Forschungs- und Interessenschwerpunkte
Meine Forschungs- und Arbeitsschwerpunkte können über die mit den untenstehenden Links abrufbaren themenbereichsspezifisch geordneten Publikationslisten (die sich der Natur der Sache gemäß teilweise überschneiden) nachverfolgt werden.
In jüngster Zeit liegt das Schwergewicht der Forschung im Bereich der Linguistischen Epistemologie, zu deren Kontext ich etwa meine Beschäftigung mit Frame-Semantik und jeder Art von Analyse sprachrelevanten Wissens rechne.
Lehr- und Forschungsschwerpunkt Öffentlicher Sprachgebrauch / Öffentliche Kommunikation
Am Lehrstuhl für Germanistische Sprachwissenschaft der Heinrich-Heine-Universität wurde mit der Berufung von Prof. Dr. Dietrich Busse der "Lehr- und Forschungsschwerpunkt Öffentlicher Sprachgebrauch / Öffentliche Kommunikation" eingerichtet und fest institutionalisiert, der die auch zuvor schon seit vielen Jahren an diesem Lehrstuhl betriebenen Lehr- und Forschungsaktivitäten in diesem Themenfeld aufgreift und weiterführt und unter Ausweitung der Zielsetzung auf weitere, z.T. neue Themenfelder in einem gemeinsamen Arbeits- und Diskussionskontext zusammenfasst.
Unter der Federführung von Dietrich Busse stehen im Rahmen dieses Forschungsschwerpunkts:
Arbeitsbereich 2:
Juristische Fachsprache und Öffentlicher Sprachgebrauch
Arbeitsbereich 4:
Sprache und gesellschaftliches Wissen: Frame-Semantik und Linguistische Epistemologie
Sonderforschungsbereich 991: The Structure of Representations in Language, Cognition, and Science
Teilprojekt B 05: Frame-Analyse von Rechtsbegriffen im Deutschen
Leitung: Univ.-Prof. Dr. Dietrich Busse
Wissenschaftlicher Mitarbeiter: Detmar Wulf M.A.
Wissenschaftliche Hilfskraft: Michaela Graewer M.A.
In dem Forschungsprojekt soll am Beispiel von Begriffen aus der Domäne „Recht“ die Frame-Struktur komplexer Fachbegriffe analysiert und dabei aufgezeigt werden, dass mit frame-analytischen Verfahren semantische und konzeptuelle Relationen weitaus präziser erfasst werden können, als dies mit den bislang üblichen Verfahren möglich ist. Die hohe semantische Komplexität vieler Rechtsbegriffe sowie die hohe Frequenz von handlungs- und vorgangs-bezogenen Begriffen erfordert eine spezifische Anpassung des Frame-Modells, die auf der Basis des frametheoretischen Ansatzes von Barsalou und seiner Weiterentwicklung durch das SFB-Team geleistet werden soll. Geplant sind synchrone Analysen einer größeren Zahl von Rechtsbegriffen aus den beiden großen Rechtsgebieten (Zivil- und Strafrecht) ebenso wie Vergleiche kontroverser Begriffsdefinitionen sowie die beispielhafte Untersuchung diachronen Bedeutungswandels für einige der Begriffe. Die Ergebnisse können beispielhaft sein auch für die Analyse komplexer Fachbegriffe in anderen Fachsprachen / Registern.
The project aims at the application of frames to the semantic description of German legal terms, taken as a special case of highly complex professional terms and concepts. It will be demonstrated that frame-semantic methods are suitable to describe and analyze semantic and conceptual relations in the semantics of law (and other professional languages or registers) far more precisely than traditional methods. The high semantic complexity of law terms as well as the central role of action and event terms requires a specific design of the frame-semantic approach. The descriptions of representative German law concepts will include controversial definitions as well as diachronic change of meaning.


