INSTITUT FÜR MODERNES JAPAN

Lehrportfolio Dr. Christian Tagsold

Meine Lehrerfahrungen habe ich in verschiedenen Fächern machen können. Nach Lehraufträgen in der Japanologie (FAU Erlangen-Nürnberg) und Geschichte (Evangelische FH Nürnberg) habe ich als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Ethnologie (MLU Halle-Wittenberg) gelehrt. Prägend für meine Einstellung zur Lehre war aber auch meine Zeit als Rundgangsleiter bei Geschichte für Alle e.V. in Nürnberg. Geschichte spannend und lebhaft zu vermitteln, war eine Aufgabe, die mir viel Spaß bereitet hat. Seit 2006 unterrichte ich nun im Studiengang Modernes Japan in Düsseldorf.

Universitäre Lehre ist für mich dann besonders gelungen, wenn ich auch selber etwas lerne. Dazu muss ich die Studierenden in die Lage versetzen, mir etwas beizubringen. Methodenkompetenzen helfen den Studierenden, Felder zu erforschen, die interessant, aber wenig beackert sind. Die Ergebnisse adäquat und anspruchsvoll aufzubereiten, ist der nächste Schritt. Wenn das, was die Studierenden erarbeitet haben, dann über den Kreis der Lehrveranstaltung hinaus bekannt gemacht wird, sei es durch eine Veröffentlichung oder durch eine interdisziplinäre Studierenden-Tagung, ist meine Lehre schon in gemeinsames Lernen und Forschen übergegangen.

Eine wichtige Erfahrung für diese Form der Lehre war für mich ein einwöchiger "Crash-Kurs" an der Universität der Kaos-Piloten in Århus (Dänemark). Dort arbeiten Studierende von Anfang an in realen Projekten für reale Auftraggeber und lernen das Navigieren durch das Chaos der Projektverwirklichung. Meistens geht es gut, manchmal nicht. Aber auch aus missglückten Projekten kann man viel lernen. Doch die erfolgreichen Projekte sind natürlich schöner und sehr eindrucksvoll.

Natürlich gibt es auch Lehrveranstaltungen und Lernsituationen, die nicht gleich in ein großes Projekt münden können. Eine „Einführung in die japanische Geschichte“ für Erstsemester möchte ich trotzdem nicht in einen einseitigen Kurs ausarten lassen, indem ich als Dozent den Studierende einfach Geschichte und Geschichten erzähle. Mit unterschiedlichen didaktischen Methoden möchte ich vielmehr auch in solchen Seminaren deutlich machen, dass sich unmittelbar Praxisbezüge herstellen lassen. Wenn die Studierenden einen Werbeprospekt für eine fiktive Studienreise zu Orten der Frühgeschichte Japans erstellen, lernen sie, Inhalte spannend aufzubereiten. Und quasi ganz nebenbei erarbeiten sie sich auch den Stoff, tauschen sich darüber aus und entscheiden selber, was wichtig ist.

Auf der rechten Seite finden sich Links zu weiteren Bereichen meines Lehrportifolios.