gibt es mittlerweile so wenige Schülerinnen und Schüler, dass Klassen zusammengefasst werden mussten. So werden jeweils Erst- und Zweitklässler, Dritt- und Viertklässler, sowie Fünft- und Sechstklässler gemeinsam unterrichtet – und statt der wie für japanische Grundschulen sonst üblichen sechs Klassen gibt es in Hikimi eben nur noch drei. Andernfalls säßen in der zweiten Klasse beispielsweise nur zwei Schüler; zusammengefasst mit den Schülern der ersten Klasse sind sie aber immerhin zu sechst.  Weiterlesen

Vortrag zur Entwicklungshilfestrategie Japans

Einen Vortrag zur Entwicklungshilfestrategie Japans gibt es morgen, Freitag, 18. Mai 2018, im japanischen Kulturinstitut in Köln.  Um 19 Uhr trägt Assistant Professor Raymond Yamamoto (Universität Aarhus) zu folgendem Thema vor: „Die Anpassung der japanischen Entwicklungshilfestrategie im Spiegel neuer außen- und innenpolitischer Herausforderungen“.

Details zum Inhalt:

Lange wurde Japan von der OECD für seine wirtschaftsorientierte Entwicklungshilfe kritisiert. Statt soziale Projekte setzte das Land primär auf Wirtschaftsprojekte, die nicht selten von japanischen Unternehmen geplant und implementiert wurden. Als Japan in den 1980er zum weltweit größten Entwicklungshilfe-Geber avancierte, begann es verstärkt die westliche Leitlinie, die sich an Nachhaltigkeit und Menschenrechte orientierte, zu übernehmen. Japans neue Entwicklungshilfe-Charter, die unter Premierminister Shinzō Abe verfasst wurde, sieht allerdings eine verstärkte Ausrichtung an den Wirtschaftsinteressen des Landes vor, eine Rückkehr zu den alten merkantilistischen Prinzipen.

Mehr noch, die Entwicklungshilfe soll ebenfalls den sicherheitspolitischen Interessen des Landes im Asiatisch-Pazifischen Raum dienen. Japan hat beispielsweise bereits begonnen, die Küstenwachen der südostasiatischen Staaten mittels seiner Entwicklungshilfe zu stärken, um Chinas ausdehnende Territorialansprüche im Südchinesischen Meer etwa entgegen zu setzen. Die Veränderungen sind im Einklang mit Abes umstrittener außenpolitischer Leitlinie des „Proaktiven Pazifismus“ (sekkyokuteki heiwa shugi). Dieser Vortrag beleuchtet die außen- und innenpolitischen Hintergründe, die zur drastischen Veränderung der japanischen Entwicklungs-
hilfestrategie geführt haben.

TutorInnen gesucht!

Für das Orientierungstutorium Anfang Oktober und für die semesterbegleitenden Tutorien werden für das Wintersemester 2018/19 Tutoren/innen gesucht.

Voraussetzungen für die Bewerbung

  • Sie finden sich gut in Ihrem Studium zurecht, möchten anderen den Einstieg ins Studium erleichtern und haben Interesse an der Vermittlung von studienrelevanten Inhalten
  • Sie haben einen guten Notendurchschnitt
  • Sie haben (erste) Erfahrung mit dem Verfassen von Haus- oder Projektarbeiten
  • Teilnahme an einer didaktischen sowie einer fachinternen Schulung (12.09.2018) – verpflichtend!

Aufgabenbereich

  • Vorbereitung und Durchführung des Orientierungstutoriums in der Woche vor Vorlesungsbeginn
  • Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung der semesterbegleitenden Tutorien (10 Sitzungen)
  • Teilnahme an den wöchentlichen Tutorien-Besprechungen während des Semesters
  • Ansprechpartner/in für die Erstsemester bei Fragen zum Studieneinstieg und zur Orientierung auf dem Campus

Vergütung und Zertifikate

  • Es werden 4 Stunden pro Woche als Studentische Hilfskraft oder Wissenschaftliche Hilfskraft mit Bachelorabschluss vergütet
  • Alle Tutoren/innen erhalten auf Wünsch ein Zeugnis über die Tutoren Tätigkeit

Wenn Sie zusätzliche Leistungen erbringen / Workshops besuchen, können Sie sich die Tätigkeit zusätzlich

  • im fachübergreifenden Wahlpflichtbereich anerkennen lassen
  • oder ein Verbundzertifikat „Fachtutor/in“ erwerben

Bei Interesse fragen Sie bitte bei Stephanie Osawa nach! (osawa@phil.hhu.de; Sprechstunde dienstags 10:30-12:00 Uhr).

Bewerbungsunterlagen

Die Bewerbung sollte folgende Unterlagen enthalten:

  • Kurzes Motivationsschreiben (max. eine Seite!)
  • Kurzer Lebenslauf mit Lichtbild
  • Aktuelle Leistungsübersicht

Bewerbungen sind bis zum 22. Juni an Stephanie Osawa zu richten und entweder ausgedruckt im Sekretariat abzugeben oder als pdf per Mail an osawa@phil.hhu.de zu senden.

Bewerbungsschluss: 22. Juni 2018

„Die japanische Art Brasilianer zu sein“: Über Arbeitsmigration und japanische Identität in Brasilien

Peter Bernardi

Peter Bernardi

Ein Tag wie jeder andere in Brasilien: Betagte japanische Damen stehen auf der Bühne und singen Enka – das Pendant zum deutschen Schlager –, ein japanisches Publikum klatscht. Moment, wie kann das sein? Fakt ist: Dies ist nichts Außergewöhnliches in der japanischen Gemeinde in Brasiliens größter Stadt São Paulo. Wie eine solche Minderheit zustande kommen kann, ist offensichtlich: Migration.

