Archiv für den Autor: Christian Tagsold

Über Christian Tagsold

Dr. Christian Tagsold ist seit 2006 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Ostasien-Institut. Sport, japanische Gärten in der westlichen Welt und der japanische Wohlfahrtsstaat sind seine Hauptforschungsgebiete. In der Didaktik interessiert er sich für Entwicklungen im eLearning.

UPDATE *** Erdbeben in Japan – wie geht es unseren Studierenden und Mitarbeitern?

Zum Erdbeben und allen Folgen, wie die Probleme mit den Atomkraftwerken, muss ich wahrscheinlich an dieser Stelle nicht allzu viel sagen. Auf USTREAM kann man z.B. die NHK-Fernsehübertragung dazu verfolgen und ist dann deutlich schneller informiert, als in der ARD und den anderen deutschen Fernsehsendern.

Im Hinblick auf unsere Studierenden, Mitarbeiter und Freunde erinnert mich vieles an das große Erdbeben in Kobe. Man versucht möglichst schnell beruhigende Nachrichten zu bekommen. Dank Internet (Facebook, Twitter etc.) geht das aber zum Glück viel schneller als damals. So sammeln wir vom Blog-Team hier „Entwarnung“ von unseren Studierenden und Kollegen. Es geht allen gut, so weit sich das übersehen lässt. Zwei drei konnten wir noch nicht kontaktieren, weil wir keine Facebook-Freunde sind und weil man natürlich nicht als erstes das Institut kontaktiert. Da gibt es deutlich wichtigeres (Eltern, Verwandte, Freunde…). Aber bis heute abend hoffen wir, komplette Entwarnung geben zu können.

Die Stimmung ist natürlich etwas gemischt bei den „Unseren“ in Japan. Stellvertretend für alle möchte ich hier einen kurzen „Lagebericht“ von Steffi Osawa wiedergeben:

„das erste beben gestern hat bei uns in saitama eine staerk von etwa shindo [Erdbebenstärke] 5,5 also ca m7. zu der zeit war ich gerade kuchen kaufen im untergeschoss eines riesigen kaufhauses.

normalerweise wackeln untergeschosse nicht so dolle, aber gestern hat es so schlimm gewackelt, dass sachen aus den regalen und lampen von den decken gekommen sind. eigentlich wollte ich sofort aus dem kaufhaus rausrennen und fluechten,

aber neben der tatsache, dass wir nicht rausdurften, weil das sicherheitscenter ein verbot ausgesprochen hat, wollte ich auch nicht ohne ein stueck des leckeren kuchens das kaufhaus verlassen.

jedenfalls habe ich noch nie in meinen leben so etwas schreckliches erlebt und der schreck sitzt immer noch tief. aber ich und fast alle in saitama haben es gut ueberstanden und wir sind bisher alle mti dem schrecken davon gekommen.

die nachbeben beginnen nun, ca> 30 stunden nach dem beben auch endlich ruhiger und seltener zu werden. die situation beruhigt sich also insgesamt. wir freuen uns nun auf eine erholsame und ruhige nacht. hoffentlich entspannt sich nun auch bald die lage in fukushimna und sendai.“

Auf jeden Fall allen „Unseren“ alles Gute in Japan: Wir denken an Euch und sind froh, zu hören, dass es Euch gut geht!

*** UPDATE Durch das Netzwerk unserer Studierenden haben wir erfahren, dass es allen gut geht. Einige sind allerdings nach Ôsaka gefahren, um auf der sicheren Seite zu sein…

Das große Kommen und Gehen (und Wiederkommen)

Viele habens schon mitbekommen. Nächstes Semester ergeben sich so einige Änderungen im Mittelbau des Institutes – also bei den Mitarbeitenden unterhalb der Professorenebene. Dr. Ina Hein und ich sind quasi auf „Leihbasis“ an anderen Universitäten. Dr. Hein ist noch für zwei Semester Gastprofessorin an der Universität Wien. Ich vertrete im nächsten Semester eine Professur an der Universität Duisburg-Essen.

