Termine
Klausurzeit von 10 - 13.30 Uhr (bitte 9.45 vor Ort sein) | ||
Magister: ZP-KlausurAnmeldung zur ZP nach der Magister-Studienordnung vom 29.06.2000 / angewendet ab 1.04.2001 | 1. Klausurtermin 8.9.2010 in 01.24
| Anmeldung
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Magister: ZP-HausarbeitAnmeldung zur ZP nach der Studienordnung vom 19.03.1998 Lehramt: ZP-Hausarbeit Anmeldung zur ZP nach der Studienordnung vom 19.10.1998 | Gilt für Studierende, denen Leistungen aus anderen Universitäten für das Grundstudium anerkannt wurden bzw. für Düsseldorfer Studierende, die vor 2001 mit dem Studium begonnen haben. | Anmeldung bis 25.8.2010 |
Fragenkatalog
Revidierter Fragenkatalog für die Zwischenprüfungsklausur
(Stand April 2005 - gilt erstmals für die ZP am 29.07.2005)
Zusammensetzung der Klausur
Bitte lesen Sie zuerst unbedingt die Durchführungsbestimmungen für die Zwischen-
prüfungsklausur der Germanistik [Magisterstudiengang]!
Einführung (A): 6 Fragen
2 x 1-Punkt
2 x 2-Punkte
2 x 3-Punkt
Höchstpunktzahl: 12 Punkte
Teilbestehensgrenze: 6 Punkte
Grundseminare (B-D): 6 Fragen
1 x 1-Punkt
3 x 2-Punkte
2 x 3-Punkt
Höchstpunktzahl: 13 Punkte
Teilbestehensgrenze: 7 Punkte
Gesamtpunktzahl: 25 Punkte
Gesamtbestehensgrenze: 13 Punkte
A = Einführung (27 Fragen)
1-Punkt-Fragen:- A 1. Datieren Sie die Perioden der deutschen Sprachgeschichte.
- A 2. Was versteht man unter der Benrather Linie und wie ist ihr geographischer
Verlauf? - A 3. Was sind Phoneme, und wie werden sie ermittelt? (Beispiele)
- A 4. Ermitteln Sie anhand der Minimalpaarmethode sechs
Konsonanten-Phoneme und sechs Vokalphoneme des Deutschen
(bei den Vokalphonemen 3 Kurz- und 3 Langvokale). - A 5. Erklären Sie die Termini Phon, Phonem, Allophon (Beispiele).
- A 6. Was ist ein Morphem, und welche Arten von Morphemen werden
unterschieden? (Beispiele) - A 7. Welche Wortarten lassen sich für das Deutsche unterscheiden?
- A 8. Erklären Sie die Termini Substantiv, Subjekt, Prädikat und Verb.
- A 9. Welche Aspekte eines Sprechakts werden nach Searle unterschieden?
2-Punkt-Fragen:
- A 10. Erläutern Sie den prinzipiellen Unterschied von Bilderschriften
und Alphabetschriften. - A 11. Erläutern Sie die Zeichen-Typologie nach Peirce (mit Beispielen).
- A 12. Erläutern Sie die folgenden semantischen Relationen: Synonymie,
Polysemie, Homonymie, Hyponymie, Hyperonymie, Antonymie. - A 13. Wie ist in Saussures „Cours“ (Bally/Sechehaye) das sprachliche
Zeichen erklärt? - A 14. Erläutern Sie die Termini Arbitrarität und Konventionalität.
- A 15. Erläutern Sie bedeutsame Faktoren der
Sprachvereinheitlichung vom Fnhd. zum Nhd. - A 16. Stellen Sie den Ansatz der Merkmalsemantik dar.
- A 17. Bestimmen Sie sechs vokalische Phoneme des Deutschen
nach ihren distinktiven Merkmalen. - A 18. Bestimmen Sie sechs Konsonantenphoneme des Deutschen
nach ihren distinktiven Merkmalen.
3-Punkt-Fragen:
- A 19. Erstellen Sie von folgendem Ausdruck eine stufenweise
morphematische Analyse in freie/gebundene, lexikalische/
grammatische Morpheme bzw. Allomorphe:
U n v e r s t ä n d l i c h k e i t s p r i n z i p. - A 20. „Kartoffeln und Himbeeren gehören zu den Grundnahrungsmitteln
der westeuropäischen Bevölkerung.“ Segmentieren Sie diesen
Satz in Morpheme, unterstreichen Sie die lexikalischen Morpheme
und diskutieren Sie die Zweifelsfälle. - A 21. Skizzieren und erläutern Sie das Organon-Modell von Bühler.
