Inhaltlicher Aufbau
Der auf zwei Jahre Regelstudienzeit angelegte, wissenschaftlich orientierte Master-Studiengang „Kunstgeschichte“ kann ab dem WS 2008/09 mit einem Schwerpunkt auf dem Gebiet der Kunstvermittlung (in Museum und Kunsthandel) studiert werden. Der Bedarf an wissenschaftlich ausgebildeten Kunsthistorikern beschränkt sich nicht mehr vorwiegend auf die “klassischen” wissenschaftlichen Tätigkeitsfelder, so wichtig diese im beruflichen Spektrum immer noch sind. Deshalb bietet das Institut für Kunstgeschichte den Master-Studiengang Kunstgeschichte mit dem Schwerpunkt Kunstvermittlung als ein universitäres und berufsqualifizierendes Angebot für die Studierenden an, mit dem sie sich über den Erwerb von umfassenden fachlichen Kenntnissen und wissenschaftlichen (thematischen und methodischen) Spezialisierungen hinausgehend während des Studiums für wissenschaftliche Praxis und außeruniversitäres Berufsleben qualifizieren können.
In diesem Schwerpunktbereich sollen Studierende an grundlegende Fragen der Kunstgeschichte und des aktuellen Umgangs mit Kultur und Kunst unter verschiedenen heute relevanten Perspektiven der Betriebswirtschaft, der Medienkultur, der Vermittlungstechniken, der Museologie, des Curating, des Umgangs mit Netzwerken des Kunstbetriebs und der Didaktik herangeführt werden. Dazu werden Grundkenntnisse in den unten angeführten Lehrveranstaltungen vermittelt, theoretisch verankert und anwendungsbezogen diskutiert. Im Bereich der Betriebswirtschaftslehre werden Aspekte des Managements von Organisationen, Institutionen, Gruppen und Einzelpersonen im Bereich von Kunst und Kultur in den Mittelpunkt gestellt und Verzahnungen/Vernetzungen zu verschiedenen Fachgebieten der Wirtschaftswissenschaft und der Nachbargebiete hergestellt. Die Kooperation mit dem Fach Marketing innerhalb der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der HHUD sichert die Außenperspektive auf die inhaltlichen und ästhetischen Aspekte des Kunst- und Kultursektors.
Die für den Schwerpunkt Kunstvermittlung (in Museum und Kunsthandel) zu erwerbenden Qualifikationen werden durch Veranstaltungen im fachübergreifenden Wahlbereich sowie im regulären Masterstudiengang (Modul I und Modul III [Berufsfeldpraktikum]) vermittelt. Kooperationspartner für diesen Schwerpunkt sind der Lehrstuhl für Marketing der Fakultät für Betriebswirtschaftslehre auf universitärer Seite sowie zahlreiche Kunstmuseen im Rheinland und im Rhein-Ruhr-Gebiet als außeruniversitäre Institutionen.
Know-how-Erwerb und Kenntnisvertiefung in diesem Schwerpunktbereich sollen dazu befähigen, Aufgaben in dem gesellschaftlich bedeutsamen Sektor der Kultur- wirtschaft und der Kunstvermittlung in Museen wahrzunehmen und sich in diesem mehr und mehr professionalisierten Sektor erfolgreich zu bewegen. Dabei ist fachübergreifendes Verständnis von besonderer Bedeutung. Von den Studierenden wird sowohl die intensive Beschäftigung mit den fachlichen Inhalten, wie auch ein Höchstmaß an eigenständiger fachlicher und berufsvorbereitender praktischer Arbeit erwartet.
Die Zahl der Teilnehmer aus dem Studiengang Kunstgeschichte ist auf 10 Studierende pro Studienjahr beschränkt.



