LITERATURÜBERSETZEN

Stefan-George-Preis
Wettbewerb der Heinrich-Heine-Universität für junge Übersetzer französischer Literatur

 

Der Stefan-George-Preis soll zur Ermutigung junger Übersetzer frankophoner Literatur im deutschsprachigen Raum dienen. Diese Absicht signalisiert schon die Benennung des Preises. Gelang es doch dem noch jugendlichen Stefan George, Baudelaire und die französischen Symbolisten durch seine Übertragung im deutschsprachigen Kulturraum heimisch zu machen. Ziel des Preises ist eine Förderung der Rezeption frankophoner Literatur. Dem Übersetzer als Vermittler und der Qualität seiner Übersetzung kommt dabei eine entscheidende Rolle zu.

Die Ausschreibung richtet sich an jüngere deutschsprachige Übersetzer, von denen bisher entweder keine oder maximal eine Übersetzung aus dem Französischen publiziert worden ist. Der Preis wird verliehen für literarische Übersetzungen im weiten Wortsinn. Er ist mit

2.500 €

dotiert und besteht aus einem Stipendium in Form eines Geldpreises sowie eines Studienzuschusses.

Der Preis wird alle zwei Jahre durch die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf verliehen. Ein unabhängiges Gremium entscheidet über die Preisvergabe. Die Bewerber werden von der Entscheidung benachrichtigt. Voraussetzung für die Preisvergabe ist die Vorlage eines Übersetzungsprojekts, das der Übersetzer in nächster Zeit realisieren möchte. Als Unterlagen sind einzureichen:

  • Lebenslauf (gegebenenfalls mit Benennung der bereits publizierten Übersetzung)
  • Angaben zum Übersetzungsprojekt im Umfang von 1-2 Seiten (Autor, Titel, Erscheinungsjahr des Originaltextes oder der Originaltexte, eventuelle frühere Übersetzungen ins Deutsche und deren Bewertung; Kurzbeschreibung der Thematik und des speziellen Interesses des Textes für das deutschsprachige Publikum, gegebenenfalls seiner Bedeutung für das gegenseitige Verständnis beider Kulturen; Angaben zur voraussichtlichen Bearbeitungszeit bis zum Abschluss der Übersetzung.
  • Übersetzungsprobe aus dem vorgestellten Text (rund fünfzehn Seiten bei Prosa-, rund fünf Seiten bei Verstexten).
  • Der Übersetzungsprobe zugrundegelegter Originaltext in Photokopie. Dringend empfohlen wird den Bewerbern, sich darüber zu informieren, ob der betreffende Text bereits früher ins Deutsche übersetzt wurde und ob die Übersetzungsrechte am französischen Original noch frei sind.


Einsendungen ohne vollständige Absenderangabe werden nicht berücksichtigt. Durch seine Bewerbung erklärt sich jeder Teilnehmer mit den vorstehenden Bedingungen einverstanden.

Bisherige Preisträger:

1990: Isabell Lorenz (Düsseldorf)
1992: Katja Anding (Berlin)
1994: Gabriele Vickermann (Gießen) und Bernd Ziermann (Innsbruck) - der Preis wurde geteilt
1996: Mario Cocozza (Berlin)
1998: Regine Strätling (Berlin)
2000: Nathalie Mälzer-Semlinger (Berlin) und Claudia Stein (Frankfurt) - gemeinsames Projekt
2002: Dorit Engelhardt (Berlin)
2004: Nadine Püschel (Düsseldorf) und Julia Schoch (Berlin) - der Preis wurde geteilt
2006: Katja Meintel (Freiburg)