- A 22. Erläutern Sie den Begriff der konversationellen Implikatur.
- A 23. Erläutern Sie an Beispielen Prinzipien der deutschen Rechtschreibung.
- A 24. Erörtern Sie Sprachwandelerscheinungen in der deutschen
Gegenwartssprache. - A 25. Analysieren Sie ein Rauchverbotsschild zeichentypologisch (nach Peirce).
- A 26. Referieren Sie die Grundzüge der Wortfeldtheorie (nach J. Trier).
- A 27. Erörtern Sie verschiedene Auffassungen zum Verhältnis von
Sprache und Denken.
B = GS I: Grammatik (23 Fragen)
1-Punkt-Fragen:- B 1. Wodurch unterscheiden sich starke und schwache Verben im Deutschen?
- B 2. Nennen Sie die Modi des Deutschen. Welcher ist der „Normalmodus“?
- B 3. Führen Sie je einen deutschen Satz mit Genitiv-Attribut und
Genitiv-Objekt an. - B 4. Nennen Sie je ein Beispiel für den attributiven, prädikativen und
adverbialen Gebrauch eines deutschen Adjektivs. - B 5. Welche Satzarten gibt es im Deutschen?
- B 6. Was versteht man unter Verbvalenz?
- B 7. Ordnen Sie die Substantive
Gott - Gold - Düsseldorf - Gerechtigkeit - Obst - Schlaf - Affe - Opel - Klugheit
den folgenden Kategorien zu:
a) Gattungsbezeichnungen (Appellativa), b) Eigennamen (Propria),
c) Konkreta, d) Abstrakta, e) Kollektiva, f) Stoffbezeichnungen,
g) Produktnamen
2-Punkt-Fragen:
- B 8. Was ist grammatische Kongruenz? (Beispiele)
- B 9. Erläutern Sie den Unterschied zwischen Wortarten und Satzgliedern.
- B 10. Geben sie an, um welche Art von Subjekt es sich in den folgenden
Sätzen handelt:
a) „Der Dozent nimmt den StudentInnen die Grammatik ab.“
b) „Einsteins Ansatz war ein großer Fortschritt.“
c) „Es regnet heute wieder den ganzen Tag.“
d) „Es ging eine Träne auf Reisen.“
e) „Wer andern eine Grube gräbt, fällt selbst hinein.“
f) „Sich regen bringt Segen.“ - B 11. Erläutern Sie die morphologischen und syntaktischen Unterschiede
zwischen Vollverben und Modalverben. - B 12. Bestimmen Sie die syntaktischen Funktionen der Präpositionalgruppen.
- B 13. Erläutern Sie die grammatischen Kategorien der Konjugation.
- B 14. Erklären Sie die Termini Paradigma und Syntagma und setzen Sie diese
in Beziehung zu Permutation und Kommutation. - B 15. Erläutern Sie den Unterschied von Flexion, Derivation und Komposition.
- B 16. Was sind kopulative, possessive und determinative Komposita?
Geben Sie Beispiele.
3-Punkt-Fragen :
- B 17. Analysieren Sie den folgenden Satz syntaktisch und explizieren Sie
die Analysekategorien:
"Frau von Staëls Werk "de L'Allemagne" ist die einzige umfassende
Kunde, welche die Franzosen über das geistige Leben Deutschlands
erhalten haben." - B 18. Erläutern Sie die wesentlichen Formen und Funktionen des Konjunktivs
im Deutschen und geben Sie Beispiele. - B 19. Stellen Sie die Valenz-Theorie nach Tesnière dar.
- B 20. Diskutieren Sie das Verhältnis von Rektion und Kongruenz.
- B 21. Diskutieren Sie verschiedene Satzdefinitionen.
