Internationales, interdisziplinäres Symposium 23.-25. April 2012 an der TU Berlin
Das Symposium stellt das Konzept “Diffraktion” (Interferenz, Beugung) der Physikerin und Wissenschaftsforscherin Karen Barad in den Mittelpunkt. Haraway, die den Begriff vorgeschlagen hatte, versteht Diffraktion als optische Metapher, welche die geometrische Optik der Reflektion, auf der kritisches Denken und Reflexivität beruhen, durchbricht. Barad geht über diesen Ansatz der Kritik der Abbildung (oder der Repräsentation) hinaus, indem sie auf physikalische Phänomene – insbesondere aus der Quantenphysik – Bezug nimmt, mit denen sie erkenntnistheoretische, ontologische und ethische Probleme gegenliest. “Diffraction patterns” versprechen neue Perspektiven für die Debatten um das Verhältnis von Diskurs und Materialität, die Dezentrierung des Subjekts und die sprachliche Konstitution der Welt.
40 Teilnehmer_innen werden entlang von drei Sessions folgende Aspekte von Barads Arbeiten diskutieren: 1. ihre Onto-Epistemo-logie, 2. ein neues Denken von Differenzen und ihren Verwicklungen (einschließlich der Verschiebung zur posthumanistischen Performativität) und 3. ihre “Ethics of mattering”. Abschliessend findet ein “Research Speed Dating” statt.
Keynotes
Karen Barad (Professor of Feminist Studies, Philosophy and the History of Conciousness at the University of California, Santa Cruz, USA);
Nina Lykke (Professor of Gender Studies at Linköping University, Schweden)
Veranstalter_innen
Sabine Hark, Corinna Bath, Hanna Meißner (ZIFG an der TU Berlin), Stephan Trinkaus (Medien- und Kulturwissenschaft an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf), Susanne Völker (Geschlechterforschung an der Universität Köln)
Workshop am 27.09-28.09.2011, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Eine Kooperation des Instituts für Medien- und Kulturwissenschaft der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und des Lehrbereichs Methoden der Sozial- und Bildungsforschung und Genderforschung der Universität zu Köln
Im Anschluss an den im letzten Jahr an der Universität zu Köln veranstalteten Workshop „(An-)Erkennen von prekärem Leben“, soll der diesjährige Workshop „Das Prekäre (be-)schreiben“ unterschiedlichste Wege im Umgang mit dem Prekären zur Diskussion stellen. Dabei greift er den methodischen Schwerpunkt des letzten Workshops auf, versucht aber sowohl der empirischen Dimension, als auch dem Ereignishaften des Schreibens und Beschreibens Rechnung zu tragen. Der Workshop soll so Gelegenheit bieten, eigene empirische und theoretische Versuche des Schreibens und Beschreibens des Prekären vorzustellen und gemeinsam zu diskutieren.
Der Flyer der Tagung als PDF
Dr. Stephan Trinkaus
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Philosophische Fakultät, Institut für Medien- und Kulturwissenschaft, Universitätsstr. 1, 40225 Düsseldorf
Prof. Dr. Susanne Völker
Universität zu Köln, Methoden der Bildungs- und Sozialforschung unter bes. Berücksichtigung der Genderforschung, Institut für vergleichende Bildungsforschung und Sozialwissenschaften, Humanwissenschaftliche Fakultät, Richard-Strauß-Str. 2, 50931 Köln
Im Sinne der Arbeitsfähigkeit ist die Teilnehmerzahl auf 30 begrenzt.
Anmeldung unter: anja.benkschuni-duesseldorfde
Zum Lageplan der HHU (Heinrich-Heine-Universität)
Eine Tagung im Rahmen von TEMPS D’IMAGES am Freitag den 21.01.2011, 10h - 18 h, tanzhaus nrw
Das tanzhaus nrw veranstaltet vom 11. bis 22. Januar 2011 zum sechsten Mal das europäische Tanzfestival TEMPS D’IMAGES. Das Festival rückt den zeitgenössischen Tanz in den Kontext einer medial geprägten Gegenwart und widmet sich so neuen Kunstformen an der Schnittstelle von Tanz, Theater, Film und Medienkunst.
Wie in den Jahren zuvor, wird im Rahmen von TEMPS D’IMAGES und in Zusammenarbeit mit dem Institut für Medien- und Kulturwissenschaft der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf eine interdisziplinäre Fachtagung ausgerichtet.
