INSTITUT FÜR KUNSTGESCHICHTE

Exkursion nach Unterfranken, April 2011

Unterfranken ist eine unter kunsthistorischen Hinsichten sehr dichte Region, die besonders im späten 15. und frühen 16. Jahrhundert sowie im 18. Jahrhundert zu internationaler Größe aufstieg. Die Bedeutung Unterfrankens ist zum Einen in den Jahrzehnten um 1500 in erster Linie der Kunst des Bildschnitzers und Steinbildhauers Tilmann Riemenschneiders zu verdanken. Und zum Anderen im 20. Jahrhundert dem modernen Kirchenbau durch die prägenden Architekten Albert Boßlet, Hans Schädel und Olaf Andreas Gulbransson.
Es ist daher nicht verwunderlich, dass sich die 24 Teilnehmer der „Unterfranken-Exkursion“ mit Prof. Dr. Hans Körner und Prof. Dr. Jürgen Wiener mit diesen beiden so unterschiedlichen Themenbereichen beschäftigten.
Neben der konkreten Auseinandersetzung mit der Kunst Riemenschneiders wurden allgemeine Fragen der mittelalterlichen Plastik- der spätgotische Schnitzaltar im Allgemeinen, farbige Fassungen ja oder nein, christliche Ikonographie, Stilgeschichte der Plastik im 15. und frühen 16. Jahrhunderts- sowie des modernen Kirchenbaus diskutiert.