Interdisziplinäres und interkulturelles Potential
Als Regionalwissenschaft hat es das Fach Modernes Japan mit sehr komplexen Strukturen und Prozessen zu tun, denen nur durch ein interdisziplinäres Forschungs- und Lehrkonzept entsprochen werden kann. Dies erfordert in besonderer Weise die Zusammenarbeit mit anderen Fächern. Da an der HHU die Beschäftigung mit Japan in verschiedenen Fächern eine wichtige Rolle spielt, sind die Voraussetzungen für eine interdisziplinäre Zusammenarbeit in wechselseitigem Austausch gegeben. Das Fach Modernes Japan versteht sich deshalb zunehmend auch als Knoten- und Vernetzungszentrum für die vielfältige Beschäftigung mit Japan an der HHU.
Das große Potential des Fachs Modernes Japan für die Entwicklung eines fächerübergreifenden Lehrangebots und für interdisziplinäre Forschungsansätze zeigt sich auch in seiner methodologischen Ausrichtung: Auf der Grundlage der Verbindung kulturwissenschaftlicher und sozialwissenschaftlicher Ansätze bilden die Interkulturalität und die Kategorie der kulturellen Fremdheit einerseits und Gender Studies andererseits die methodologischen Bezugspunkte für Frage- und Problemstellungen. Dies ermöglicht nicht nur neue Zugänge zur japanischen Gesellschaft und Kultur, sondern auch die interdisziplinäre Vernetzung mit anderen Fächern. Ein solcher Lehr- und Forschungsansatz, der den neuen sozialen, kulturellen, wirtschaftlichen und technologischen Entwicklungen ebenso wie den neuen beruflichen Anforderungen entspricht, soll auch dazu dienen, den Studierenden Qualifikationen zu vermitteln, die ihnen eine neue und kritische Sicht auf die Probleme der Modernisierung ermöglichen und den Zugang zu neuen Berufsfeldern in der entstehenden globalen Informationsgesellschaft öffnen.