Unter dem Titel „Sinneswandel. Transformationen der Wahrnehmung in Tanz und Medien“ widmet sich die diesjährige Tagung den verschiedenen Strategien und Transformationsprozessen der Wahrnehmung im Rahmen der von TEMPS D’IMAGES fokussierten Verbindungen von medialen und performativen Künsten. Einhergehend mit dem historischen Wandel und der Auflösung von Grenzen zwischen Tanz, Theater und neuen Bildmedien hat sich das Thema der Wahrnehmung längst zu einem zentralen Topos herausgebildet. Die Verbindung von Medien und performativer Kunst hat neue theatrale Formen und Wahrnehmungsweisen entstehen lassen und einen vielschichtigen Diskurs eröffnet.
Als Referenten für die Tagung sind Martina Leeker, Timo Skrandies, Sabine Schouten und Heike Sperling eingeladen. Im Sinne des interdisziplinären Charakters der Tagung werden die wissenschaftlichen Beiträge durch Lecture Performances von Christiane Berger und Silke Z. (zusammen mit Dominik Siebel) ergänzt.
Weitere Informationen

Eine Tagung des Forschungsprojektes „Wiederkehr der Folter?" am 11. und 12. November 2010
Heinrich-Heine-Institut, Bilker Str. 12-14, 40213 Düsseldorf
Das Forschungsprojekt "Wiederkehr der Folter?" ist ein interdisziplinäre Studie über eine extreme Form der Gewalt, ihre mediale Darstellung und ihre Ächtung“, gefördert von der VolkswagenStiftung im Rahmen des Förderprogramms „Schlüsselthemen der Geisteswissenschaften“
Bilder von Folterungen und von gemarterten Körpern kennen wir seit der Antike, doch in den vergangenen Jahren häufen sich Bilder und Narrationen in Literatur und Film. Diese zunehmende mediale Präsenz steht in einem widersprüchlichen Verhältnis zu den Ergebnissen aus der medizinischen und psychologischen Forschung über die körperlichen, psychischen, sozialen und insbesondere kognitiven Auswirkungen der Folter auf die Opfer. Denn Gedächtnisleistungen und Erinnerungsfähigkeit werden durch die Extremtraumatisierung nachhaltig gestört. Traumatisierte können erst allmählich eine verbale Erzählung aus ihren sensorisch-affektiven Erinnerungen konstruieren. Woher genau kommen also die „Darstellungen“ des „nicht Darstellbaren“, welche Übersetzungen finden wir vor und wie verhalten wir uns gegenüber diesen Narrationen? Kulturelle Narrationen suchen nicht selten in extremen traumatischen Ereignissen eine Art Verankerung. Wie ist diese Spannung zu verstehen? In welcher Beziehung stehen psychische und mediale Repräsentationen der Folter? Welches Verhältnis besteht zwischen Bild, Szene und Narration der Folterrealität und der medialen fiktiven Verarbeitung?
Prof. Dr. phil. Reinhold Görling, Institut für Medien- und Kulturwissenschaft, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Prof. Dr. med. Johannes Kruse, Klinik für Psychosomatik und Psychotherapie der Justus-Liebig-Universität Gießen
Keynote: Dori Laub (New Haven), Referenten und Referentinnen: Rosmarie Barwinski (Winterthur), Julia Bee (Düsseldorf), Reinhold Görling (Düsseldorf), Franziska Henningsen (Berlin), Linda Hentschel (Berlin), Angela Koch (Bochum), Johannes Kruse (Gießen), Franziska Lamott (Ulm), Elke Mühlleitner (Gießen), Christian Schneider (Frankfurt), Mechthild Wenk-Ansohn (Berlin), Volker Woltersdorf (Berlin), Michaela Wünsch (Berlin), Dima Zito (Düsseldorf)
Kontakt: Julia Bee, M.A., Institut für Medien- und Kulturwissenschaft, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Universitätsstr. 1, 40225 Düsseldorf, Email: julia.beephil-fak.uni-duesseldorfde
Dr. Elke Mühlleitner, Klinik für Psychosomatik und Psychotherapie, Justus Liebig-Universität Gießen, Friedrichstraße 33, 35392 Gießen, Email: elke.muehlleitnergmxde
Weitere Informationen und das Programm erhalten Sie hier (Auf der Seite zur Studie "Wiederkehr der Folter?")
30.9.-2.10.2010, Weimar
Das diesjährige Rahmenthema ist "Loopings". Eines der Panel wird von Reinhold Görling geleitet und stellt Düsseldorfer Forschungsansätze zum Thema "Gewalt, Relationalität, mediale Reflexivität" vor.
