
"Materialität" und "Produktion" sind zentrale Begriffe der Kultur- und Geistesgeschichte, die im Rahmen des Graduiertenkollegs sowohl in ihrer historischen Konkretisierung als auch in ihrer jeweiligen systematischen Ausdifferenzierung erforscht werden sollen. Dabei gilt es nicht nur zu bedenken, dass die Vorstellung von Materie historisch und kulturell produziert ist, sondern auch, dass selbst die Produktion des Immateriellen auf einen materiellen Zusammenhang angewiesen ist. Es ist das Ziel des Graduiertenkollegs, über die Gegenüberstellung von konstruktivistischen und materialistischen Untersuchungsansätzen hinaus zu gehen und die Relation und Interaktion von "Materialität" und "Produktion" und die damit verbundene Prozesshaftigkeit in historischer und aktueller Perspektive in den Blick zu nehmen. Zu den historischen und zeitgenössischen Praktiken der Gegenüberstellung zählt ein weiter Bereich ästhetischer Erfahrung und Produktion wie Gestik, Ornament, Schrift, Bild, Objektkunst etc. mehr

