Kurs 1: Die Teilnehmer sollen die Spezifika betriebswirtschaftlichen Denkens und Handelns kennen lernen, basierend auf den Elementen betrieblicher Aktivitäten und den Methoden der Anwendung betriebswirtschaftlichen Instrumentariums. Hierzu ist es erforderlich, die Nomenklatur der BWL zu erlernen. Den Teilnehmern wird ein Überblick über die Zusammenhänge wirtschaftlichen Handelns auf unterschiedlichen Ebenen und in der Abstimmung relationaler Polaritäten vermittelt. Als grobe Gliederungspunkte sind zu nennen:
1. Ausgangsbedingungen des Wirtschaftens; 2. Voraussetzungen betriebswirtschaftlichen Handelns; 3. Elemente betriebswirtschaftlicher Aktivitäten; 4. Ebenen wirtschaftlichen Handelns; 5. Strukturierung des Unternehmens; 6. Leistungsstrom des Betriebes; 7. Finanzströme des Unternehmens; 8. Steuerung betrieblicher Aktivitäten; 9. Rechnungstechnische Begleitung betrieblichen Handelns; Rechenschaftslegung des Unternehmens.
Kurs 2: Die Teilnehmer sollen die Verflechtung aus einer betriebswirtschaftlichen Perspektive von Unternehmen mit Märkten erkennen, analysieren und gestalten lernen. Dazu gehört zunächst die Kenntnis der verschiedenen Varianten des Marketing-Verständnisses, des Marketing-Denkens und Handelns in unterschiedlichen Sektoren, nicht nur im "kommerziellen Marketing" und stets Vertrieb einschließend. Im zweiten Schritt werden die Teilnehmer an zentrale Bausteine der Absatzpolitik wie Wettbewerbsvorteile, Kundenorientierung, Handlungsebenen und Strategien theoretisch wie anwendungsbezogen herangeführt. Im dritten Schritt sollen die Teilnehmer die Bedeutung der Informationsgewinnung und -aufbereitung, etwa durch Marktforschung für betriebliche Entscheidungen, erkennen und verstehen. Ausgewählte grundlegende Marketingstrategien verdeutlichen den Teilnehmern Zielgruppenorientierung und Konzentration auf "Stoßrichtungen" - in Zusammenhang mit angestrebten Positionierungen und Wettbewerbsvorteilen. Schließlich sollen den Teilnehmern in mehreren umfassenden Abschnitten Basics der Marketing-Instrumente, der Marketing-Organisation und des Marketing-Controlling vermittelt werden. Als grobe Gliederungspunkte sind zu nennen:
1. Absatz- und Beschaffungswirtschaft im Rahmen der Betriebswirtschaftslehre und Unternehmenspolitik 2. Wettbewerbsvorteile und Kundenorientierung 3. Handlungsebenen in Absatz und Beschaffung 4. Grundlagen der Beschaffung 5. Elemente der Absatzmarketing-Konzeption a. Informatorische Grundlagen und Analysefelder der Absatzwirtschaft b. Marketing-Ziele und Marketing-Strategien c. Marketing-Mix: Instrumentalentscheidungen im Marketing 6. Fallstudien
[alternativer Kurs 2: Die Teilnehmer sollen vertiefte Kenntnisse in verschiedenen Theoriefeldern und Anwendungsbereichen der marktorientierten Unternehmensführung erwerben und diskutieren. Zunächst müssen die Grundlagen von Positionierungsentscheidungen an theoretischen Modellen und Anwendungsbeispielen vertieft werden. Sodann sollen die Teilnehmer ausgewählte Marketing-Strategien und speziell deren Einsatz im Internationalen Management und Marketing kennen lernen und analysieren. Einen weiteren Schwerpunkt bilden Theorie und Anwendung des Marketing in Geschäftsbeziehungen (Kundenmanagement). Hier werden die Studierenden mit den strategischen und operativen Aspekten des Kundenmanagements vertraut gemacht.]
Kurs 3: Im Kurs 3 werden die Teilnehmer mit wirtschaftswissenschaftlichen Perspektiven des Kultur- und Kunstmanagements vertraut gemacht. Dabei stehen die einzelwirtschaftliche Perspektive der Betriebswirtschaftslehre sowie Branchenentwicklungen im Mittelpunkt. Die Analyse des Verhaltens und die Konsequenzen von Entscheidungen der Akteure im Bereich Kunst, Kultur und Kreativwirtschaft werden theoretisch und empirisch aufbereitet. Schwerpunkte der betriebswirtschaftlichen Perspektive sind dabei Aspekte des Marketing, des Controlling, der Personalwirtschaft und Organisation sowie der Finanzierung. Fragen der Gründung von Betrieben in diesem Sektor und die Selbstvermarktung von Künstlern werden ebenso behandelt wie die Analyse der Nachfrager und Wettbewerber.
