Archiv für den Autor: Elisabeth Scherer

Über Elisabeth Scherer

Elisabeth Scherer ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Modernes Japan.

Modernes Japan bei „Heine meets Huxley“

HuxleyAm Donnerstag, 25. Oktober, ab 18 Uhr gibt es in der Reihe „Heine meets Huxley“ eine Veranstaltung zum Thema „Schöne neue Welt: Von Superbodies und Mensch-Maschinen“ in der O.A.S.E. hier auf dem Campus. Mit dabei sind unsere MA-Studierenden Madita Michaelis und Jan Gabler, die das Thema im Zusammenhang mit Anime vorstellen.

Vortragende:
•    Prof. Dr. Ulrich Rosar, Institut für Sozialwissenschaften, HHU
•    Madita Michaelis und Jan Gabler, MA-Studierende, Institut für Modernes Japan, HHU

Moderation und Diskussionsleitung:
•    Dr. Anja Vervoorts, Zentrale Gleichstellungsbeauftragte der HHU

Infotext
Der Roman „Schöne neue Welt“ von Aldous Huxley entwirft eine Gesellschaft, in der sich fast nur schöne und normkonforme Menschen tummeln.
Der Bedeutung von körperlicher Attraktivität für die gesellschaftliche Stellung in Huxleys Universum und im Hier und Heute widmet sich der Soziologe Ulrich Rosar in seinem Vortrag „Brave New Beauty – Physische Attraktivität als gesellschaftliches Kapital“.

 Dank der rasanten Entwicklungen in der Künstlicher Intelligenz und der Biotechnologie schreitet die Optimierung des menschlichen Körpers (und des Gehirns) stetig voran. Die Grenzen zwischen Mensch und Maschine scheinen allmählich zu verschwimmen. Doch was haben Lebensformen wie Cyborgs, Androide oder Roboter mit Huxley zu tun? Und wie beeinflussen sie die Vorstellungen über unseren Körper oder das Verhältnis der Geschlechter? Dieses faszinierende Thema untersuchen die Master-Studierenden Madita Michaelis und Jan Gabler anhand japanischer Anime-Serien.  

Und Sie? Fragen Sie sich auch, wo das alles enden soll? Dann kommen Sie vorbei und diskutieren Sie mit! 

Die Veranstaltung ist kostenfrei.

Papiertheater-Aufführung „Der Mikado“ im Haus der Universität

Foto: Laura Ziebold

Foto: Laura Ziebold

Für alle, die die Premiere des Papiertheaterstücks „Der Mikado“ verpasst haben, das von Studierenden des Instituts für Modernes Japan inszeniert wurde, gibt es nun eine weitere Gelegenheit: Am Dienstag, 13. November 2018, gibt es zwei weitere Aufführungen im Haus der Universität, Schadowplatz 14. Die erste Aufführung beginnt um 19.30 Uhr im großen Saal, die zweite um 20.15 Uhr. Der Eintritt ist frei!

Über das Papiertheater „Der Mikado“:
Im 19. Jahrhundert kamen in Europa Papiertheater als neue Unterhaltungsform auf. Sie boten die Möglichkeit, sich die große Welt des Theaters in kleinem Format ins Haus zu holen, waren damit lehrreich und forderten zudem einiges an handwerklichem Geschick – schließlich musste das Theater zunächst einmal selbst aus Papierbögen zusammengebaut werden. Die Bögen, mit denen das Stück „Der Mikado“ inszeniert wird, stammen aus der Serie „Schreibers Kindertheater“ des Schreiber-Verlags (Esslingen) und wurden von Benno Mitschka, Inhaber des Multum in Parvo Papiertheaters, reproduziert. Das Team des Instituts für Modernes Japan hat mit diesen Bögen und viel Eigenkonstruktion die Bühne für das Stück „Der Mikado“ selbst gebaut.
Das Stück „Der Mikado“, verfasst von Ernst Siewert für den Schreiber-Verlag (1891), ist eine typische Märchengeschichte, in der eine Prinzessin erobert werden muss. Die Namen der Figuren sind angelehnt an die Operette „The Mikado“ von Gilbert und Sullivan (1885), und die gesamte Szenerie mit Lampions, Kimono, Holzschnitten und japanischen Gärten verrät, dass dieses Papiertheater deutlich im Kontext des Japonismus der damaligen Zeit steht.

