Anke Hoffstadt, M.A.
Postanschrift
Heinrich-Heine-Universität
Historisches Seminar II
Lehrstuhl für Neuere Geschichte
Universitätsstraße 1
D-40225 Düsseldorf
Erreichbarkeit
Geb. 23.31 Raum 04.65
Tel.: +49-211-81-12930
Fax: +49-211-81-14255
Email: Anke Hoffstadt, M.A.
Vita
- geboren 1976 in Essen
- 1996-2006 Studium der Geschichte und Germanistik im Lehramtsstudiengang für die Sekundarstufe I und II an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf sowie Studium der Neueren und Neuesten Geschichte, Neueren Deutschen Philologie und der Erziehungswissenschaften an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Magisterabeit zum Thema: "Mythos Famine. Die Irische Hungersnot in Geschichtspolitik und Erinnerungspolitik Irlands (1846-1996)" - 2000-2002 studentische Hilfskraft am Lehrstuhl für Neuere Geschichte (Historisches Seminar II) der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
- 2002-2006 freie Mitarbeiterin am Historischen Forschungsinstitut Facts & Files, Berlin Projekte: "Lebensversicherungsansprüche von NS-Verfolgten" im Auftrag der International Commission on Holocaust Era Insurance Claims (ICHEIC), Washington, D.C. / London, und der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft, Berlin; "Datenbank der Jüdischen Einwohner des Deutschen Reiches von 1933-1945" im Auftrag der Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft" und des Bundesarchivs Koblenz
- seit Januar 2006 Mitarbeiterin am Historischen Seminar II und Stipendiatin der Gerda-Henkel-Stiftung im Rahmen des Forschungsprojektes "Nationalsozialismus und Erster Weltkrieg" mit dem Dissertationsvorhaben: "Der Nationalsozialismus und die Frontsoldaten"
- seit Oktober 2008 Lehrbeauftragte am Historischen Seminar der Heinrich-Heine-Universität
- seit September 2009 Mitarbeiterin der Max Weber-Gesamtausgabe der Kommission für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Arbeitsstelle Düsseldorf
Dissertationsvorhaben: Der Nationalsozialismus und die Frontsoldaten
Das geplante Dissertationsvorhaben wird sich als Teil des Forschungsprojektes "Nationalsozialismus und Erster Weltkrieg" dem Aspekt der militarisierten Gesellschaft widmen. In der bisherigen wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit den Verbindungslinien vom Ersten Weltkrieg zum Nationalsozialismus haben in diesem Zusammenhang vor allem die systematische Brutalisierung von Politik und Gesellschaft sowie die Militarisierung und letztlich Ideologisierung der Bevölkerung im Hinblick auf den bevorstehenden Krieg verstärkte Aufmerksamkeit erfahren. Die Bezugnahme auf die Frontkämpfer des Ersten Weltkriegs für die Konstituierung der nationalsozialistischen Bewegung und ihres Aufstiegs gilt der historischen Zunft als ausgemachte Tatsache – Hitler selbst ließ sich als „Sohn des Krieges“ stilisieren, seine „Kriegserlebnisse“ gelten heute als erforscht. Die Auffindung und Interpretation der tatsächlichen Referenzen auf den „Frontkämpfermythos“ im nationalsozialistischen Diskurs (sowie vice versa die Perspektive vor allem der Frontkämpferbünde auf den aufstrebenden Nationalsozialismus) sind in der geschichtswissenschaftlichen Forschung allerdings bisher kaum geleistet. In Konzentration auf den „Stahlhelm – Bund der Frontsoldaten“ soll die geplante Dissertation zur Erforschung der mystifizierten Verbindung zwischen Frontkämpfern und Nationalsozialismus beitragen.
Publikationen
- Frontgemeinschaft? Der "Stahlhelm. Bund der Frontsoldaten" und der Nationalsozialismus, in: Gerd Krumeich (Hg.), Nationalsozialismus und Erster Weltkrieg, Essen 2010 (Schriften der Bibliothek für Zeitgeschichte, N.F.; 24), S. 191-206.
- Tagungbericht: Nationalsozialismus und Erster Weltkrieg, in: newsletter AKM 33 (2009), S. 34-40. (online-pdf)
kooperative Veröffentlichungen
- Gerd Krumeich in Verbindung mit Anke Hoffstadt und Arndt Weinrich (Hg.): Nationalsozialismus und Erster Weltkrieg, Essen 2010 (Schriften der Bibliothek für Zeitgeschichte, N.F.; 24).
- zusammen mit Richard Kühl: Das Blut des Kriegers. Ernst Jüngers "Vermessung der Todeslandschaft" und die moderne Gewaltforschung, in: Christine Knust/Dominik Groß (Hg.), Blut. Die Kraft des ganz besonderen Saftes in Medizin, Literatur, Geschichte und Kultur, Kassel 2010, S. 81-100.
- zusammen mit Richard Kühl: Der lästige Widergänger und die toten "Helden". Zur Ikonisierung Paul Schulz' als Held und Märtyrer der frühen nationalsozialistischen "Bewegung", in: Dominik Groß/Christoph Schweikardt (Hg.), Die Realität des Todes. Zum gegenwärtigen Wandel von Totenbildern und Erinnerungskulturen, Frankfurt a.M./New York 2010, S. 261-299.
- zusammen mit Richard Kühl: Dead Man Walking. Der "Fememörder" Paul Schulz und seine "Erschießung am 30. Juni 1934", in: Historical Social Research 34 (2009), H. 4, S. 273-285.

