Inhalt Universal Story 2010
Die Grundidee für dieses Stück ist es, die universellen Muster in Geschichten zu untersuchen, von der wir in unserer Alltagskultur geprägt sind. Diese Muster sind „so alt wie die Menschheit“, heißt es in den Büchern des Mythologieforschers Joseph Campbell, in denen er tausende von Mythen und Geschichten aus unterschiedlichsten Zeiten und Kulturkreisen analysiert hat. Dabei stieß er auf wiederkehrende Muster, sowohl in der Dramaturgie als auch bei den Figuren, die die Welt der Geschichten bevölkern. Mit letzteren, den sog. „Archetypen“, hat sich die Psychologie (vor allem Carl G. Jung) ausführlich auseinandergesetzt. Auf die dramaturgischen Strukturen hat es spätestens seit George Lucas' StarWars Hollywood abgesehen. „Die Reise des Helden ist keine Erfindung, sondern eine Beobachtung. Sie ist das Erkennen eines wunderschönen Designs, einer Anzahl von Prinzipien, die den Kodex des Lebens und der Welt des Geschichtenerzählens bestimmen so wie Physik und Chemie die physische Welt bestimmen. Man kann sich nur schwer dem Gefühl verwehren, die Reise des Helden existiere irgendwo, irgendwie, als eine ewige Realität, eine platonische Idealform, ein göttliches Modell. Von diesem Modell können

unendlich viele und unendlich verschiedene Ausgaben produziert werden und in jeder dieser Ausgaben hallt die Essenz der Form nach.“ (Vogler, Die Odyssee des Drehbuchschreibers)
Dieses Modell ist bestechend und einleuchtend, und seine unendlichen Ausführungen und Facetten unglaublich spannend. Wer es einmal verstanden und „durchschaut“ hat, dem ist es unmöglich, ihm zu entkommen.