Wichtig: Abschlussprüfung im Modul „Akademisches Japanisch“ im WS18/19

Die Prüfung im MA-Modul „Akademisches Japanisch“ findet voraussichtlich in der Woche vom 4. und 8. Februar 2019 statt. Aus organisatorischen Gründen bitten wir alle Studierenden, die vorhaben, die Abschlussprüfung im WS18/19 abzulegen, sich bis Ende Oktober per E-Mail bei Kaori Fujita zu melden.
Die genauen Termine können erst danach festgelegt werden, und jeder bekommt eine persönliche Nachricht zum Prüfungstermin per E-Mail.

Neue Prüfungsordnungen online!

Die neuen Prüfungsordnungen, die ab Wintersemester 2018/19 gültig sind, sind in Kraft getreten und wurden veröffentlicht. Sie sind hier auf den Seiten der Philosophischen Fakultät zu finden:

Wahl der studentischen Vertreter in die Institutsvorstände ab Wintersemester 2018/19

Bis nächste Woche müssen die studentischen Vertreter/innen für die Institutsvorstände für die Wahl im Fakultätsrat nominiert werden. Wer daran interessiert ist oder Vorschläge machen möchte, nehme bitte Kontakt mit dem Fachschaftsrat Modernes Japan auf. Hier ein Ausschnitt aus dem Infoschreiben des Dekans zum Thema:  Weiterlesen

Begrüßung der Master-Studierenden

MAWir heißen alle neuen Master-Studierenden herzlich willkommen am Institut! Am Mittwoch, 10. Oktober, gibt es ab 17.30 Uhr eine kleine Einführung mit grundlegenden Informationen im Raum 24.21.03.82. Anschließend ist ab 18.30 Uhr zum näheren Kennenlernen ein Tisch in der Kneipe Scotti’s reserviert.

Wir würden uns freuen, wenn alle neuen Master-Studierenden und auch die „Senpai“, die schon länger im Master studieren, vorbeikommen :-)

Ausstellungseröffnung und Papiertheater-Performance

Mondscheingarten

Endlich ist es soweit: Pünktlich zum Semesterstart präsentieren wir nächste Woche Freitag, 12. Oktober, ein besonderes Event im Schloss Benrath. PD Dr. Christian Tagsold hat für das Museum für Gartenkunst im Benrather Schloss eine Ausstellung zum Thema „Japanische Gärten in Deutschland“ konzipiert, die am Freitagabend eröffnet wird (Dauer: 12. Oktober 2018 – 13. Januar 2019 ). Anlässlich der Eröffnung wird außerdem das Papiertheaterstück „Der Mikado“ aufgeführt, das Studierende unseres Instituts im Sommersemester 2018 inszeniert haben.
Die Eröffnung startet am Freitag, 12. Oktober, um 19 Uhr im Festsaal des Ostflügels mit einer Einführung von Christian Tagsold. Danach gibt es Aufführungen des Papiertheaters und parallel Kurzführungen durch die Ausstellung. Der Eintritt ist frei!

Über das Papiertheater „Der Mikado“:
Im 19. Jahrhundert kamen in Europa Papiertheater als neue Unterhaltungsform auf. Sie boten die Möglichkeit, sich die große Welt des Theaters in kleinem Format ins Haus zu holen, waren damit lehrreich und forderten zudem einiges an handwerklichem Geschick – schließlich musste das Theater zunächst einmal selbst aus Papierbögen zusammengebaut werden. Die Bögen, mit denen das Stück „Der Mikado“ inszeniert wird, stammen aus der Serie „Schreibers Kindertheater“ des Schreiber-Verlags (Esslingen) und wurden von Benno Mitschka, Inhaber des Multum in Parvo Papiertheaters, reproduziert. Das Team des Instituts für Modernes Japan hat mit diesen Bögen und viel Eigenkonstruktion die Bühne für das Stück „Der Mikado“ selbst gebaut.
Das Stück „Der Mikado“, verfasst von Ernst Siewert für den Schreiber-Verlag (1891), ist eine typische Märchengeschichte, in der eine Prinzessin erobert werden muss. Die Namen der Figuren sind angelehnt an die Operette „The Mikado“ von Gilbert und Sullivan (1885), und die gesamte Szenerie mit Lampions, Kimono, Holzschnitten und japanischen Gärten verrät, dass dieses Papiertheater deutlich im Kontext des Japonismus der damaligen Zeit steht.

