KULTURPROGRAMM

Capoeira

Capoeira basiert zwar in erster Linie auf Selbstverteidigungs-Elementen, hat sich aber im Laufe seiner Entwicklung stets offen gegenüber neuen Einflüssen gehalten, dabei jedoch nie seine Wurzeln vergessen. Es fing als eine Art Tanz an, den die verschleppten Sklaven im 18. Jahrhundert mit nach Brasilien brachten. Dort wurde dieser Gruppentanz genutzt, um verborgen vor den Herren, Selbstverteidigung in Form von Tritten und Schlägen zu üben. In der weiteren Entwicklung kamen unter anderem Würfe aus dem Jiu-Jitsu, Ausweichtechniken aus der Akrobatik und Techniken aus anderen asiatischen Kampfsportarten hinzu.
Anfangs mag es für einen untrainierten Anfänger ziemlich schwierig aussehen, was einem zwei Veteranen in der 'Roda', einem Kreis der von den Schülern gebildet wird, vormachen. Aber durch das kontinuierliche Üben der Grundbewegungen dehnt und kräftigt man seine Muskel gleichzeitig, sodass die ersten Fortschritte nicht lange auf sich warten lassen. Capoeira steigert das eigene Körpergefühl und die Beweglichkeit, sowie Kraft und Ausdauer. Es mag zwar anfangs etwas schwer anmuten, durch den Tanz, die Musik und vielleicht auch das Image, dabei braucht man nicht mehr als eine weiße Hose und T-Shirt, um mitmachen zu können.
Der Leiter an der HHU ist Roberto Ferreira Dos Santos, dessen Training meist zweimal wöchentlich stattfindet.