Politische Online-Kommunikation
Dieses Forschungsprojekt verfolgt drei Ziele:
- Es soll untersucht werden, ob sich das politische Kommunikationsverhalten der Bürger durch Innovationen im Internet verändert, ob z.B. ein DSL-Anschluss oder eine Flatrate Auswirkungen darauf hat, wie sich Bürger politisch informieren.
- Dabei wird geprüft, ob sich die Veränderungen im politischen Kommunikationsverhalten mit Hilfe der Theorie der Rationalen Wahl erklären lassen, ob z.B. ein anderes Informationsverhalten auf Kosten-Nutzen-Kalküle oder differierende Qualitätsurteile über die unterschiedlichen Onlineangebote zurückgeführt werden kann.
- Außerdem soll in dem Vorhaben die individuelle politische Kommunikation in ihren unterschiedlichen Facetten langfristig beobachtet werden, z.B. daraufhin, wie sich die partizipativen Aktivitäten der verschiedenen Bürgergruppen über die Zeit hinweg entwickeln.
Diese Ziele werden durch die telefonische Befragung einer repräsentativen Stichprobe aus der deutschen Bevölkerung erreicht. Die Befragung wird im Paneldesign durchgeführt, das bedeutet, die Menschen werden jedes Jahr erneut befragt, so dass Veränderungen erkennbar werden. Die erste Befragungswelle wurde 2002 durchgeführt. Damit besteht zum ersten Mal die Möglichkeit, die Durchsetzung eines neuen Mediums durch eine repräsentative Untersuchung zu begleiten und die Auswirkungen auf die politische Kommunikation in zeitlich, sachlich und sozial differenzierter Weise zu ermitteln. Es handelt sich um ein Kooperationsprojekt der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und der Technischen Universität Ilmenau. Es ist bis Mitte des Jahres 2009 von der DFG (Deutsche Forschungsgemeinschaft) finanziert worden.
Ansprechpartner
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Technische Universität Ilmenau
Prof. Dr. Jens Wolling
Dr. Martin Emmer
Weiterführende Informationen
Aktuelle Befunde im Überblick, Fragebögen der Telefonbefragungen sowie aktuelle Projektposter finden Sie auf der Homepage des Projektes unter www.politische-online-kommunikation.de