Abstract: Gewalt, Relationalität, mediale Reflexivität; Moderation: Reinhold Görling (Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf)
Wenn es richtig ist, dass der Mensch in einem steten Austauschprozess mit seiner Umgebung steht und dass seine Subjektivität aus einer Bewegung der Faltung, der selbstbezüglichen Bewegung dieser Relationalität auf sich zu verstehen ist, dann müssen Bilder, im visuellen, aber auch im sprachlichen und szenischen Sinne, eher als direkter Ausdruck von Relationalität und weniger als Repräsentation von Beziehungen verstanden und analysiert werden. Kulturelle Bilder sind Einschreibungen solcher Beziehungen, über die eine interpersonelle Verständigung möglich wird. Daraus entsteht der Aspekt der Repräsentation, der letztlich aber doch wiederum als eine Faltungsbewegung bestimmt werden muss. Damit stellt sich aber zum einen sehr direkt die Frage nach der Medialität der Relationalität und bzw. ihrer Einschreibungen. Wenn Relationalität ein Prozess ist, ein Werden, dann bilden die Einschreibungen Verzögerungen, Widerstände, Rahmen, die doch auch wieder in immer wieder neuen Zusammenhängen aktualisiert und verändert werden. Sie sind wahrscheinlich auch kaum ohne Bezug auf einen Modus der Wahrnehmung oder Erfahrung zu bestimmen. Lassen sich mediale Formen des Films, des Fernsehens, der Musik als solch ein Spiel von Verzögerung und Beschleunigung, Erinnerung und Apperzeption beschreiben? Zum anderen ist eine Folge des grundsätzlichen Angewiesenseins des Subjekts auf einen steten mentalen und körperlichen Austauschprozess mit seiner Umgebung seine Verletzbarkeit. Diese Ausgesetztheit des Subjekts, wie sich sowohl mit Emmanuel Lévinas als auch mit Judith Butler sagen ließe, ist die Bedingung von Sozialität ebenso wie die Möglichkeit ihrer gewaltsamen Bedrohung oder gar Zerstörung. Wenn Gewalt als eine Ausnutzung und Zerstörung der Relationalität begriffen werden muss, wie lassen sich dann Bilder der Gewalt verstehen? Sind sie Widerstände gegen die Zerstörung von Relationalität, sind sie Repräsentation, die sich an die Stelle der Bilder des Werdens setzen, sind sie selbst zerstörerisch? Wie ist das Verhältnis von affektiver Ansprache oder gar Überwältigung und medialer Reflexivität?
Voraussichtliche Beiträgerinnen und Beiträger: Julia Bee, Lisa Handel, Maximilian Linsenmeier, Dominik Maeder, Sven Seibel, Stephan Trinkaus
Nähere Informationen auf der Homepage der GfM
Interdisziplinäre und internationale Fachtagung am 15.-17. April 2010
Das Institut für Medien- und Kulturwissenschaft und das Institut für Anglistik in Zusammenarbeit mit dem Schauspielhaus Düsseldorf
Wir verstehen unter Gewalt eine Kraft, die auf soziale Wesen und auch auf kulturelle Verhältnisse von außen einwirkt, um sie seiner eigenen Ausdrucksfähigkeiten zu berauben, sie stumm zu machen oder zu zerstören. Gewalt drückt dem, auf das es wirkt, den eigenen Stempel auf, sie entstellt es. Aber sie hat vermutlich gar keine eigene Repräsentation. Sie wirkt als Macht, weil sie die Ausdrucksformen anderer zerstört.
Da sich soziale und kulturelle Verhältnisse über ihre Ausdrucksformen schaffen und regulieren, tradieren und verändern, kann Gewalt als eine Einschreibung in diese Ausdrucksformen, ihre Störung oder auch Ersetzung begriffen werden. Das geschieht in performativen Akten, also in szenischen oder theatralen Konstellationen. Andererseits gehört es zu den grundlegenden Leistungen von Kultur, diesem Wirken der Gewalt Bilder, Erinnerungen und Erzählungen entgegenzusetzen, die mit dem Festhalten der Zerstörung auch eine Erinnerung an den verlorenen Ausdruck, mit dem Verlust auch eine Weise der Präsenz schaffen. Rituale der Bestattung gehören zu den frühesten Beispielen von Kultur. Wie stabil ist diese Differenz zwischen der Theatralität von Gewalt und der theatralen Vergegenwärtigung von Gewalt und ihrer Wirkung? Macht es einen Sinn, von einer Gewalt der Theatralität zu sprechen? Call for Papers / Weitere Informationen
Eine Tagung im Rahmen von TEMPS D‘IMAGES
15. Januar 2010
Das tanzhaus nrw veranstaltete vom 07. bis zum 17. Januar 2010 zum fünften Mal das europäische Tanzfestival TEMPS D’IMAGES. Mit jährlich wechselnden Themenschwerpunkten rückt TEMPS D‘IMAGES den zeitgenössischen Tanz in den Kontext einer medial geprägten Gegenwart und widmet sich so neuen Kunstformen an der Schnittstelle von Tanz, Theater, Film und Medienkunst.