Frau Dr. Ina Hein in Wien

So ein Kommen und Gehen ist ja im Mittelbau nicht untypisch. Viele Verträge sind nur befristet, so dass die Personen sowieso zwangsläufig irgendwann einmal wechseln. Dr. Hein und ich werden allerdings wiederkommen 😉 Außerdem werden unsere Stellen jeweils vertreten. Die allgemeine Studienberatung wird so z.B. in Zukunft gleich von drei Mitarbeiterinnen übernommen: Frau Dr. des Siep, Frau Kottmann und Frau Spoden.

Japan-Tag, Selbstironie und インマーマン

Der Japan-Tag ist vorbei. Die Massen waren wieder in Düsseldorf und das Feuerwerk wurde im WDR übertragen. Wer am Rheinufer war, weiß, dass der Japan-Tag inzwischen schon beinahe der bessere Karneval ist. Die (Selbst-)Darstellung Japans an diesem Tag ist hoch interessant – in DJAS gibt es zu diesem Thema einen Sonderband, der hinter die Kulissen schaut.

Selbstironie ist nun nicht unbedingt eine Stärke des Japan-Tags. Die Klischees zu Japan werden mit recht ernster Miene bedient – dazu muss man sich nur einmal das Samurailager anschauen. Dass es auch ganz anders geht, zeigen Jun Komachi und seine Freunde. Jun Komachi hat vor rund 15 Jahren vier äußerst karaokefähige Stücke über Düsseldorf und die Immermannstraße geschrieben, die einen hochwitzigen Blick auf das eigene Dasein offenbaren.

 

Die alten Tapes sind zum Glück nicht verloren gegangen. So war es möglich, die Lieder mit Videos zu versehen und auf YouTube zu stellen. Weiterlesen

Modernes Japan twittert Geschichte

Twittern ist in – jetzt auch im Studiengang Modernes Japan. Studierende des Kurses »Einführung in die japanische Geschichte« bei Nora Kottmann twittern nämlich seit kurzem, was vor 106 Jahren geschah. Japan befand sich im Krieg mit Russland. In der Unibibliothek erforschen die Studierenden in alten Ausgaben des Düsseldorfer Generalanzeigers – der größten Tageszeitungs der Stadt kurz nach der Jahrhundertwende – wie sich der Krieg entwickelte und was man in Deutschland darüber erfahren konnte.

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SupportCenter verleiht Aufnahmegeräte

Anfang Mai wurde das neue SupportCenter Lehre der Heinrich-Heine-Universität eröffnet. Es fasst verschiedene Resourcen der Universität im Bereich der Hochschuldidaktik zusammen. So können Lehrende Lehrmaterial ausleihen und auch die hochschuldidaktischen Fortbildungen sind nun im SupportCenter gebündelt. Aber es gibt auch Angebote für Studierende – und hier wird es auch für Japanologen spannend! Ein Teilbereich ist nämlich das SupportCenter Qualitative Sozialforschung, das sich selbst so bewirbt:

„Das Support-Center Qualitative Sozialforschung stellt Studierenden Aufnahmegeräte zur Interviewführung bereit. Die Durchführung von qualitativen empirischen Sozialforschungsprojekten soll damit vereinfacht und die methodische Praxiserfahrung der Studierenden  gefördert werden.“ Weiterlesen

It’s Delicious!

Unsere Bookmarks sind umgezogen. Früher hatten wir zahlreiche links direkt auf unserer Homepage. Das war zwar ein hilfreicher Service, aber nicht leicht aktuell zu halten. Die Welt des Internets ist kurzlebig und so sammelten sich immer wieder tote links in unseren Listen. Jetzt haben wir uns für eine zeitgenössischere Alternative entschieden und unserer links bei Delicious abgelegt.


