Achtung:
Die folgenden Informationen gelten nur für Studierende, die das Studium vor dem Sommersemester 2008 aufgenommen haben.
Derzeit wird der Studiengang auf ein "Master"-Modell umgestellt. Sobald die Rahmenbedingungen feststehen (Eingangsvoraussetzungen, Bewerbungsmodalitäten, Studieninhalte etc.), werden diese hier mitgeteilt.
Berufsbild
Literaturübersetzerinnen und Literaturübersetzer sind "Freiberufler" mit flexiblen Arbeitszeiten, deren Tätigkeit in der Regel zu Hause vor dem Bildschirm erfolgt - eine Arbeitsweise, die in der heutigen Zeit immer mehr an Bedeutung gewinnt. Ihr Beruf setzt ein hohes Maß an Eigeninitiative ebenso voraus wie Freude am Lesen und die Bereitschaft, "fremde Geisteswelten" zu erforschen. Es handelt sich um eine abwechslungsreiche und durchaus kreative Tätigkeit. Seit langem war und ist die Bundesrepublik Deutschland das zahlenmäßig - für die Literaturübertragung mit Abstand - weltweit führende Übersetzungsland und auch zukünftig wird es einen nicht geringen Bedarf an qualifizierten Literaturübersetzerinnen und -übersetzern geben.
Seit seiner Einrichtung im Wintersemester 1988/89 hat der Düsseldorfer Diplomstudiengang beachtliche Erfolge zu verzeichnen: Nicht wenige der Absolventen arbeiten in Verlagslektoraten sowie im Presse- und Medienbereich, und die freiberuflich Tätigen können eine lange Liste von Buchübersetzungen aufweisen.
Profil des Studiengangs
Der Düsseldorfer Diplomstudiengang ist - mit einer Regelstudienzeit von neun Semestern - ein Vollstudiengang, der Literaturübersetzerinnen und -übersetzern eine den Berufsanforderungen adäquate Ausbildung vermitteln soll. Zugleich möchte er dazu beitragen, das Reservoir an Verlagslektoren, Literaturkritikern, Dramaturgen usf. zu vergrößern, die nicht nur mit der eigenen Literatur vertraut sind. Die Ausbildung erfolgt in zwei Ausgangssprachen sowie der Zielsprache Deutsch. Als Ausgangssprachen können gewählt werden: Englisch, Französisch (eine der beiden zwingend), Italienisch und Spanisch - also die auf dem Übersetzungsmarkt meistgefragten Sprachen. Der Studiengang legt großen Wert auf einen ausgewogenen Praxis- und Theoriebezug. Er enthält übersetzungsrelevante Teilbereiche der Literatur- und Sprachwissenschaft, wobei - den Bedürfnissen des Buchmarktes folgend - der Studienschwerpunkt auf Veranstaltungen zu Sprache und Literatur des 20. Jahrhunderts liegt. Hinzu kommt ein berufsspezifischer Kernbereich: Übersetzungspraktische Übungen an den wichtigsten Textsorten wie Erzählprosa, Sprechtexte usf.; Übersetzungsvergleich; Übersetzungstheorie und -geschichte; Berufskunde; Theorie und Praxis des Schreibens.
Dringend empfohlen wird den zukünftigen Diplom-Literaturübersetzerinnen und Literaturübersetzern überdies ein mindestens einsemestriger Auslandsaufenthalt in den Sprachgebieten der studierten Fächer.
Praxisbezug
Dem Praxisbezug wird insbesondere Rechnung getragen durch die Integration von Praktikern aus dem Übersetzungs-, Verlags- und Medienbereich in das ständige Lehrangebot sowie durch ein studienbegleitendes Rahmenprogramm (Vortragsreihen, Tagungen, Podiumsdiskussionen, Workshops usf.). Zwei Praktika beim Europäischen Übersetzer-Kollegium Straelen sind im Studiengang verbindlich vorgeschrieben; weitere Praktika (bei Verlagen, Theatern, Medien) werden empfohlen.
