INSTITUT FÜR MODERNES JAPAN

Lehrportfolio Dr. Ina Hein

Lehren – und Lernen – ist etwas sehr persönliches. Entsprechend haben sich meine ersten Ideen dazu, wie „gute Lehre“ aussehen sollte, zunächst aus eigenen (guten wie schlechten) Erfahrungen als Schülerin und Studentin entwickelt.

Ich hatte das Glück, die drei Jahre bis zum Abitur an einer Schule mit einer sehr freien Lernatmosphäre verbracht zu haben, wo wir in der Regel ein ausgesprochen gutes, gleichberechtigtes und vertrauenvolles Verhältnis zu den Lehrenden hatten. Mich hat damals besonders ein Lehrer sehr beeindruckt, der uns kein ‚fertiges Wissen‘ präsentierte, das dann  ‚nachgekaut’ werden musste; statt dessen hat er uns dazu gebracht, dieses Wissen selbst zu produzieren, und uns ermutigt, eigene Ideen zu entwickeln.

Aber natürlich gab es Erfahrungen, aus denen ich dann später auch abgeleitet habe, wie ich meine Lehre nicht machen möchte. Drei Punkte habe ich in meinem eigenen Studium als problematisch empfunden, nämlich wenn Lehrende einen sehr autoritären Unterrichtstil gepflegt haben, wenn die Seminare unstrukturiert bzw. ungeplant wirkten, und wenn man sich nicht offen mit Fragen und Problemen an die Lehrenden wenden konnte.

Daraus hat sich später, als ich selbst direkt nach meinem Magisterabschluss zum ersten Mal an einer Universität unterrichtet habe, ein ganz bestimmtes Verständnis von meiner Rolle als Lehrende entwickelt. Ich sehe mich nicht als ‚allwissende‘ Person, die den Studierenden einen bestimmten Stoff präsentiert und ‚einzutrichtern‘ versucht. Statt dessen setze ich in meinen Seminaren auf aktivierende Methoden und versuche, die Studierenden zu einem großen Teil eigenverantwortlich arbeiten zu lassen. Meistens habe ich deshalb auch keine vorgefertigten „Musterlösungen“ parat – sondern versuche die Seminare so zu gestalten, dass wir bestimmte Inhalte gemeinsam erarbeiten und diskutieren, und daraus dann ggf. auch neue, weiterführende Fragen entwickeln. Dabei lerne ich selbst auch immer wieder Neues dazu.

Ein ganz wichtiges Ziel ist für mich erreicht, wenn es mir gelingt, Lust und Interesse an den in meinen Seminaren behandelten Themen zu wecken. Denn Spaß an einer Sache zu haben ist die beste Voraussetzung zum Lernen!

Seit ich an der HHUD bin, habe ich sehr von den Angeboten des Weiterbildungsprogramms „Professionelle Lehrkompetenz für die Hochschule“ profitiert. Die verschiedenen Workshops motivieren sehr dazu, neue Ideen zur abwechslunsgreichen Gestaltung von Lehre zu entwickeln. Inzwischen habe ich das Basis- und das Vertiefungsmodul dieses Programms abgeschlossen. Zur Zeit widme ich mich nun dem Erweiterungsmodul und versuche, mich bei der Gelegenheit auch mit Möglichkeiten des Einsatzes von eLearning-Elementen zur Unterstützung meiner Lehrveranstaltungen vertraut zu machen.

Auf der rechten Seite finden sich Links zu weiteren Bereichen meines Lehrportifolios.