japangaertenÜber die Ausstellung „Japanische Gärten in Deutschland“:
Seit über 100 Jahren werden in Deutschland Japanische Gärten angelegt. Inzwischen gibt es Hunderte öffentliche und private Gärten dieser Art. Doch was sind die Hintergründe für diese Mode? Wie steht es um die Anlässe, wie um die Authentizität?

Die Ausstellung gibt Antworten auf diese Fragen, indem sie die Entwicklung Japanischer Gärten in Deutschland nachzeichnet. Vom ersten Garten 1904 in Düsseldorf über viele Beispiele auf Garten-Ausstellungen und in Museen bis hin zu ehemals privaten und jetzt öffentlichen Gärten, wird deutlich, dass Japanische Gärten nicht nur Reaktionen auf japanische Vorbilder bildeten. Vielmehr wollten sie auch eine Idee von dem scheinbar so exotischen Land Japan insgesamt geben und spiegelten natürlich die Vorlieben und Vorstellungen ihrer Auftraggeber und Gestalter wider. Außerdem zeigt die Ausstellung, dass die Gärten darüber hinaus Ausgangspunkt für eine breite popkulturelle Verarbeitung des Themas waren und sind.

Und woher kommen Sie denn? – Queer als transkulturelle Kategorie

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Vera Mackie bei ihrem Vortrag. Foto: Vu Thuy Doan Huynh

In unserer Serie von studentischen Beiträgen zur Konferenz „Queerying Japan“ (6.–7. Juli 2018) ging es bisher um Märkte und Konsum sowie um die „Ehe für alle“. Heute schließt Matthias Düking die Reihe mit einem Beitrag über das Konzept der sexuellen Bürgerschaft ab. Er berichtet vor allem von dem Vortrag von Vera Mackie und nimmt Stellung zu ihren Thesen.

Nun gibt es in Deutschland Politiker, die Grenzen öffnen und andere, die Grenzen schließen wollen. Im letztgenannten Lager schwellen Tendenzen in verschiedene Richtungen an, um eine Form der Grenzziehung zu finden. Verhandelt wird dabei nicht nur die geografische Grenzhaltung, sondern auch die Grenzen vom Begriff der vermeintlichen einen  Kultur.
Die entbrannten Diskurse über Werte und Kultur in Deutschland suchen nach Bedeutung und haben unter anderem die Freiheit als wichtige Säule ausgemacht. In Deutschland werden Diskurse geführt, die sich, um Kultur zu machen, mit kultureller Pluralität und Gender auseinandersetzen. In diesem Zusammenhang habe ich die Vorträge des Symposiums „Queering Japan“ am Nachmittag des 6. Juli in Düsseldorf besucht und gehört.

Als zentraler Angelpunkt der Präsentationen steht der Begriff queer. Der Ausdruck ist vor allem im Hinblick auf die kulturelle Theorie der Queer Studies prominent, welche die Verhältnisse in der Triade zwischen den Begriffen des biologischen Geschlechts, Gender und Begehren untersucht. Queer soll hier als ein Sammelsurium von Identitätskonzepten verstanden werden, die zwar nicht der (hetero)normativen Gesellschaft entsprechen, aber dennoch eine lustvolle Existenz erzeugen können. In den verschiedenen Programmpunkten des Symposiums wurden  Reibungen beleuchtet, die unter diesen Gesichtspunkten zwischen Individuum und Gesellschaft entstehen können. Dabei kamen den Phänomenen in Japan natürlich besonderes Interesse zu, beschränkten sich jedoch nicht nur auf diese.

