Medienkulturwissenschaft partizipiert an der historischen Forschung, als Wissenschaft von der Gegenwart medial vermittelter kultureller Prozesse ist sie aber darauf angewiesen, sich ihre Empirie selbst zu erschließen. Eine Überbrückung der Kluft zwischen Theorie und Praxis ist von einer Aufgabe der Distanz und von einer gezielten Einmischung in die kulturelle Realität als theoretisch reflektierter Prozess zu erwarten. Die Entwicklung an dieser Idee orientierter Lehr-, Lern- und Forschungsformen ist verbunden mit der Entwicklung von Formen einer beobachtenden Teilnahme an den kulturellen Ereignissen durch Gruppen von Studierenden. Um die komplizierten Arbeitsprozesse innerhalb des Theaterbetriebes beobachten und analysieren zu können, ist es unabdingbar ganz nah an die Produktionsorte heran zu gehen. Die von Ruth Heynen geleiteten Seminare suchen daher nach Orten außerhalb der Universität, in den Theatern und auf den einschlägigen Bestentreffen und Festivals.
Paris
4. - 9. Februar 2011
