ABTEILUNG FÜR WIRTSCHAFTSGESCHICHTE

Lehre

STUDIENANGEBOT

 Die Wirtschaft ist der zentrale Betrachtungsgegenstand des Faches, wobei es darum geht, die Determinanten für ökonomische Prozesse zu identifizieren und zu erklären. Das Fach Wirtschaftsgeschichte befasst sich mit der Rolle der Wirtschaft in der heutigen und vergangenen Gesellschaft und bildet insofern die ideale Ergänzung zu allen historischen, kultur- und sozialwissenschaftlichen sowie wirtschaftswissenschaftlichen Studiengängen. Als Magister-Nebenfach und als Themenmodul im Bachelorstudiengang Geschichtswissenschaft erweist sich die Wirtschaftsgeschichte als hochgradig kompatibel zum Studienangebot der Philosophischen Fakultät, als Wahlfach im Bachelorstudiengang BWL ist die Wirtschaftsgeschichte eine grundlegende Ergänzung für das Studienangebot der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät. 

 Prüfungsordnungen Magister, Bachelor, Master im Fach Geschichte

 Enge Berührungspunkte bestehen etwa zu den Sozial- und Politikwissenschaften, den Kultur- und Sprachwissenschaften, den Medienwissenschaften, den Europastudien und der Philosophie, so etwa

•  Integrationsprozesse

•  Innovation- und Know How-Transfer

•  Kulturtransfer: Beharrung und Anti-Modernismus,

•  Staat und Wirtschaft (Wettbewerbs- und Forschungspolitik)

•  Konsumgeschichte

•  Internationalisierung und Globalisierung

•  Geschichte der Unternehmenskommunikation, Rolle der unternehmerischen Öffentlichkeitsarbeit

•  Wirtschaftsethik und Kapitalismuskritik

•  Netzwerk- und Organisationsforschung

Dabei dienen international vergleichende Ansätze dazu, die Pfadentwicklungen einzelner Volkswirtschaften auf Abweichungen und Übereinstimmungen zu untersuchen und mit Blick auf aktuelle Fragestellungen (etwa Globalisierung, Amerikanisierung oder Europäisierung) zu diskutieren. Als transdisziplinäres Fach verbindet die Wirtschaftsgeschichte den historischen Diskurs mit der aktuellen Diskussion in Nachbardisziplinen wie etwa den Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, den Rechtswissenschaften (Corporate Governance, Shareholder value vs. Stakeholder value), den Kulturwissenschaften (Transkulturalität) oder den Sprach- und Medienwissenschaften (Medialität). Eine enge Lehrkooperation unterhält die Abteilung für Wirtschaftsgeschichte mit dem Institut für Geschichte der Medizin. Die Lehrveranstaltungen des Instituts, die im Rahmen der Historischen Studiengänge anrechenbar sind, bieten angehenden Historikern die Chance, sich mit Bevölkerungsgeschichte und den dazu gehörenden Ereignissen, Deutungen und Werten – wie Gesundheit und Krankheit, Geburt und Tod sowie Geschlechterrollen – als Grundtatsachen menschlicher Existenz auseinander zu setzen.


STUDIENAUFBAU

 Die Wirtschaftsgeschichte der Neuzeit umfasst den Zeitraum von ca. 1500 bis 2000. Schwerpunkte liegen insbesondere 
 •  bei der vor- und frühindustriellen Wirtschafts- und Sozialgeschichte, 
 •  bei der Wirtschafts- und Unternehmensgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts sowie insbesondere
 •  bei der Wirtschaftsgeschichte nach 1945. 

Dabei werden die sozioökonomischen Entwicklungen in Wechselwirkungen mit politischen und kulturellen Prozessen betrachtet. Während sich der fünfsemestrige Vorlesungszyklus mit der Wirtschafts- und Unternehmensgeschichte der neueren und neuesten Zeit (1648 bis 1990) befasst, konzentriert sich der siebensemestrige Proseminar-Zyklus auf die Wirtschaftsgeschichte Deutschlands im 20. Jahrhundert (U. Nocken). Als weitere Veranstaltung für Neueinsteiger vermittelt die „Einführung in die Wirtschaftsgeschichte“ als Übung methodische und historiographische Grundlagen. Weitere Übungen konzentrieren sich schwerpunktmäßig auf aktuelle Forschungsthemen zur Wirtschafts-, Sozial- und Unternehmensgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts oder widmen sich dem Praxisbezug. Fortgeschrittenen Studierenden stehen Haupt- und Masterseminare zu ausgewählten Spezial- oder Überblicksthemen der Wirtschaftsgeschichte offen.
 

PRAXISBEZUG
 

 Eine veranschaulichende, praxisorientierte Vermittlung des Lehrstoffes ist gerade in den historischen Wissenschaften von hoher Bedeutung. Exkursionen, Praktika oder durch die Vergabe von Magister- oder Projektarbeitsthemen erschließen den Studierenden Kontakte zur Praxis. Die Einbindung in museale oder auch privatwirtschaftliche Forschungsprojekte wie die Geschichte der Henkel KGaA und die enge Zusammenarbeit mit Institutionen, Verbänden und Museen wie dem Rheinischen Industriemuseum oder dem Stadtmuseum Düsseldorf zeugt von der herausragenden Rolle, die der Praxisbezug bei der wirtschaftshistorischen Lehre einnimmt.


 

 

Aktuelles Lehrangebot

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SS 2010

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SS 2009