KOMMUNIKATIONS- UND MEDIENWISSENSCHAFT

Forschung

Identifikation unsystematischer Antworttendenzen
In einem Projekt zur Datenqualität bei Onlinebefragungen (gemeinsam mit den Professoren Küchenhoff (Statistik) & Christina Peter (IfKW) der LMU München) wird die Erfolgsquote verschiedener statistischer Verfahren zur Identifikation von Befragten mit unsystematischen Antworttendenzen untersucht. Ziel ist es, einen „Goldstandard“ zur Identifikation von Befragten mit unsystematischen Antworttendenzen zu entwickeln. Die Ergebnisse der bisherigen Vorarbeiten wurden auf Kongressen der Deutschen Gesellschaft für Soziologie sowie der Deutschen Gesellschaft für Publizistik und Kommunikationswissenschaft vorgestellt. Ziel dieses interdisziplinären Forschungsprojekts ist es, einen Beitrag zur Identifikation von Befragten zu leisten, die den Fragebogen mit falschen Angaben ausgefüllt haben.
Link zur pdf der Züricher Präsentation (Link wird nachgereicht)

Statistische Auswertungsverfahren von Datensätzen mit hierarchischen Strukturen
Dieses Projekt soll zu einem besseren Miteinander von ambitionierter Datenerhebung und adäquater Datenauswertung  beitragen. Am Beispiel einer Sekundärdatenanalyse eines Datensatzes eines DFG-Projekts zur Mood-Management-Theorie (Donsbach 1997-2000; DFG-Aktenzeichen Do 323/13-1), konnte die Relevanz des Einsatzes generalisierter linearer Modelle, generalisierter linearer gemischter Modelle und linear gemischter Modelle verdeutlicht werden.

Zugänglich machen von Quellen zur Beschreibung des sozialen und medialen Wandels – Aufbereitung der Media-Analyse-Daten 2010-2015
(Ein NRW Innovativ-Projekt)
Seit 1954 erhebt die ag.ma (Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse e.V.) wichtige Daten rund um die Mediennutzung der Deutschen – die Media-Analysen. Mit verschiedenen Befragungsmodi werden Informationen über das Nutzungsverhalten der kommerziellen Medienangebote von Pressemedien, TV, Radio und seit 2014 auch Online erfasst. Der Nutzungszeitpunkt kann hierbei teilweise bis auf die Viertelstunde genau nachvollzogen werden. Auch das Freizeitverhalten, der Tagesablauf sowie der Besitz der jährlich rund 60.000 Befragten wird ermittelt. Die wissenschaftliche Aufbereitung dieser einmaligen und nicht nur für die Kommunikations- und Medienwissenschaften wertvollen Daten wurden bis 2009 unter Prof. Dr. Heiner Meulemann und Dr. Jörg Hagenah am MLFZ (Medienwissenschaftliches Lehr- und Forschungszentrum) in Köln in mehreren DFG Projekten teilweise für die wissenschaftliche Nutzung erschlossen. Unter der Leitung von Prof. Dr. Olaf Jandura wird nun in einem NRW Innovativ Projekt die Arbeit des MLFZ dokumentiert und von 2010 bis 2015 fortgeführt. Für die Datenharmonisierung und -dokumentation wird Charmstats Pro, ein neu entwickeltes Programm der GESIS, verwendet, das neue wissenschaftliche Standards setzt. Das NRW Innovativ Projekt zur Aufbereitung der Media-Analyse-Daten unter Prof. Dr. Olaf Jandura gilt hierfür als Pionierprojekt. Ab Januar 2016 werden die Daten über die GESIS interessierten Nutzern zur Verfügung stehen.