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Programm der Abschlusstagung Japan-Pop-Kultur in Deutschland

Diesen Samstag ist es soweit, auf der Abschlusstagung der Seminare von Frau Schmitz und Herrn Dr. Tagsold werden die Studenten ihre Forschungsergebnisse zum Thema ‚Japanische Populärkultur in Deutschland‘ vorstellen.

Der Tag beginnt um 9 Uhr mit einer Begrüßung durch die Moderationsgruppe, die durch das Programm führen und einen reibungslosen Ablauf garantieren wird. Durch die verschiedenen Schwerpunkte der beiden Seminare wird eine spannende Mischung aus Medienuntersuchungen und Feldforschung die verschiedensten Aspekte der japanischen Populärkultur und ihrer Präsenz in Deutschland beleuchten.

Bild 1So wird eine Gruppe aus Frau Schmitz Seminar „Die japanische Populärkultur in Deutschland“ das Thema „Der Japantag Düsseldorf in den Medien“ präsentieren. Dabei stellte sich den Studenten die Frage, mit welcher Grundhaltung die Medien an dieses Ereignis herantritt, als auch welche Besonderheiten sich in der Berichterstattung feststellen lassen. Die im Kurs besprochenen Themen, wie Orientalisierung oder Japaneseness unterstützten auch diese Gruppe dabei, sich den Medien kritisch zu nähern, mit dem Gedanken, wie Japan und seine Populärkultur in den lokalen Medien repräsentiert werden.

Aus Herrn Dr. Tagsolds Kurs „Die Empirie japanischer Populärkultur in Deutschland“ wird eine Gruppe ihr Thema „Cosplayer: Wer, Was, Wieso?“ erläutern. Sie haben bei ihrer Feldforschung die Jugendkultur der Cosplayer näher untersucht und versucht herauszufinden, welche Rollen, aus welchen Gründen, von welchen Jugendlichen verkörpert werden. Lässt sich ein System erkennen und versteckt sich möglicherweise mehr dahinter als nur Menschen, die ihrem Drang nach Verkleidung nachgehen?

Auf diese Forschung wurden die Studenten im Seminar, durch praktische Versuche und die Aneignung theoretischer Kenntnisse, vorbereitet.

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Konferenz Japan-Pop-Kultur in Deutschland

Immer mehr deutsche Jugendliche beschäftigen sich mit unterschiedlichen Facetten japanischer Populärkultur. Manga, Cosplay, Visual Kei, Mode haben sich hierzulande eine stetig wachsende Fangemeinde geschaffen.
Auch an den Studierenden im Fach Modernes Japan ist diese Entwicklung nicht spurlos vorübergegangen: Die Antwort auf die Frage „Woher kommt eigentlich dein Japan-Interesse, wie bist du dazu gekommen?“ enthält nicht selten Kindheitserinnerungen an Sailor Moon und Dragon Ball, ebenso wie japanische Musik oder Dorama für viele zum Wunsch führten, sich genauer mit der Sprache und Kultur ihres Herkunftslandes auseinanderzusetzen.

Bild 1

Bunt und auffällig wie sie daherkommt, hat auch die Presse die japanische Popkultur als dankbares Thema erkannt und die Berichte häufen sich. Wie realistisch die Sichtweise der Medien jedoch ist, lässt sich mit einem flüchtigen Blick nur schwer abschätzen. Weiterlesen

Career Service goes Aldi

Seit kurzem gibt es ja an der HHU den Career Service, der allen Studis den Start ins Berufsleben erleichtern soll. Vielleicht ist Aldi jetzt nicht der Traumarbeitgeber für JapanologInnen – schon gar nicht an der Kasse. Trotzdem könnte die Veranstaltung „Firmenpräsentation der ALDI Langenfeld GmbH & Co. KG: Einstiegsmöglichkeiten für Absolvent/inn/en“ interessanter sein, als es so klingt.
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