Das Projekt widmet sich einer systematischen Untersuchung der sozialen Dimensionen gartenkünstlerischer Anlagen in Früher Neuzeit und Moderne. Der Garten als Lebens- und Erlebnisraum soll als Ort verschiedener, teilweise divergierender sozialer Handlungspraktiken analysiert werden. Die sozialgeschichtliche Perspektive soll insbesondere als Funktionsgeschichte, als Geschichte spezifischer sozialer Handlungspraxen den Rahmen der Diskussionen bestimmen. Die Spanne der das Leben in Gärten bestimmenden Handlungsmotive reicht von privater Kontemplation und repräsentativer bzw. zeremonieller Geselligkeit über religiöse Besinnung und Antikenkult bis hin zum Memorialkult und dem Bestattungswesen. Gärten sind diesbezüglich private oder öffentliche Räume, werden alltagstauglich gestaltet oder zum Ort des Außergewöhnlichen, des Spektakels. All diese Aspekte prägten und prägen gartenkünstlerische Gestaltungsformen, Ikonographien und bestimmten letztlich auch den spezifischen Symbolgehalt der Gartenanlagen.
Zum Projekt fand 2007 auf Schloss Dyck eine wissenschaftliche Tagung statt. Die Aufsätze wurden 2008 publiziert:
Stefan Schweizer (Hg.), Gärten und Parks als Lebens- und Erlebnisraum: Funktions- und Nutzungsgeschichtliche Aspekte der Gartenkunst in Früher Neuzeit und Moderne, Worms: Wernersche Verlagsgesellschaft 2008.
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