So hat Vera Mackie in ihrem Vortrag das Konzept der sexuellen Bürgerschaft vorgestellt und hinterfragt, was einen legalen Status in einem Staat ausmacht. Teilhabe an Staatsgeschehen oder an dessen gesellschaftliche Entwicklung kann über verschiedene Formen von Interventionen und an verschiedenen Orten erfolgen. Dafür müssen allerdings zunächst Rechte erlassen werden, welche Menschen die Freiheit an Teilhabe erst ermöglichen kann. So berichtet Mackie, dass in Australien zum Beispiel Frauen 1901 in den Genuss eines neuen Rechts kommen konnten, durch welches sie im Parlament sitzen und sie somit politische Akteurinnen werden konnten. So gesehen kann Freiheit als ein vom Staat gegebenes Recht verstanden werden, dass sich in der Gesellschaft entfalten muss. Weiterlesen

Infoveranstaltungen zum Japanaufenthalt

nanzan daigaku

Eine unserer Partnerunis: Die Nanzan-Universität

Auch im Wintersemester 2018/19 wird es wieder Infoveranstaltungen zum Japanaufenthalt geben. Treffpunkt ist jeweils donnerstags von 16.30 bis 18 Uhr in Raum 23.32.U1.42. Kaori Fujita, Shingo Shimada und Studierende mit Japan-Erfahrung informieren über die Partneruniversitäten, das Leben in Japan und über Themen wie Praktika, Working Holiday etc. (Details siehe Ablaufplan unten).

Wichtig: Das Bewerbungsverfahren für den Japanaufenthalt wird ab diesem Semester vereinfacht! Statt eines umfangreichen Projekt-Exposés ist als Vorbereitung nun nur noch ein kürzeres Abstract vorzubereiten. Hieraus ergeben sich folgende Voraussetzungen:

(Mindest-)Voraussetzungen für die Bewerbung bzw. die Teilnahme am Austauschprogramm:

  • Durchschnittsnote-> 2,5 (nur vom Fach Modernes Japan, und von allen Noten, die man bereits hat)
  • bestandene AP im Sprachmodul I bis IV und MRG (bis zum Antritt des Aufenthalts)
  • bestandene AP im Sprachmodul I & II, MRG (bei der Bewerbung)

Einzureichende Unterlagen:

  • Lebenslauf
  • Leistungsübersicht
  • Motivationsschreiben (ca. 1 Seite)
  • Abstrakt eines Projekts (250 Wörter)

Je nach der Bewerberlage (Anzahl der Bewerber/innen) gibt es eventuell eine Vorauswahl nach dem Notendurchschnitt. Danach werden die Bewerber/innen wie bisher zu einem Auswahlgespräch eingeladen.

Bei den Infoveranstaltungen zum Japanaufenthalt werden im Detail folgende Themen angeboten:

11.10.  Internship & Praktikum, Working Holiday in Japan (Working Holiday: Leonie Witte, DaF-Praktikum: Arthur Filipp)
18.10.  Allgemeine Information über das Studium & Praktikum in Japan (Shimada, Fujita), DAAD-Stipendium (BA+Programm: Uike-Bormann, DAAD-Jahresstipendium: N.N.)
25.10.  Japanaufenthalt für Master-Studierende (Ferris: Akemi Harada & Diana Casanova, Kwanseigakuin: Constanze Thede, Doshisha: Maya Matsubara)
08.11.  Partneruniversitäten I (Chiba: Eva Lücke,  Keio: Lara Welmans & Annika Lenßen)
22.11.  Partneruniversitäten II (Kanazawa: Juliane Neu & Gunnar Hütz, Nanzan: Pia Hilken)
06.12.  Partneruniversitäten III  (Doshisha: Jason Blaslov, Osaka: Lena Holzapfel)
13.12.  Partneruniversitäten IV (Kwanseigakuin: Elshanni Müller & Falco Leißau, Ryukyu: N.N.)
17.01.  individuell organisierter Auslandsaufenthalt, Auslands-BAföG & sonstige (Sprach-)Programme (Tokyo Galaxy: Hisako Yoshizawa)

