Neues vom Bachelor Plus: Sechster Jahrgang

Das Projekt „Bachelor Plus: Kultur- und Sozialwissenschaftliche Japanforschung“, das durch den DAAD gefördert wird, besteht am Institut für Modernes Japan bereits seit 2010. Im WiSe 2016/17 tritt bereits der sechste Jahrgang von Bachelor Plus-Studierenden das Auslandsstudium in Japan an.

Gruppenbild klein

v.l.n.r. Prof. Dr. Shingo Shimada, Jan Meier, Vu Thuy Doan Huynh, Jan Hausmann, Florian Bruns, Christoph Winnefeld (Elternzeitvertretung für Frau Uike-Bormann), Peter Bernardi

Am 24. Mai 2016 trafen sich die Studierenden des seschsten Jahrgangs bei Kaffee und Kuchen mit dem BA+ Projektteam. Die Studierenden absolvieren in diesem Semester das Vorbereitungsseminar „Einführung in die empirische Japanforschung“ und haben dort die Möglichkeit, alle Fragen rund um die Organisation und Durchführung ihres Forschungsvorhabens in Japan auszuräumen. Auch dieser Jahrgang hat viele interessante Forschungsvorhaben im Gepäck und wir freuen uns auf die gemeinsame Forschungsphase ab dem WiSe 2016/17.

 

BA Plus Five Questions

Im Alter mit Fremden zusammenleben?

Heute stellen wir das Forschungsprojekt einer Studentin aus dem fünften Jahrgang des Bachelor Plus vor, Frau Denise Schieberl. Vor ihrem Japanaufenthalt hat Frau Schieberl den Vorbereitungskurs im Rahmen des Bachelor Plus absolviert. Im Zuge Ihrer Vorbereitungen konnte Frau Schieberl ihr Forschungsvorhaben weiter fokussieren und entschloss sich schließlich, sich anhand einer qualitativen Studie mit „alternativen Wohnformen für japanische Senioren“ auseinanderzusetzen. Frau Schieberl ist seit dem WiSe 2015/16 Ihrem Forschungsprojekt„Alternative Wohnformen für Senioren in japanischen Großstädten am Beispiel Tokyo im Hinblick auf den demographischen Wandel: Mehrgenerationenwohnen als Zukunftsmodell?“ an der Keiô Daigaku in Tôkyô nachgegangen.

Frau Schieberl, was versteht man unter Collective Housing?

Collective Housing bzw. Mehrgenerationenwohnen ist eine Form des gemeinschaftlichen Wohnens, bei der Menschen unterschiedlichsten Alters, Nichtverwandte aber teilweise auch Familien, miteinander leben, sich gegenseitig unterstützen und gemeinsam Veranstaltungen durchführen. Es gibt bei dieser Wohnform sowohl private Räume, als auch Gemeinschaftsräume, die allen Bewohnern zur Verfügung stehen.

Wie sind Sie auf dieses Forschungsthema aufmerksam geworden?

Durch eine Fernsehdokumentation über ein Mehrgenerationenwohnprojekt in Deutschland, die ich sehr interessant fand, bin ich auf das Thema aufmerksam geworden. Da ich gern ein Projekt zu einer aktuellen gesellschaftlichen Fragestellung in Japan bearbeiten wollte und dort gerade sehr ähnliche demographische Prozesse ablaufen wie in Deutschland, fragte ich mich, ob es diese Wohnform wohl auch in Japan gäbe. Da dies tatsächlich der Fall war, habe ich beschlossen, weiter zu recherchieren und wollte zu diesem Thema letztendlich auch forschen.

Vor Ort in Japan, wie hat sich da Ihr Feldzugang vollzogen?

Da ich bereits in Deutschland von einem Mehrgenerationenhaus in Tokio namens Kankan Mori gehört hatte und dort am liebsten meine Forschung durchführen wollte, habe ich mich über die Homepage dieses Hauses zunächst zu einem allgemeinen Besichtigungstermin angemeldet. Bei diesem gab es einen Vortrag über das Haus sowie eine Hausführung. Dort habe ich mit einigen Verantwortlichen über mein Forschungsvorhaben sprechen können, woraufhin ich einen Anmeldebogen zugeschickt bekam. Nachdem ich mich bei einer weiteren Versammlung vorgestellt hatte und meine Anmeldung akzeptiert wurde, durfte ich zunächst an einigen Veranstaltungen, wie gemeinsamen Abendessen, teilnehmen und schließlich Interviews mit Bewohnern führen. Parallel dazu habe ich mich auch mit Dozenten an meiner japanischen Universität in Verbindung gesetzt, über welche ich weitere Kontakte zu Forschern dieses Themengebietes schließen konnte.

Wie geht es in den letzten Monaten Ihres Aufenthaltes weiter?

