Vorlesung/Lecture
Deutsche in Russland, Russen in Deutschland
Germans in Russia, Russians in Germany
Di 9-11 (2stündig)
23.31.02.24
LPO: A3, 4, B
BA alt: EMN/EMNO 1, 3/TMN/TMNO 1, 3
BA neu: Aufbaumodul Neuzeit, Themenmodul 1, 3
Studium Universale: TN unbegrenzt, 2 CP
Beginn: 3.4.2007
Ende des 19. Jahrhunderts lebten 1,8 Millionen Deutsche im Russischen Reich. Unternehmungslustige Einzelne und von Lokatoren angeworbene Gruppen hatten sich in Russland niedergelassen. In den 1930er Jahren kamen politische Flüchtlinge vor dem NS-Regime hinzu. Auf dem Lande, besonders an der Wolga und in der Südukraine spielten Deutsche als Bauern, in den Städten, vor allem in St. Petersburg und Moskau, als Handwerker, Unternehmer und Wissenschaftler eine bedeutende Rolle. Die Vorlesung folgt dem Schicksal der konfessionell und landsmannschaftlich unterschiedlichen Gruppen von der Einwanderung über den wirtschaftlichen Aufstieg im Zarenreich und die Unterdrückung und Deportation in der Sowjetunion bis zur Aussiedlung in die Bundesrepublik. Deutschland nahm vor allem politische Flüchtlinge aus Russland auf, wenige zur Zeit der Zaren, viele nach der Oktoberrevolution. In Berlin entstand Anfang der 1920er Jahre ein Zentrum russischer Emigranten, von denen die meisten allerdings nach der Währungsreform weiterwanderten. In den 1990er Jahren wuchs die russischsprachige Diaspora in Deutschland erneut durch Aussiedlung von Russlanddeutschen und Einwanderung anderer ethnisch-religiöser Gruppen aus Russland. In der Vorlesung werden die Wanderungsmotive, die wirtschaftliche Entwicklung, die soziale Lage und die kulturellen und politischen Aktivitäten sowohl der Deutschen in Russland als auch der Russen in Deutschland untersucht. Die Lehrveranstaltung ist wahlweise für Neuere und für Osteuropäische Geschichte anrechenbar.
Einführende Literatur:
Deutsche Geschichte im Osten Europas. Russland. Hrsg. v. Gerd STRICKER. Berlin 1997.
Russische Emigration in Deutschland. Hrsg. v. Karl SCHLÖGEL. Berlin 1995.
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Übung/Tutorial
NS-Volkstums-, Rassen- und Siedlungspolitik im ‚Protektorat
Böhmen und Mähren’ und im ‚Reichsgau Sudetenland“. Quellenlektüre und –interpretation
Nationalsocialist Race and Settlement Policy in the „Protectorate Bohemia and Moravia“ and the „Reichsgau Sudetenland“. Lecture and Interpretation of Archival Sources
Mo 14-16 (2stündig)
23.31.02.27
LPO: A3, 4, B
BA alt: EMN/EMNO 1, 4/TMN/TMNO 1, 4
BA neu: Aufbaumodul Neuzeit, Themenmodul 1, 4
Studium Universale: TN unbegrenzt, 2 CP
Beginn: 2.4.2007
Zwar unterschied sich die nationalsozialistische Tschechenpolitik von jener gegenüber den Polen, Serben und Russen. Dennoch geben die archivalischen Quellen Auskunft, welches
Schicksal auch den Tschechen nach dem Kriege zugedacht war: „Umvolkung“, Deportation und Vernichtung. Vor diesem Hintergrund sind die Maßnahmen der deutschen Besatzungsbehörden während des Krieges zu beurteilen: Eindeutschung von Verwaltung und Wirtschaft, Einschränkung des tschechischen Bildungswesens, Um- und Ansiedlungen auf geplanten deutschen „Landbrücken“ in den böhmischen Ländern. Für eine Darstellung dieser Politik habe ich in Archiven Tschechiens Dokumente gesammelt. In dieser Übung sollen die Teilnehmer lernen, solche Dokumente zu interpretieren und in größere Zusammenhänge einzuordnen. Die Lehrveranstaltung ist wahlweise für Neuere und für Osteuropäische Geschichte anrechenbar.
