ABTEILUNG FÜR WIRTSCHAFTSGESCHICHTE

Kommentiertes Vorlesungsverzeichnis SS 2011

 

Abteilung für Wirtschaftsgeschichte

 

Lehrveranstaltungen

Sommersemester 2012

                                                               

Prof. Dr. Susanne Hilger

23.31.06.65

 

Tel: 81-10681

hilgerphil-fak.uni-duesseldorfde

 

 

 

 

 

 

Sprechstunde: Mi 14-15 Uhr


Prof. Dr. Jörg Vögele

23.12.04.441

 

Tel: 81-13942

voegele@uni-duesseldorf.de

 

 

 

 

Sprechstunde: Di 12:15-13:45 Uhr

 

 

 

 

 

Benjamin Obermüller

 

ben.obermuellerarcorde

 

Argelanderstr. 58

 

53115 Bonn

23.31.05.26

Tel: 81-14022

Abteilung für Wirtschaftsgeschichte

Lehrveranstaltungen

Sommersemester 2012

 

Wirtschaft und Gesellschaft im Zeitalter der Industrialisierung
Economy and Society in the Times of Industrialization            

Hilger

Donnerstag, 14:30-16:00 Uhr (2stündig)
Geb. 22.01.HS 2B 
BA alt und neu: Aufbaumodul Neuzeit; Themenmodul 3
Master: Mastermodul
BA BWL: Wahlmodul
Studium universale: 2 CP
TeilnehmerInnen: 120

Beginn: 12. April 2012

Die Industrialisierung bildet eine der wegweisenden Zäsuren in der Geschichte der westlichen Welt mit nachhaltigen Konsequenzen für Staat, Wirtschaft und Gesell-schaft. Die Vorlesung befasst sich unter anderem mit der Frage, wie man den Industrialisierungsprozess zeitlich einteilen und begrifflich definieren kann. Welche Folgen ergaben sich daraus für die Wirtschaftsstruktur, also etwa die die Entwicklung der Märkte für Arbeit und Kapital? Welche neuen Industrien und Gewerbe entstanden? Welche Konsequenzen ergaben sich daraus für traditionelle Wirtschaftssektoren wie etwa die Landwirtschaft? Welche Regionen waren besonders von der Industrialisierung begünstigt und warum? Neben diesen Fragen wird das sich wandelnden Selbstverständnis von Staat und Unternehmen im Industriezeitalter eine Rolle spielen. Wie verändert sich die staatliche Politik, insbesondere im wirtschaftlichen und sozialen Bereich, in Anbetracht von Wirtschaftswachstum und „Arbeiterfrage“? Welche Strategien entwickeln Unternehmen, um sich im Auf und Ab von Krisen und Konjunkturen zu behaupten? Diese und andere Schwerpunkte sollen in ihren Wechselwirkungen sowie im internationalen Vergleich in der Vorlesung beleuchtet werden.

Literaturauswahl

Henning, Friedrich-Wilhelm, Handbuch der Wirtschafts- und Sozialgeschichte Deutschlands, Bd. 2, Paderborn 1996.
Hahn, Hans-Werner, Die industrielle Revolution in Deutschland (EDG, Bd. 49), München 1998. 
Pierenkemper, Toni, Umstrittene Revolutionen. Die Industrialisierung im 19. Jahrhundert (Fischer Europäische Geschichte), Frankfurt/Main 1996.
Ziegler, Dieter, Die industrielle Revolution, Darmstadt 2005.


Hauptseminar/Masterseminar 
Unternehmen im „Dritten Reich“ 
Enterprises in the „Third Reich“                            

Hilger

Mittwoch, 16:30-18:00 Uhr (2stündig)
Geb. 23.31.02.24 
BA: Hauptseminar
Master: Mastermodul
BA BWL: Wahlmodul
TeilnehmerInnen: 40

Beginn: 11. April 2012

Das Verhältnis von unternehmerischer Wirtschaft und NS-Staat stand in den vergangenen Jahrzehnten im Zentrum des Forschungsinteresses. Das Seminar unternimmt eine Synthese, indem es sich mit einzelnen Fallbeispielen aus unterschiedlichen Branchen auseinandersetzt und auch die Rolle der Staatsunternehmen, jüdischer Unternehmen und die Rolle von Unternehmen in der NS-Kriegswirtschaft betrachtet. Gegenstand des Seminars soll darüber hinaus die Auseinandersetzung bundesdeutscher Unternehmen mit der Vergangenheit sein.

Literaturauswahl

Buchheim, Christoph, Unternehmen in Deutschland und NS-Regime: Versuch einer Synthese, in: Historische Zeitschrift 282, 2006, S. 351-390.
Frei, Norbert, Schanetzky, Tim (Hg.), Unternehmen im Nationalsozialismus. Zur His-torisierung einer Forschungskonjunktur, Göttingen 2010.
Gall, Lothar/Pohl, Manfred (Hg.), Unternehmen im Nationalsozialismus, Stuttgart 1998.
Wiesen, Jonathan, West German Industry and the Challenge of the Nazi Past, 1945-1955, Chapel Hill 2001.