Auch nach Abschluss meiner Interviews im Kankan Mori durfte ich noch einige Male an verschiedenen Veranstaltungen des Hauses teilnehmen. Auch diesen Monat darf ich noch einmal wiederkommen und einer Jubiläumsveranstaltung beiwohnen. Desweiteren würde ich in meiner restlichen Zeit in Japan gerne noch mindestens ein Experteninterview führen, u.a. mit einer Doktorandin an meiner japanischen Universität, die sich mit einem ähnlichen Thema beschäftigt. Ansonsten ist noch weitere Literaturrecherche zu meinem Forschungsfeld geplant, da es in Deutschland nicht mehr so einfach sein wird, an japanischsprachige Quellen heranzukommen.

Abgesehen von Ihrer Forschung und Ihren Studien gibt es etwas, das Sie in Japan gerne noch machen möchten bevor Sie nach Deutschland zurückkehren?

Vor meiner Rückkehr nach Deutschland würde ich vor allem gerne noch ein bisschen innerhalb Japans reisen. Unter anderem plane ich einen Trip nach Ise und ich möchte gerne noch einmal nach Kyoto reisen, sowie mir Hiroshima anschauen. Auch in Tokio gibt es noch unzählige Ecken, die ich bisher noch nicht sehen konnte.
Außerdem habe ich während meiner Zeit in Japan viele tolle Menschen sowohl aus Japan als auch aus vielen anderen Ländern der Welt getroffen. Mit diesen möchte ich in meiner verbleibenden Zeit noch so viel wie möglich unternehmen, und hoffe, dass auch nach Ende meines Japanaufenthaltes der Kontakt nicht abbricht und ich einige davon bald wiedersehen kann.

Weitere Informationen zum Kankan Mori finden Sie hier.

 

Wichtige Infos zur Master-Bewerbung 2016

MANoch ist reichlich Zeit, doch falls Sie sich für unseren Master-Studiengang ab dem Wintersemester 2016/17 interessieren, sollten Sie sich bereits jetzt Gedanken über Ihre Bewerbung machen. Grundsätzlich gilt: Alle Bewerber/innen melden sich bei unserem Bewerbungsportal an und laden dort bis spätestens 15. August ihre Dokumente hoch.

 


Fall A: Sie haben zu dem Zeitpunkt bereits alle Leistungen aus dem BA-Studium erbracht

In diesem Fall ist die Bewerbung sehr einfach. Sie laden alle Ihre Dokumente hoch und erhalten von uns (nach der Sitzung der Eignungsfeststellungskommission) die Bescheinigung über die Eignung für den Studiengang, sofern Sie die Voraussetzungen erfüllen.

Fall B: Sie haben noch nicht alle Leistungen erbracht bzw. es stehen noch Noten aus
In diesem Fall ist eine „vorläufige Einschreibung“ möglich. Hierfür müssen allerdings alle ausstehenden Arbeiten bis spätestens 30. September abgegeben werden und die fehlenden Noten müssen innerhalb des ersten Fachsemesters nachgereicht werden.

Für alle, die es ganz genau wissen möchten, sind die wichtigsten Fragen rund um die Eignungsfeststellung und die vorläufige Einschreibung in einem FAQ für Studierende (Pdf-Datei) zusammengefasst.

Aufführung von Brechts „Fatzer“ von der japanischen Theatergruppe Chiten

Foto: Hisaki Matsumoto

Foto: Hisaki Matsumoto

Am Freitag 8. Juli und am Samstag 9. Juli gibt es in Mühlheim eine tolle Gelegenheit Theater auf Japanisch zu erleben! Im Zuge der „Fünften Mülheimer Fatzer Tage“ führt die japanische Schauspielgruppe Chiten das Theaterstück Fragment Fatzer von Berthold Brecht auf Japanisch mit Deutschen Übertiteln auf. Unterstützt wird sie durch die Rockband kukangendai.

Das Stück Fatzer handelt von einer Gruppe von Soldaten, die während dem ersten Weltkrieg desertieren und sich in Mühlheim bei der Ehefrau von einem der Soldaten verstecken. Dort warten sie auf die Revolution und versuchen, gemeinsam die neue Gesellschaft vorzubereiten. Widerstreitende Interessen und der Charakter von Fatzer, dem charismatischen aber auch unzuverlässigen Anführer der Gruppe, führen jedoch zu schweren Konflikten. Brechts Aussage des Stücks lautet: Der Bestand jedes zivilisatorischen Guts, jedes gesellschaftlichen Fortschritts ist ungesichert.

Die Schauspielgruppe Chiten besteht aus jungen Theatermacher/innen und dem Regisseur Miura Motoi aus Kyôto. Sie haben bereits in verschiedenen Ländern Europas Gastspiele gegeben und sind nun zum ersten Mal in Deutschland. Ihre Inszenierungen zeichnen sich durch einen musikalischen Umgang mit Sprache aus, bei dem Tonfall und Rhythmus eine große Rolle spielen. Ein besonderes Extra ist bei dieser Aufführung die Zusammenarbeit mit der Rockband kukagendai, die die akustische Ebene verstärken.

