Die Philosophische Fakultät der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) hat in Zusammenarbeit mit dem Wissenschaftszentrum Nordrhein-Westfalen den zweiten Preisträger des Dr. Meyer-Struckmann-Preises für geistes- und sozialwissenschaftliche Forschung prämiert. Am 27. November 2007 wurde der Preis im Rahmen eines Festaktes im Palais Wittgenstein in Düsseldorf verliehen. Der mit 20.000 Euro dotierte Preis für Arbeiten aus dem Themenbereich „Jüdische Traditionen in Kultur und Gesellschaft Europas" ging an den israelischen Historiker Shmuel Feiner für sein Buch Haskala - Jüdische Aufklärung. Geschichte einer kulturellen Revolution.
Die Jury entschied sich einstimmig für diese herausragende Publikation, die gerade in deutscher Sprache erschienen ist. Shmuel Feiner (geb. 1955) ist seit 2001 Professor für jüdische Geschichte an der Bar Ilan Universität in Ramat Gan, Israel. Außerdem ist er Direktor des Leo Baeck Instituts, Jerusalem, und Inhaber des Samuel Braun Lehrstuhls für die Geschichte der Juden in Preußen an der Bar Ilan Universität. Von 2004 bis 2007 war er stellvertretender Vorsitzender der Historical Society of Israel. Darüber hinaus engagiert er sich in zahlreichen Ausschüssen und Räten, so zum Beispiel im Rat des Zalman Shazar Center für jüdische Geschichte, Jerusalem. Zu seinen Publikationen zählen die Werke Haskalah and History. The Emergence of a Modern Jewish Historical Consciousness (2001) und Moses Mendelssohn (2005). Er ist zudem Verfasser zahlreicher Artikel über die Haskala, die jüdische Aufklärung des 18. und 19. Jahrhunderts in Deutschland und Osteuropa.