Hauptseminar/ Masterseminar
Die großen Seuchen in historischer Perspektive
Epidemics and Pandemics in Historical Perspective                

Vögele

Mittwoch, 14:30-16:00 Uhr (2stündig)
23.12.04.24
LPO: B2; BA alt: TMN2-4; BA neu: KF1210 / EF2210; Master: Mastermodul
Studium Universale: max. 10
Credit points: 2

Beginn: 11. April 2012

Ziel der Lehrveranstaltung ist es, den Charakter, die Bedeutung sowie die geogra-phische und soziale Verbreitung der wichtigsten Seuchen der Neuzeit (vor allem Pest, Pocken, Cholera, Typhus, Tuberkulose, Syphilis, Spanische Grippe und AIDS) zu rekonstruieren und ihre historische Bedeutung zu analysieren. Im Mittelpunkt steht dabei der gesellschaftliche Umgang mit diesen Krankheiten und deren politischen, sozialen, kulturellen und ökonomischen Auswirkungen und Folgen. Darüber hinaus sollen die von den damaligen Zeitgenossen getroffenen Maßnahmen zur Seuchenbekämpfung dargestellt, in die Entwicklung der medizinischen Theorien und Konzepte sowie des gesundheitspolitischen und Hygiene-Diskurses eingeordnet und hinsichtlich ihrer Wirkung analysiert werden. 

Literaturauswahl

W. H. McNeill, Seuchen machen Geschichte, München 1978.
J. Ruffie/J.-C. Sournia, Die Seuchen in der Geschichte der Menschheit, Stuttgart 2000.
M. Vasold, Grippe, Pest und Cholera. Eine Geschichte der Seuchen in Europa, Stuttgart 2008.
H. Wilderotter (Hg.), Das grosse Sterben - Seuchen machen Geschichte, eine Veröf-fentlichung des Deutschen Hygiene-Museums Dresden, Berlin 1995.
St. Winkle, Geisseln der Menschheit. Kulturgeschichte der Seuchen, Düsseldorf 2005.



Praxisseminar/Übung/Projektforum
Geschichte der Industriekultur
History of Industrial Culture                             

Hilger 

Freitag, 08:30-13:00 Uhr u.n.V. (Blockveranstaltung, 4stündig)
Geb. 23.31.02.27

BA alt: Projektseminar
BA neu: Praxissemianr
Master alt: Projektforum, Übung im Methodenmodul
Master neu: Projektforum, Übung im Exkursionsmodul
BA: BWL

TeilnehmerInnen: 25 

Die Wahl des Ruhrgebiets zur „Kulturhauptstadt Europas“ 2010 resultierte aus der „Erneuerung einer Industrieregion von 53 Städten und 5,3 Mio. Bewohnern aus 140 Nationen durch Kultur – ihre Verwandlung in eine neue lebendige Metropole.“ Besser als jede andere Region in Deutschland und Europa dokumentiert das Ruhrgebiet den wirtschaftliche Wandel, den Abstieg des sekundären und den Aufstieg des tertiären Wirtschaftssektors. Es steht ebenso für eine spezifische kulturelle Prägung durch Bergbau und Schwerindustrie, die seit rund 40 Jahren einen Prozess der Musealisierung durchläuft. Das Seminar, das sich an die Vorlesung vom Wintersemester 2010/2011 anschließt, besteht neben thematischen Seminarsitzungen aus Exkursionen zu aktiven und inaktiven Industriestandorten und Industriemuseen und sucht das Gespräch mit regionalen Institutionen im Bereich Museum und Industrie-Denkmalpflege sowie der unternehmerischen Wirtschaft.

Literaturauswahl

Eckart Bolenz/Markus Krause, Die andere Schönheit. Industriekultur in Nordrhein-Westfalen, Köln 2010.
Andrea Höber/Karl Ganser: IndustrieKultur. Mythos und Moderne im Ruhrgebiet. 1. Aufl., Essen 1999.
Roland Günter: Industriekultur und Architektur im Ruhrgebiet. Ein Inventar, in: Ulrich Borsdorf (Hg.): Zukunft war immer. Zur Geschichte der Metropole Ruhr. 1. Aufl., Essen 2007, S. 216–233.
Angela Schwarz, Industriekultur, Image, Identität. Die Zeche Zollverein und der Wandel in den Köpfen, Essen 2008.


Projektseminar
Von Smith zu Friedman: 
Geschichte der Wirtschaftstheorien vom 18. bis 20. Jahrhundert                          

Obermüller


Do 16:30-18:00 Uhr (2stündig)
Geb. 23.31.02.22 
BA: Projektseminar, Übung im Praxismodul
Master: Projektmodul
BA: BWL
TeilnehmerInnen: 25 


Kolloquium für ExamenskandidatInnen und DoktorandInnen/ Masterforum Wirtschaftsgeschichte
Colloquium for examination and doctoral candidates “Wirtschaftsgeschichte”/  Masterforum                                       

 Hilger

Blockveranstaltung, n.V. (1stündig)
Beginn: nach Vereinbarung.
Master: Mastermodul
TeilnehmerInnnen: ca. 15

Gegenstand der Veranstaltung ist die Vorstellung und Diskussion laufender Ab-schlussarbeiten. Der gleichzeitige Besuch des Forum Neuzeit ist insbesondere für Master-Kandidaten erforderlich.