Tagungskonzept
Die Tagung "Nationalsozialismus und Erster Weltkrieg" widmet sich der Frage nach der Bedeutung des Ersten Weltkriegs für Aufstieg und Konsolidierung der nationalsozialistischen Bewegung und des Regimes nach 1933.
Dem Konzept der Tagung liegt die These zugrunde, dass der Nationalsozialismus als Massenbewegung nur Erfolg haben konnte, weil Hitler versprach, Deutschland von der "Schande von Versailles" zu reinigen, den Deutschen ihre "Ehre" sowie die verlorenen Gebiete wiederzugeben, und somit den Ersten Weltkrieg quasi doch noch zu gewinnen.
In der historischen Forschung besteht Konsens darüber, dass der rasante Aufstieg des Nationalsozialismus und seine Etablierung als "Zustimmungsdiktatur" ohne die Prägung durch den Ersten Weltkrieg kaum erklärbar sind. Die Tagung thematisiert dieses Transformationen und die Instrumentalisierung der Kriegserfahrung anhand einiger innovativer Fragestellungen. Wir hoffen, auf diese Weise erstmals ein kohärentes Bild der Verbindungslinien vom Ersten Weltkrieg zum Nationalsozialismus zu erhalten.
Tagungsbegleitend präsentieren Studierende der Neueren Geschichte vom 4. bis 23. März 2009 die Ausstellung „Soldatenbilder“ in den Räumlichkeiten der Universitätsbibliothek Düsseldorf