Einführende Literatur:
BRANDES, Detlef: Die Tschechen unter deutschem Protektorat. 2 Bde. München, Wien 1969 u. 1975.
ZIMMERMANN, Volker: Die Sudetendeutschen im NS-Staat. Politik und Stimmung der Bevölkerung im Reichsgau Sudetenland (1938-1945). Essen 1999.
Hauptseminar/ Masterseminar /Seminar for Advanced Students
Zwischen Krieg und Frieden: Transformation in Ostmittel- und Südosteuropa 1944-1948
Between War and Peace: Transformation in East Central and South Eastern Europa
Mi 11-13 (2stündig)
23.31.U1.66
LPO: A 4, B
BA alt: EMN/EMNO 1, 3, 4/TMN/TMNO 1, 3, 4
BA neu: Themenmodul 1, 3, 4
Master: Mastermodul
Studium Universale: TN unbegrenzt, 2 CP
Beginn: 4.4.2007
Nach einigen Sitzungen zu den Kämpfen des letzten Kriegsjahres, der Politik und den Plänen Deutschlands und seiner Verbündeten auf der einen sowie der Alliierten auf der anderen Seite sollen die Teilnehmer über die wirtschaftliche, soziale und politische Situation in den einzelnen Staaten Ostmittel- und Südosteuropas sowie die ersten Maßnahmen ihrer Nachkriegsregierungen referieren und diese in der Diskussion vergleichen. Im Mittelpunkt der Jahre 1944-1946 stehen Widerstandsaktionen und Aufstände, deutsche und sowjetische Repressionen, Abrechnung mit Kollaborateuren und Vertreibung nationaler Minderheiten sowie Hoffnungen auf einen demokratischen, „eigenen Weg zum Sozialismus“. Gefragt wird nach dem Verhältnis von sowjetischer Einmischung und „einheimischen” Ursachen für die Entwicklung zur kommunistischen Diktatur. Analysiert werden die Etappen der Durchsetzung der kommunistischen Dominanz und die Konzentration der Macht innerhalb kleiner Führungszirkel besonders in den Jahren 1947-1948, die Umgestaltung der Wirtschaft und die Gleichschaltung des kulturellen Lebens, die Stellung der verschiedenen sozialen Schichten und Berufsgruppen zum Regime, die Behandlung der nationalen Minderheiten, die Rolle der Sicherheitspolizei und die politischen Prozesse. Die Lehrveranstaltung ist wahlweise für Neuere und für Osteuropäische Geschichte anrechenbar.
Einführende Literatur:
Kriegsende in Europa. Vom Beginn des deutschen Machtzerfalls bis zur Stabilisierung der Nachkriegsordnung 1944-1948. Hrsg. v. Ulrich HERBERT u. Axel SCHILDT. Essen 1998.
Sowjetisches Modell und nationale Prägung. Kontinuität und Wandel in Ostmitteleuropa nach dem Zweiten Weltkrieg. Hrsg. von HANS LEMBERG u.a. Marburg an der Lahn 1991.
Oberseminar/Masterforum/Doktorandenkolloquium
Colloquy for Exams Candidates, Advanced and Postgraduate Students
Mi 16-18 (1stündig, 14tägig)
Geb. 23.31.02.26
Beginn: 11.4.2007
Kolloquium für Examenskandidaten, fortgeschrittene und graduierte Studierende, Doktoranden sowie Gastvorträge.