Es gibt verschiedene Gründe, warum Menschen sich dazu entschließen, in ein anderes Land zu ziehen. Sei es aufgrund von Flucht aus dem Heimatland, wegen Heirat, aus beruflichen oder sonstigen Gründen. Im Master-Seminar „Living Abroad – Lifestyle Migration, Heiratsmigration und japanische Diaspora“ unter der Leitung von Frau Dr. Kottmann haben wir uns am 8. Mai mit dem Thema Arbeitsmigration beschäftigt und zu diesem Anlass den Dokumentarfilm Nipo Brasil – Die japanische Art Brasilianer zu sein angeschaut, der sich mit japanischen Migranten in Brasilien beschäftigt.

Als Experten auf diesem Gebiet hatten wir Herrn Peter Bernardi zu Gast, der im Studiendekanat der Philosophischen Fakultät als Ansprechpartner für den Bereich eLearning tätig ist und zum Thema der japanischen Gemeinde in São Paulo promoviert. Weiterlesen

Manga zwischen den Kulturen: Eine Veranstaltung zum Japan-Tag

poster_jpgZum Japan-Tag 2018 bietet unser Institut wieder eine eigene Veranstaltung an, die sich diesmal speziell um Manga dreht: „Das Wandern der Bilder: Manga zwischen den Kulturen“, am Freitag, 25. Mai (der Vortag des Japan-Tages), von 14.30 bis 18 Uhr im Haus der Universität. Auf dem Programm stehen zwei Vorträge und eine Podiumsdiskussion, die sich der Kunst des Manga-Übersetzens widmet.
Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, der Eintritt ist frei!

Zum Thema:

Manga sind seit ihrer Entstehungszeit ein transkulturelles Produkt: Verschiedenste Einflüsse haben dazu beigetragen, dass die besonderen Ausdrucksformen entstanden sind, die heute graphisches Erzählen in Japan auszeichnen. Viele bekannte Manga-Werke setzen sich auf der narrativen und visuellen Ebene mit der Begegnung von Kulturen auseinander oder schaffen hybride Räume, die freie Gedankenspiele erlauben. Zugleich verbreiten sich Manga heute überall auf der Welt. Werke aus Japan werden in zahlreiche Sprachen übertragen, und Zeichnerinnen und Zeichner diverser kultureller Hintergründe eignen sich die besondere künstlerische Ausdrucksweise der Manga an, um eigene Werke zu schaffen. Die Veranstaltung gibt Einblicke in dieses transkulturelle Potenzial der Manga und beschäftigt sich in einer Podiumsdiskussion besonders mit der Frage, wie Manga in ihrer Eigenschaft als komplexe Bild-Text-Gefüge ins Deutsche übersetzt werden können.

Programm:

  • 14.30–14.45    Grußwort des japanischen Generalkonsuls Ryuta Mizuuchi und kurze Einführung (Dr. Elisabeth Scherer)
  • 14.45–15.30    „Mit Manga um die Welt – (Internationale) Rezeption und Verbreitung westlicher Manga“
    Isabel Schreiber
  • 15.30–16.15    „Die Romantik europäischer Szenerien im frühen shôjo-Manga“
    Katharina Hülsmann
  • 16.15–16.30     kurze Pause
  • 16.30         Diskussion: „Die Kunst des Manga-Übersetzens“
    Teilnehmer/innen: Kaja Chilarska (Manga-Übersetzerin), Dr. Verena Maser (Manga-Übersetzerin und Manga-Forscherin)

Veranstaltet vom Institut für Modernes Japan der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Lehrstuhl I, Prof. Dr. Andrea Germer
Offizieller Programmpunkt des Japan-Tages 2018

Kagura: ein Tanz für die Götter – aber wie lange noch?

Kagura Titelbild

Foto: Thomas Ladurner

In den Semesterferien waren einige unserer MA-Studierenden zusammen mit Prof. Shingo Shimada zu einer Exkursion in der Präfektur Shimane und haben dort die Auswirkungen des demographischen Wandels für den ländlichen Raum in Japan erforscht. Wir starten dazu nun eine Serie von Artikeln, in denen uns die MA-Studierenden von ihren Erlebnissen berichten. Den Anfang macht heute Thomas Ladurner, der von einem Tanz für die Götter berichtet:

Und im Nu sprang die achtköpfige Riesenschlange hervor und verschlang die Prinzessin Inada. Mit dieser Szene eröffneten die Schausteller des Kagura-Ensembles ihre Performance. Kagura? Noch nie davon gehört? Auch wir Teilnehmer der fünftägigen Japan-Exkursion konnten uns anfangs wenig unter diesem Begriff vorstellen.

Was ist Kagura?
„Halb Nō, halb Kabuki, ein Mix aus beidem kennzeichnet diese theatrale Unterhaltungsform“, erklärt uns zu Beginn der Aufführung Frau Sumikawa, Leiterin des Michikawa Kagura-Ensembles. Und hauptsächlich hier sei dieses Schauspiel anzutreffen, in der zweitkleinsten Präfektur Japans: Shimane. Weiterlesen

Ryūkyū-Universität: Japanese Business Internship Program 2018

Die Ryūkyū-Universität schreibt auch in diesem Jahr wieder Plätze für die Teilnahme an ihrem “Japanese Business Internship Program“ aus. Innerhalb des Programms erhalten Studierende die Möglichkeit, Geschäftsjapanisch zu lernen und im Umfeld eines tatsächlichen Unternehmens praktisch umzusetzen. Die Teilnehmer*innen erhalten außerdem einen Einblick in die Besonderheiten der japanischen Unternehmenskultur und werden im professionellen Umgang mit diesen Eigenheiten geschult.

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