KOMMUNIKATIONS- UND MEDIENWISSENSCHAFT

Anschlusskommunikation

Die Instrumentalisierung „guter“ Medien für die Anschlusskommunikation

Themenbeschreibung

Anschlusskommunikation versteht sich als interpersonale Kommunikation, die an eine vorherige Medienrezeption anknüpft. Rezeptionsstudien zeigen, dass Nachrichtenfaktoren in den genutzten Medien Anschlusskommunikation fördern. Weitere gängige Medieneigenschaften, wie etwa Qualität, blieben bisher weitestgehend unberücksichtigt. Dies ist insoweit verwunderlich, als etwa rationale und ausgewogene Beiträge womöglich eher in argumentativ geführte Gespräche und verständliche und zielgruppenorientierte Beiträge eher in Alltagsgespräche einfließen könnten, während Beiträge, die solche Qualitätsmerkmale vermissen lassen evtl. gar nicht in Gespräche einfließen. Deutlicher wird der Zusammenhang zwischen Anschlusskommunikation und Medienqualität durch die Berücksichtigung von Funktionen der Medien im Gespräch. Diese legen nahe, dass die Eignung von Medienbeiträgen für anschließende Gespräche abhängig von der beabsichtigten Funktion des Medieninhalts im Gespräch ist. Dabei könnte die Medienqualität dazu beitragen, die jeweilige Funktion im Gespräch zu erfüllen.

Mögliche Fragestellungen

Welche Qualitätsfaktoren der Medien fördern/hemmen anschließende Gespräche? Welche Qualitätsfaktoren dienen zur Erfüllung welcher Funktionen der Medien im Gespräch? Welche weiteren Drittvariablen moderieren die Wirkung von Qualitätsfaktoren (etwa Medientyp, Involvement, Bildung)?

Theoretische Grundlage

Anschlusskommunikation, Qualität in den Medien, Funktionen der Medien im Gespräch

Methode

Online-Befragung

Anknüpfungspunkte

Literatur zur Anschlusskommunikation und zu Funktionen von Medien im Gespräch, Faktoren interpersonaler Kommunikation und Qualitätsforschung

Ansprechpartner

Pablo Porten-Cheé