Die „Mülheimer Fatzer Tage“ werden seit 2011 im Ringlokschuppen Ruhr veranstaltet. Jedes Jahr wird das insgesamt mehr als 500-seitige Fragment Der Untergang des Egoisten Johnann Fatzer von Berthold Brecht unter verschiedenen Fragestellungen beleuchtet.

Einführung
Fr. 08. Juli 2016, 19.30 Uhr
Prof. Dr. Günther Heeg (Theaterwissenschaft Leipzig): Japanisches Theater

Vorstellungen
Fr. 08. & Sa. 09. Juli 2016, 20.00 Uhr
Bühne 1 Japanisch mit deutschen Übertiteln

Eintritt
Vvk 12 € /erm. 6 €| Ak 15 € /erm. 8 € | Gruppe (ab 5 Personen) 5 € | Kombiticket ab 12 €

Ausschreibung: Tutorenstellen Modernes Japan WiSe 2016/17

Zum Wintersemester 2016/17 werden für das Orientierungstutorium Anfang Oktober und die semesterbegleitenden Tutorien acht Tutoren/innen gesucht.

Voraussetzungen:

Sie finden sich gut in Ihrem Studium zurecht, möchten anderen den Einstieg ins Studium erleichtern und haben Interesse an der Vermittlung von studienrelevanten Inhalten

  • Sie haben Japanisch II, MRG und ein Themenmodul erfolgreich abgeschlossen
  • Sie erklären sich bereit, an zwei jeweils eintägigen Tutorenschulungen teilzunehmen (verpflichtend; am 24.8. und 28.09.)

Aufgaben:

  • Vorbereitung und Durchführung des Orientierungstutoriums in der Woche vor Vorlesungsbeginn (10.-14. Oktober 2016)
  • Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung der semesterbegleitenden Tutorien (10 Sitzungen) sowie Teilnahme an den Tutorien-Besprechungen während des Semesters
  • Ansprechpartner/in für die Erstsemester bei Fragen zum Studieneinstieg und zur Orientierung auf dem Campus

Vergütung und Zertifikate:

  • Es werden vier Stunden pro Woche als Studentische Hilfskraft vergütet (9,50 Euro pro Stunde, ca. 165 Euro pro Monat; für insgesamt ca. vier Monate); darin sind die Vorbereitung, Durchführung, Nachbereitung der Tutorien sowie die Teilnahme an den Schulungen enthalten
  • Alle Tutoren/innen erhalten auf Wunsch ein Zeugnis vom Institut für Modernes Japan über die Tutorentätigkeit
  • Wenn Sie zusätzliche Leistungen erbringen/Workshops besuchen, können Sie sich die Tutorentätigkeit im fachübergreifenden Wahlpflichtbereich anerkennen lassen oder ein Verbundzertifikat „Fachtutor“ erwerben

Bewerbungsfrist:

  • bis zum 30.06.2015 bei Christoph Winnefeld
  • Abgabe als PDF per Mail an cwinnefeld@phil-fak.uni-duesseldorf.de

Bewerbungsunterlagen:

  • Kurzes Motivationsschreiben
  • Kurzer Lebenslauf mit Lichtbild
  • Aktuelle Leistungsübersicht

Bei Interesse fragen Sie bitte bei der Tutoriumsbeauftragten Jutta Teuwsen (teuwsen@hhu.de) nach.

Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung!

Vorentscheid Heine-Slam mit Beteiligung des Instituts

Bald steht der diesjährige Vorentscheid der Philosophischen Fakultät zum Heine Slam 2016 an! Die Veranstaltung findet Dienstag, den 14.06.2016, um 19h im Haus der Universität statt. Der Eintritt ist frei und jeder ist herzlich willkommen!

Dabei sind dieses Jahr drei Personen in Verbindung mit unserem Institut! Raphael Maes-Vöhringer tritt mit einem Slam für unser Institut an. Auch die Modernes Japan-Studentin Yasemin Akdemir wird auftreten – wohl für die Philosophie. Schließlich wird Jutta Teuwsen moderieren und durch den Abend führen.

Sage und schreibe sechs Slammerinnen und Slammer treten gegeneinander an und das Line-Up ist vielversprechend:

1) Yasemin Akdemir: „Mach ich morgen – Über Sinn und Unsinn der Prokrastination”, Philosophie
2) Nico Hoffmeister: „Für immer Chantal – Wenn ein Name zum Schicksal wird“, Sozialwissenschaften
3) Dominic Jordan „Sexualität im Mittelalter – Maria pack deine Brüste ein“, Geschichte
4) Raphael Maes-Vöhringer „Eine japanische Erfahrung“, Modernes Japan
5) Jasmin Pfeifer: „Thank you for the Music – or not?!“, Linguistik
6) André Weiß: „Schatz, ich geh noch schnell mit dem Roman Gassi! – Zum innigen Verhältnis von Buch und Leser“, Germanistik

Es verspricht also ein wunderbarer Abend zu werden. Erscheinen Sie zahlreich und verhelften Sie unserem Institut dazu, den Pokal im Haus zu behalten!