Sprachkurs / Language Tutorial
Tschechisch für Historiker und Hörer aller Fakultäten
Czech for Historians and Students of All Faculties
Mo 11-13 (2stündig)
Geb. 23.31, Ebene 02, Raum 22
Beginn: 16.4.2007
Der Kurs, der unter anderem durch die im Rahmen der Partnerschaft mit der Karls-Universität Prag sich entwickelnden Kontakte motiviert ist, wendet sich an fortgeschrittene Anfänger, die die Fähigkeit erwerben möchten, frei zu sprechen und in alltäglichen Situationen zurecht zu kommen. Außerdem soll das Verstehen von verschiedenen Texten erlernt werden. Außer mit dem Lehrbuch wird auch mit anderen Materialien gearbeitet (Kassetten, Zeitungsausschnitte, Lektüre einfacherer tschechischer Bücher usw.). Weitere Informationen unter Uni-Tel. 81-14098.
Lehrbuch:
AMOROVÁ, Věra: Vítáme vás. Tschechischlehrwerk für Anfänger. München 1993 und später.
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Basismodul Osteuropa
Einführungsvorlesung Osteuropäische und Russische Geschichte
Introductory Lecture East European and Russian History
Mo 9-11 (2stündig)
Hörsaal 5 F
BA alt: EMN1/EMNO1, TMN1/TMNO1
BA neu: Basismodul Osteuropa
LPO: A3, 4, B
Studium Universale: TN unbegrenzt, 2 CP
Beginn: 2.4.2007
Die Vorlesung dient in erster Linie der Einführung in die Osteuropäische Geschichte im Rahmen des BA-Studiums Geschichte. Sie gibt einen Überblick über die Geschichte Russlands/der Sowjetunion sowie Ostmittel- und Südosteuropas vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Zu dieser Vorlesung gehört der Grundkurs Einführung in die Osteuropäische Geschichte. Die Vorlesung ist zwar für die BA-Studierenden konzipiert, steht jedoch auch den Interessenten aus den Magister- und Staatsexamen-Studiengängen offen.
Einführende Literatur:
Studienhandbuch Östliches Europa.
Bd. 1: Geschichte Ostmittel- und Südosteuropas. Hrsg. v. Harald ROTH. Köln 1999.
Bd. 2: Geschichte des Russischen Reiches und der Sowjetunion. Hrsg. v. Thomas M. BOHN u. Dietmar NEUTATZ. Köln 2002.
TORKE, Hans-Joachim: Einführung in die Geschichte Russlands. München 1997.
KASER, Karl: Südosteuropäische Geschichte und Geschichtswissenschaft. Wien 2002.
Grundkurs / Introductory Lecture Tutorial
Einführung in die Osteuropäische Geschichte
East European and Russian History
Dieser Grundkurs ist Teil der zweigliedrigen Einführung in die osteuropäische Geschichte. Die Teilnehmer erarbeiten in diesem Kurs Basisinformationen zur Geschichte Ostmittel- und Südosteuropas sowie Russlands/der Sowjetunion vom Mittelalter bis zur Gegenwart und vertiefen anhand ausgewählter Probleme den Vorlesungsstoff. Diese Aufgabe nötigt natürlich zur Konzentration auf zentrale Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Entwicklung der multinationalen Reiche, der einzelnen Regionen und Nationen. Von den Studierenden wird eine intensive Mitarbeit im Kurs selbst, regelmäßige vorbereitende Lektüre einschlägiger Texte sowie das Verfassen kurzer Referate erwartet.
Zur Teilnahme an diesem Grundkurs ist die Eintragung in Teilnehmerlisten im Geschäftszimmer des Historischen Seminars (Gebäude 23.31, Ebene 05, Raum 26) vor Beginn der Veranstaltung obligatorisch.
Zur Anschaffung dringend empfohlen:
ein großer historischer Atlas (der „dtv-Atlas Weltgeschichte“ genügt nicht)
Pomian
Do 11-13 (2stündig)
Geb. 25.11 Hörsaal 5A
Beginn: 5.4.2007
Pomian
Do 14-16 (2stündig)
Geb. 23.01 Hörsaal 3D
Beginn: 5.4.2007
