geboren am 20. Juli 1944 in Fürstenfeldbruck/Bayern
1950-1954 Volksschule Fürstenfeldbruck
1954-1959 Oberrealschule Fürstenfeldbruck
1959-1964 Humanistisches Wittelsbacher Gymnasium, München
1964-1971: Studium an der Ludwig-Maximilians-Universität München (Geschichte, Germanistik, Politische Wissenschaften und Soziologie).
1974 Promotion an der Ludwig-Maximilians-Universität München mit der Dissertation „Die Vorgeschichte der nationalsozialistischen Machtübernahme in Bayern 1932/33“.
1968-1972 wissenschaftliche Hilfskraft im Archiv des Instituts für Zeitgeschichte München.
1974-1978 wissenschaftlicher Mitarbeiter im Institut für Zeitgeschichte München (u.a. Forschungsprojekt über „Widerstand und Verfolgung in Bayern in der Zeit des Nationalsozialismus“; Bearbeitung der deutschen Ausgabe der im Auftrag von Yad Vashem erstellten Geschichte der jüdischen Gemeinden Bayerns „Pinkas Hakehilot Bavaria“).
Seit 1979 Akademischer Oberrat am Historischen Seminar der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf.
Federführender Mitherausgeber der „Düsseldorfer Schriften für Neuere Landesgeschichte und Geschichte Nordrhein-Westfalens“ (bisher 75 Bände). Leitung des Projektes „Integration der Flüchtlinge und Vertriebenen in Nordrhein-Westfalen“. Spezialisierung zunächst auf den Gebieten Deutsche Zeitgeschichte und Sozialgeschichte, dann zunehmend Deutsch-Jüdische Geschichte.
In den letzten Jahren verstärkte Hinwendung zu bibliographischen Forschungen zur deutsch-jüdischen Geschichte, zur Geschichte der Landjuden und zur Erschließung der jüdischen Sachkultur.
1989/90 Visiting Professor an der University of Sheffield, Department of History. Lehrbeauftragter an der Universität Essen (Sommersemester 1985) und am Martin-Buber-Institut der Universität zu Köln (Wintersemester 1994/95 und Sommersemester 1995).
1998 Habilitation an der Philosophischen Fakultät der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf mit Verleihung der venia legendi für „Neuere und Neueste Geschichte“, abgeschlossen mit der Antrittsvorlesung über „Historische Betrachtung über die Angst vor dem Scheintod um 1800“.
1992-1999 Gastdozenturen an der Karls-Universität Prag (Centrum für deutsche und österreichische Studien). Verleihung der Ehrenmedaille zum 650jährigen Bestehen der Karls-Universität im Jahr 1998. Archivstudien im Jüdischen Museum Prag über die Geschichte der Juden in Böhmen und Mähren sowie in der Prager Nationalbibliothek zu einem Projekt zur Erschließung hebräischer Buchbestände, die während der deutschen Okkupationszeit beschlagnahmt worden waren.
Vorstandsmitglied des Salomon-Ludwig-Steinheim Instituts (Duisburg); Gründungsmitglied der Gesellschaft zur Erforschung der Geschichte der Juden; Mitglied der Wissenschaftlichen Arbeitsgemeinschaft Deutschland der Leo-Baeck-Institute; Mitglied des Wissenschaftlichen Boards des Menasseh ben Israel Instituut, Amsterdam.
Konzeption, Realisierung und wissenschaftliche Leitung verschiedener Ausstellungen, u.a.:
- 1993 „Genizah - Hidden Legacies of the German Village Jews“ (mit Hidden Legacy Foundation, London).
- 1997 „Die Von-Geldern-Haggadah und Heinrich Heines Der Rabbi von Bacherach“ mit illustrierten Handschriften und Drucken zu Heinrich Heines jüdischer Bilderwelt (in Kooperation mit der Bibliothek Germania Judaica in Köln, dem Düsseldorfer Heinrich-Heine-Institut und der Bibliotheca Rosenthaliana Amsterdam).
- 2002 „kommt heraus und schaut – Jüdische und christliche Illustrationen zur Bibel in alter Zeit“ (in Kooperation mit Lehrstuhl für Jiddistik an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und Menasseh ben Israel Instituut, Amsterdam).
- 2005 „Antijüdischer Nippes, populäre Judenbilder und aktuelle Verschwörungstheorien. Die Sammlung Finkelstein im Kontext“ (in Kooperation mit dem Jüdischen Museum Hohenems/Österreich).
Juni 2006: Verleihung des AJL (Association of Judaica Libraries) Bibliography Award 2005.
Gegenwärtige Forschungsaktivitäten:
- „Neue Bibliographie zur Geschichte und Kultur der Juden in Bayern“ mit c. 12.000 Titeln (Publikation für 2006 vorgesehen).
- „Moderne Genisot“ (zusammen mit Drs. Thomas Kollatz, Salomon-Ludwig-Steinheim-Institut Duisburg): 1. Erarbeitung eines Überblicks („Genizah-Survey“) über Funde von jüdischem Kulturgut auf Synagogendachböden in Aschkenas; 2. exemplarische Erschließung, Dokumentation und Publikation des „Genisa“-Fundes von Westheim bei Hammelburg.
- „Die Diakonissen im Morgenlande“. Forschungsprojekt zur Geschichte der protestantischen Sozialarbeit im östlichen Mittelmeerraum 1850-1920.