Lehrveranstaltung 4: Übung Grundlagen der BWL für Kunsthistoriker Die Übung baut auf dem Kurs Grundlagen der BWL (Modul BB01 Kurs 1, Teil I und II) auf. Die Spezifika betriebswirtschaftlichen Denkens und Handelns sollen konsequent auf den Kunstmarkt sowie auf die mit Kunst befassten Institutionen (Museen, Galerien, Auktionshäuser) bezogen und angewandt werden. Durch konkrete Fallbeispiele und Fragestellungen aus dem Bereich der Kunst und Kultur sollen das betriebswirtschaftliche Wissen vertieft und ökonomische Prozesse praxisbezogen eingesetzt werden. Dabei geht es beispielsweise um Strukturen, Organisationsformen und Aufgaben eines Museums, einer Galerie, eines Auktionshauses u.a. Neben theoretischen Übungsbeispielen soll auch durch Gespräche mit außeruniversitären Gesprächspartnern bzw. Besuchen "vor Ort" das allgemeine betriebswirtschaftliche Grundlagenwissen vertieft und für die spezifischen Anwendungsbereiche im Kunstmarkt nutzbar gemacht werden. Lehrveranstaltung 5: Übung zur Kunstvermittlung (Kunstkritik oder Kunstvermittlung im Museum)
Während in der Übung zu den Grundlagen der BWL das Kunstmanagement im Vordergrund steht, sollen in dieser Übung dezidiert Vermittlungsfragen aufgegriffen, erörtert und in die Praxis umgesetzt werden. werden. Dabei geht es zum Einen um das zielgruppenbezogene Reden und professionelle Schreiben über Kunst, zum Beispiel im Rahmen von kompetenter Kunstkritik bzw. tagesaktuellem Kunstjournalismus. Zum anderen werden vielfältige Konzepte der Kunstvermittlung im Museum (hinsichtlich des Kuratierens von Ausstellungen, der zielgruppenorientierten Angebote bei Führungen, der Entwicklung spezieller Angebote zur Besuchergenerierung, des Einsatzes von Kunstvermittlung zur Integration verschiedenster sozialer Gruppen (u.a Migranten, Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen etc.) vorgestellt, diskutiert und an konkreten Beispielen entwickelt werden. Durch erfahrene Lehrbeauftragte aus der Praxis werden verschiedene Vermittlungsformen vorgestellt und am konkreten Gegenstand erprobt werden.
Berufsfeldpraktikum (Modul III): Im Berufsfeldpraktikum erhalten die Studierenden die Gelegenheit, ihre fachlichen Grundkenntnisse in einem Bereich der kunstgeschichtlichen Berufspraxis anzuwenden. Die Praktika beziehen sich vornehmlich auf die Bereiche Ausstellung, Denkmalpflege, Kunsthandel, Kunstpädagogik, Kulturmanagement, Medien, Museum, Restaurierung und zielen auf den Erwerb von Berufserfahrung. Dabei werden sich die Studierenden auf ein enges Netz an Kooperationen mit Museen und kulturellen Einrichtungen in der Region stützen können, mit denen das Institut für Kunstgeschichte in der Vergangenheit bereits eine Vielzahl von Einzelprojekten (Lehrveranstaltungen, Vortragsreihen, Ausstellungen) unter Mitwirkung der Studierenden durchgeführt hat. Dabei handelt es sich um die folgenden musealen und kulturellen Einrichtungen: Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen K20 und K21 (Düsseldorf), Museum Kunst Palast (Düsseldorf), Stadtmuseum (Düsseldorf), Museum für Europäische Gartenkunst (Düsseldorf-Benrath), Museum Schnütgen (Köln), Wallraf-Richartz-Museum (Köln), Deutsches Glasmalerei-Museum (Linnich), Clemens-Sels-Museum (Neuss), Museum Schloss Burg (Solingen), Landesamt für Denkmalpflege (Brauweiler), Rheinischer Verein für Denkmalpflege (Düsseldorf), Kulturreferat der Stadt Düsseldorf, Kunstakademie (Düsseldorf). |