MAX WEBER-GESAMTAUSGABE

Lebenslauf

  • geboren 1973
  • 1993 bis 1999 Studium der Neuen Geschichte, Osteuropäischen Geschichte und Politikwissenschaft in Düsseldorf, Berlin und Nantes
  • 1996-1999 Stipendiat der Friedrich-Ebert-Stiftung
  • seit 1996 freier Mitarbeiter der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf
  • 1999 bis 2001: mehrere Projekte zum Thema Nationalsozialismus und Zwangsarbeit
  • 2001 bis 2004: wissenschaftlicher Angestellter am Historischen Seminar II der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Mitarbeit im DFG-Projekt "Frankreich und Deutschland im Krieg (18.-20. Jahrhundert): Zur Kulturgeschichte der europäischen ‚Erbfeindschaft‘" (Forschungsbereich: Erster und Zweiter Weltkrieg)
  • seit Januar 2005 wissenschaftlicher Angestellter bei der Max Weber-Gesamtausgabe. Zuständig für Personal und Organisation der Arbeitsstelle Düsseldorf.

Aktuelles Projekt

Vorlesung "Abriß der universalen Sozial- und Wirtschaftsgeschichte" (MWG III/6, hg. von Bertram Schefold)

Die "Wirtschaftsgeschichte" gehört zu den bekanntesten Werken Max Webers, dabei wurde sie nicht von ihm persönlich verfasst. Sie basiert auf der ersten Vorlesung, die Weber im Wintersemester 1919/20 als Nachfolger von Lujo Brentano an der Universität München gehalten hat. Nach dem unerwarteten Tod Webers im Frühsommer 1920 rekonstruierten die Professoren Sigmund Hellmann und Melchior Palyi mit Hilfe mehrerer Hörermitschriften diese Vorlesung und veröffentlichten sie 1923.

Die kritische Edition der Erstausgabe dieses in mehreren (teilweise überarbeiteten) Auflagen und Sprachen erschienenen Buches ruft die oft wenig beachtete Entstehungsgeschichte in Erinnerung. Eine ebenfalls in diesem Band veröffentlichte Hörermitschrift verdeutlicht zugleich den engen Zusammenhang zwischen der von Weber gehaltenen Vorlesung und der von Hellmann/Palyi verfassten Erstausgabe.

Dissertationsprojekt

Internationalismus nach dem Krieg. Die Beziehungen zwischen deutschen und französischen Kommunisten (1918-1923) (abgeschlossen im September 2006)


Publikationen

  • Überraschender Fund umfangreicher Zwangsarbeiterlager-Listen im Archiv des Service des Victimes de la Guerre in Brüssel, in: Der Archivar 53 (2000), H. 4, S. 354 ff. (digitale Version)
  • Internationalismus nach Versailles. Die Beziehungen zwischen PCF und KPD bis zum Beginn des Ruhrkampfes, in: Jahrbuch für Historische Kommunismusforschung 8 (2000/2001), S. 144-158.
  • Von der Erfassung zur Vernichtung? Die "erbbiologische Bestandsaufnahme“ in Düsseldorf, in: Frank Sparing u.a. (Hg.): Erbbiologische Selektion und „Euthanasie“. Psychiatrie in Düsseldorf während des Nationalsozialismus, Essen 2001, S. 81-98.
  • Aktenbestände im Archiv des Service des Victimes de la Guerre in Brüssel. Die „Enquête sur les prisons et les camps douteux“, in: Wilfried Reininghaus/Norbert Reimann (Hg.): Zwangsarbeit in Deutschland 1939-1945. Archiv- und Sammlungsgut, Topographie und Erschließungsstrategien, Bielefeld 2001, S. 176-185.
  • „... und peinlichst alles vermeiden, was irgendwie gegen deutsche Ordnung, Zucht und Sitte verstößt.“ Zwangsarbeit in Hilden während des Zweiten Weltkrieges, Hilden 2001.
  • Zwangsarbeit in Düsseldorf. Struktur, Organisation und Alltag im Arbeitseinsatz von Ausländern im nationalsozialistischen Düsseldorf (zusammen mit Rafael R. Leissa), in: Clemens von Looz-Corswarem (Hg.): Zwangsarbeit in Düsseldorf. "Ausländereinsatz" während des Zweiten Weltkrieges in einer rheinischen Großstadt, Essen 2002, S. 19-362.
  • Düsseldorf im Zweiten Weltkrieg, in: Clemens von Looz-Corswarem/ Hans-Georg Molitor (Hg.): Krieg und Frieden in Düsseldorf. Sichtbare Zeichen der Vergangenheit, Düsseldorf 2004, S. 289-310.
  • Deutsche und französische Kommunisten und das Problem eines gemeinsamen Widerstandes gegen die Ruhrbesetzung, in: Gerd Krumeich/Joachim Schröder (Hg.): Der Schatten des Weltkriegs. Die Ruhrbesetzung 1923, Essen 2004 (= Düsseldorfer Schriften zur Neueren Landesgeschichte und zur Geschichte Nordrhein-Westfalens, Band 69), S. 169-186 [gekürzte Fassung: Les communistes allemands et français dans la résistance contre l’occupation de la Ruhr en 1923, in: Cahiers du CEHD, No 26: Armée et Pouvoir en Allemagne et en France aux XIX et XX siècles (2006), S. 69-78 (digitale Version)].
  • Frankreich und Deutschland im Krieg (18.-20. Jahrhundert): Zur Kulturgeschichte der europäischen ,Erbfeindschaft´ (Abschlussbericht DFG-Projekt, 2001-2004). Projektletung: Ute Daniel, Gerd Krumeich, Bearbeiter/innen: Ewa Anklam, Almut Lindner-Wirsching, Heidi Mehrkens, Joachim Schröder (digitale Version).
  • Der Ruhrkampf - La Bataille de la Ruhr. Französische Filmaufnahmen aus Westfalen und dem Rheinland 1921-1925 (Rezension), in Geschichte im Westen 21 (2006) S. 215-216.
  • Internationalismus nach dem Krieg. Die Beziehungen zwischen deutschernund französischen Kommunisten 1918-1923, Essen 2008 (zugleich Düsseldorf, Univ. Diss 2006).
  • Biographisches Handbuch zur Geschichte der Kommunistischen Internationale. Ein deutsch-russisches Forschungsprojekt, hrsg. v. Michael Buckmiller/Klaus Meschkat, Akademie-Verlag, Berlin 2007 (Rezension), in: AfS 59 (2009) (digitale Version).
  • Kommunale Arbeitgeber und Zwangsarbeit am Beispiel Düsseldorfs, in: Dittmar Dahlmann (Hg.): Zwangsarbeiterforschung in Deutschland. Das Beispiel Bonn im Vergleich und im Kontext neuerer Untersuchungen, Bonn (im Druck)

Aktuelle Publikation

Internationalismus nach dem Krieg. Die Beziehungen zwischen deutschen und französischen Kommunisten 1918-1923, Essen 2008.