Nippon Performance Nights 2018

Nippon Performance Night 2018Bei der „Nippon Performance Night“ präsentiert das Forum Freies Theater Düsseldorf auch dieses Jahr wieder ausgewählte Produktionen aus Japan und von in Europa und Deutschland lebenden Japaner/innen. Mit dabei ist dieses Jahr auch wieder unser Mitarbeiter Bastian Nonnenberg, der bei der Performance „Tag H“ von miu mitwirkt. Die einzelnen Programmpunkte im Überblick:

29.9.2018 Konzert „100 Keyboards“ von ASUNA
20 Uhr, Berger Kirche, Wallstraße 17

Wo 100 Keyboards draufsteht, sind tatsächlich auch 100 Keyboards drin. Keyboards, Keyboards, Keyboards, ein großer Kreis von Keyboards. Keyboards in unterschiedlichen Größen und Farben. Die 100 Keyboards lassen multiple Schallwellen derselben Frequenz durch den Raum schwingen. Die Töne der Keyboards überlagern sich zu einem komplexen musikalischen Moiré-Muster. In der performativen Installation der 100 Keyboards des japanischen Tonkünstlers ASUNA werden subtile Variationen von Überlagerungen und Resonanzen erlebbar. Dieser Text enthält 12 Keyboards, alle 100 Keyboards gibt es im exzellenten visuellen und akustischen Raum der Berger Kirche in der Altstadt zu sehen und zu hören.

10., 12. und 13.10.2018 Performance „Tag H“ von miu
20 Uhr, Werft 77, Reisholzer Werftstraße 75

Am 3. September 1967 war in Schweden der „Tag H“. Das H steht für „högertrafikomläggningen“, die Umstellung von Links- auf Rechtsverkehr. Während alle Verkehrszeichen umgestellt wurden, lag der gesamte Verkehr für mehrere Stunden lahm. Die Umstellung der erlernten Gewohnheiten der Verkehrsteilnehmer*innen dürfte um einiges länger gedauert haben. Der Konzeptkünstler miu nimmt den „Tag H“ zum Ausgangspunkt für eine poetische Performance über Gewohnheit und Anpassung: Ein Linkshänder, der sein Leben lang auf rechts korrigiert wird, wünscht sich nichts mehr, als dass die Welt sich spiegelt. Er entwickelt die Maschine „H“, einen Wahrnehmungs-Transformer, dessen Testlauf zur Katastrophe wird.
Konzept, Text, Ton und Regie: miu. Performer: Soya Arakawa, Pia Tomoko Meid, Bastian Nonnenberg, Kenji Shinohe, Daniel Werner.

16. + 17.11.2018 Theaterstück „Five Days in March“ von Okada Toshiki/chelfitsch
20 Uhr, FFT Juta, Kasernenstraße 6

Am Vorabend des Einmarsches britischer und amerikanischer Truppen in den Irak am 21. März 2003 entscheidet Japan, sich an der Invasion zu beteiligen. Es ist der erste, hochumstrittene militärische Einsatz des Landes seit 1945. Vor dem Hintergrund einer Friedensdemonstration historischen Ausmaßes erzählen die jungen Erwachsenen in „Five Days in March“ persönliche Alltagsgeschichten aus Tokio. Der japanische Theatermacher Toshiki Okada erarbeitet eine Neufassung seiner eigenen Inszenierung, die ihm vor 12 Jahren zum internationalen Durchbruch verhalf. Seine choreografisch-minimalistische Theatersprache hebt den logischen Bezug zwischen Sprache und Bewegung auf und gleicht einem Drahtseilakt zwischen Natürlich- und Künstlichkeit. Die Jugend von heute erscheint orientierungslos, ihre Beteiligung an der Demonstration steht im Gegensatz zu ihren persönlichen Bedürfnissen. (Text übernommen von Künstlerhaus Mousonturm Frankfurt)