Wie in den Jahren zuvor, wurde auch diesmal im Rahmen von TEMPS D’IMAGES und in Zusammenarbeit mit dem Institut für Medien- und Kulturwissenschaft der Heinrich-Heine- Universität Düsseldorf eine interdisziplinäre Tagung ausgerichtet. Es wurde sowohl theoretisch als auch praktisch über das komplexe und vielgestaltige Verhältnis von zeitgenössischem Tanz und transdisziplinärer Kunstentwicklung reflektiert.
Unter dem Titel framing.art. widmete sich die diesjährige Tagung am 15. Januar 2010 dem Themenschwerpunkt der Rahmungen und Rahmungsstrategien in den Künsten.
Weitere Informationen
Vom 1. bis 3. Oktober 2009 findet in Wien die Jahrestagung der Gesellschaft für Medienwissenschaft statt. Sie hat das Thema "Welche Sinne machen die Medien". Das Institut für Medien- und Kulturwissenschaft führt auf der Tagung ein Panel mit dem Titel "Synästhesie, Simulation: Medien als Praktiken der Verknüpfung" durch. Weiter Informationen auf der Homepage der Gesellschaft für Medienwissenschaft. [hier]
Internationale Konferenz am 25. und 26. Juni 2009 an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Folter bedroht die sozialen Grundlagen unserer Gesellschaften, weil die intendierte Zerstörung der Integrität eines Menschen die Basis eines notwendigen sozialen Vertrauens angreift. Sie wirkt unmittelbar zerstörerisch auch auf die sozialen Gruppen, die mit den Opfern von Folter in Beziehungen stehen. In ihrer traumatischen Wirkung, in ihrer Zerstörung oder nachhaltigen tiefen Beeinträchtigung der psychischen und sozialen Grundlagen des Lebens kann die Erfahrung der Folter nicht in das Leben der Opfer integriert werden. Folter ist von daher nicht nur in ihrer theatralen Inszenierung eine direkte Einschreibung von Geschichte in den Körper des Opfers. Sie reißt Wunden in die Welt der Opfer und ihrer Gemeinschaften. Sie ist eine Erfahrung, die nicht in eine soziale Vorstellung von Welt integriert werden kann und gerade deshalb die Beteiligten in die Geschichte bindet. Wie ein Wiederholungszwang versperrt sie die Zukunft. Weitere Informationen | further information
Interdisziplinärer Workshop am 6. und 7. Februar 2009 am Institut für Medien- und Kulturwissenschaft der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
VJing (von visual jockey) eröffnet durch Formen der Verschränkung mehrerer ästhetischer Ebenen (Licht, Musik, Bild) und dem Einsatz digitaler Medientechnik neuartige Möglichkeiten der Wahrnehmung und Raumerfahrung.
Der Workshop am Institut für Medien- und Kulturwissenschaft hatte das Ziel, Wirkungsweisen und Implikationen von VJing als zeitgemäßer Form der Medienkunst im öffentlichen Raum nachzuspüren. Dabei fanden grundlegende Fragen der Bildwahrnehmung und der visuellen Kommunikation ebenso Berücksichtigung wie Schnittstellen zu aktuellen Anwendungsfeldern der Medienkunst und Medientechnologie im öffentlichen Raum.
Weitere Informationen
Deutsch-Französisches Kolloquium "Produktion von Kultur" am 6. und 7. November 2008, Düsseldorf, Palais Wittgenstein
Technische und wirtschaftliche Produktion stellen wir uns als einen geregelten und geplanten Prozess vor; dagegen verbinden wir die Konzepte kreativer Produktion nicht erst seit der Romantik mit einem Moment der Improvisation und des Unbestimmbaren. Diese Differenz zwischen Wirtschaft und Technik auf der einen, Kunst, Wissenschaft und Bildung auf der anderen Seite prägt nach wie vor unsere Vorstellungen, doch geht es längst nicht mehr, einzelne Felder der Produktion einer dieser Seiten zuzuschlagen.
