Exkursion nach Straßburg, Juni 2012
Bereits in ottonischer und romanischer Zeit bedeutend, wurde das Straßburger Münster mit Beginn der Hochgotik zu demjenigen Ort, an dem drei Jahrhunderte lang architektonische und bildhauerische Leistungen auf höchstem Niveau erbracht wurden. Daher lassen sich die Innovationen der hoch- und spätmittelalterlichen Skulptur an keinem anderen Kirchenbau nördlich der Alpen anhand exzellenter Werke ähnlich gut studieren wie hier. Sie stammen u.a. von den Meistern des Gerichtspfeilers und des Lettners, von Erwin von Steinbach, dann von Mitgliedern der Parler und Ulrich von Ensingen, oder dann im späten 15. Jahrhundert von Niclas Gerhaert van Leyden und Nikolaus Hagenauer.
Die dreitägige Exkursion mit ca. 30 Studierenden wurde von Prof. Dr. Jürgen Wiener geleitet. Die Studierenden erarbeiteten sich Wissen über die architektonischen Entwicklungen und stilbildenden Elemente des Straßburger Münsters und konnten dieses ausgiebig vor Ort diskutieren. Außerdem bekamen die Studierenden die Möglichkeit im Musée Œuvre Notre-Dame Skulpturen, die an der Kirchenfassade für den Betrachter nicht leicht zugänglich sind, aus nächster Nähe zu studieren. Das Museum stellt Skulpturen aus, die aus konservatorischen Gründen gegen Kopien ausgetauscht werden mussten.