Die Wahrnehmung einer solchen Differenz hilft, die der eigenen Praxis impliziten Setzungen zu verstehen und potentielle Konvergenzen zu erkennen. Das deutsch-französische Kolloquium wird dieses Verhältnis von Produktion und Kultur in den theoretischen Konzepten, in historischen Praktiken und aktuellen Abläufen im Kulturbetrieb untersuchen. Weitere Informationen
Auf der Jahrestagung 2008 der Gesellschaft für Medienwissenschaft, die vom 4. bis 6. Oktober an der Ruhr-Universität Bochum unter den Thema "Was wissen die Medien" stattfand, organisierten Prof. Dr. Reinhold Görling und Dr. Stephan Trinkaus ein Panel zum Thema "Psychische Repräsentation und Medialität". Weitere Informationen und Abstract der Panel

Kooperationsveranstaltung des Institutes für Medien- und Kulturwissenschaft der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und dem tanzhaus NRW, 02. November im Düsseldorfer tanzhaus nrw
Nach der Tagung zur "Geste" im letzten Jahr, ist "BildBewegung" nun die zweite Spur, die wir im Spannungsfeld von Medialität, Bildkunst und Tanz verfolgen wollten. Es ging auch dieses Mal nicht rein akademisch zu: Beiträge von Künstlern durften nicht fehlen. Zudem wurde die Tagung eingerahmt von einem vollen und faszinierenden Veranstaltungsprogramm des tanzhauses und dessen internationalen Festivals "Temps d'image" - siehe auch: www.tanzhaus-nrw.de/ Weitere Informationen

Institut für Medien- und Kulturwissenschaft der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
in Zusammenarbeit mit dem tanzhaus NRW Düsseldorf, 30.11.2006 bis 02.12.2006
Gesten machen den Körper – für sich und für andere - wahrnehmbar, ohne dass ein narrativer Zusammenhang bestehen muss. Diese unmittelbare Theatralisierung des Körpers ist auch unabhängig von der Wahrnehmung eines intentionalen Verhaltens. Im Gegenteil: Der Begriff der Geste, oder, mit Bertolt Brecht, des Gestus, zielt auf die Loslösung des Körpers aus der Vorgängigkeit von Geschichten. Keine Intrige bestimmt oder motiviert das Verhalten, die Geste selbst verwickelt den Körper, den eigenen und den anderen, in eine Intrige. Sie setzt sie in eine reflexive Bewegung. In diesem Sinne kann man auch sagen, die Geste ist eine Verknüpfung, durch sie werden die Punkte einer Gerade oder einer Kurve zur Linie. Sie setzt Wahrnehmung als Selbstaffektion ebenso voraus wie sie Wahrnehmung ermöglicht.
Historisch scheinen Gesten in allen visuellen und performativen Künsten, in der Literatur, aber auch in den Humanwissenschaften wie etwa der Psychologie um so mehr Beachtung zu finden, je unbestimmter die Handlungszusammenhänge der Menschen sind. In der Kontingenz wird die Geste zum Ausdruck für das, was ohne Ausdruck bleibt. Insoweit wird die Geste zu einem vielfachen Grenzphänomen: Die Geste ist Schwelle der Wahrnehmbarkeit.
Der Workshop soll sich nun vor allem zweier Künste und ihrer Beziehungen im Hinblick auf ein Verständnis der Geste widmen: dem Kino und den Tanz. Weitere Informationen
-workshops, concert, congerss - in Zusammenarbeit mit der Heinrich-Böll-Stiftung NRW, Düsseldorf - 28. bis 30. April 2004
Die Ausdrucksformen des Hip-Hop sind durch die transkulturellen und sozialen Prozesse geprägt, die ihren Anfang in den Straßen der Bronx Ende der 70er Jahre in den USA nahmen. Mittlerweile kann man von einer globalen Hip-Hop-Kultur sprechen. Sie hat in Europa in den letzten 10 bis 20 Jahren spezifische Ausprägungen angenommen, denen eines gemeinsam ist: Hip-Hop wird oft verstanden als Artikulationsmedium für regionale Themen und Konflikte. Er entsteht im Zuge der Migration und im Austausch verschiedener Kulturen, die sich einen lokalen Zusammenhang produktiv aneignen.
Ob Dakar, Paris, Mexico City, Kapstadt oder Düsseldorf - das Phänomen Hip-Hop ist gebunden an ein urbanes Milieu der Gegenwart: die Städte stehen in einem Spannungsverhältnis von regionaler und globaler Kultur, von Zentrum und Peripherie. Ohne die Vororte der Großstädte dieser Welt gäbe es keinen Hip-Hop, aber wohl auch nicht ohne die Geschwindigkeit, mit der sie entstehen und sich ändern. '
Der Congress urban culture hip hop. regional + global möchte diese Aspekte aus dem Blickwinkel verschiedener wissenschaftlicher Disziplinen fokussieren und verbindet sie mit der kulturellen Praxis des Hip-Hop. Weitere Inforamtionen