- B 22. Unterscheiden Sie möglichst viele Satzmuster des Deutschen nach der Stellung
des finiten Verbs (Erst-, Zweit-, Letztstellung) und geben Sie Beispiele an. - B 23. Analysieren Sie die folgenden Sätze grammatisch und kommentieren Sie sie
unter dem Aspekt des Sprachwandels:
a) „Im März diesen Jahres werden wir ein Jubiläum feiern.“
b) „Ich gehe heute nicht aus, weil ich möchte das neue Buch von
Peter Handke lesen.“
C = GS II: Semantik-Pragmatik (23 Fragen)
1-Punkt-Fragen- C 1. Womit beschäftigt sich die Semantik?
- C 2. Was versteht man unter Synonymie, Polysemie und Homonymie?
- C 3. Was ist das semiotische Dreieck?
- C 4. Aus welchen Teilakten besteht nach Searle ein Sprechakt?
- C 5. Was sind die Konversationsmaximen nach Grice?
- C 6. Was versteht man unter Präsupposition?
- C 7. Welche Sprechaktklassen werden nach Searle unterschieden?
2-Punkt-Fragen
- C 8. Erläutern Sie die Termini konventionelle und konversationelle Implikatur.
- C 9. Erläutern Sie an Beispielen die Funktionen von Illokutionsindikatoren.
- C 10. Erläutern Sie das Verhältnis von Wort- und Satzbedeutung.
- C 11. Stellen Sie die Merkmalsemantik an einem Beispiel dar.
- C 12. Stellen Sie die Prototypen-Semantik mit Hilfe von Beispielen dar.
- C 13. Problematisieren Sie die so genannten Onomatopoetika
zeichentypologisch (nach Peirce). - C 14. Welche Problematik wirft die terminologische Unterscheidung
performativ - konstativ auf? - C 15. Was sind indirekte Sprechakte?
- C 16. Kommentieren Sie Wittgensteins Diktum „Die Bedeutung eines
Wortes ist sein Gebrauch in der Sprache." (PhU, § 43)
3-Punkt-Fragen
- C 17. Erörtern Sie die Wortfeldtheorie nach Trier am Beispiel der Entwicklung
des mittelhochdeutschen Wortfelds „wîb" zum neuhochdeutschen
Wortfeld „Frau". - C 18. Stellen Sie das Konzept der Frame-Semantik dar.
- C 19. Erörtern Sie Saussures Konzept des sprachlichen Wertes.
- C 20. Skizzieren Sie das Organon-Modell von Bühler und erörtern Sie seine
Relevanz für die linguistische Pragmatik. - C 21. Erörtern Sie Wittgensteins Sprachspiel-Konzept.
- C 22. „How to do things with words“
Inwiefern beschreibt dieser Titel die Programmatik
der Sprechakttheorie? - C 23. Erläutern Sie die Theorie der konversationellen Implikaturen nach Grice.
D = GS III: Historische und soziale Aspekte des Deutschen (23 Fragen)
1-Punkt-Fragen- D 1. Nennen Sie die wichtigsten indoeuropäischen Sprachen.
- D 2. Skizzieren Sie die dialektale Gliederung des Deutschen.
- D 3. Wodurch unterscheidet sich das Germanische von den übrigen
indoeuropäischen Sprachen? - D 4. Was verstehen Sie unter "Fremdwort" - "Lehnwort" - "Lehnübersetzung"?
Geben Sie Beispiele. - D 5. Wodurch unterscheiden sich die hochdeutschen Dialekte vom Niederdeutschen?
- D 6. Definieren Sie den Terminus „Standardsprache“.
- D 7. Nennen Sie die kulturellen Zentren und vorherrschenden literarischen
Gattungen des Mhd.
2-Punkt-Fragen
- D 8. Grenzen Sie das Frühneuhochdeutsche anhand sprachexterner
Kriterien ab. - D 9. Nennen Sie die sprachsystematischen Veränderungen vom Mhd. zum Nhd.
- D 10. Erläutern Sie das Verhältnis von Defizit- und Differenzhypothese
in der Soziolinguistik. - D 11. Erläutern Sie das Verhältnis Genus und Sexus.
- D 12. Welche grammatisch-semantische Problematik werfen folgende Sätze auf?
a) „Wenn der Arzt im Praktikum schwanger wird, hat er Anspruch
auf Urlaub nach den Regelungen des Mutterschutzgesetzes.“
b) „Frau Schulze ist Doktor der Philosophie.“
c) „Frau Professor Schwan kandidierte für das Amt des Bundespräsidenten.“
d) „Die beiden Frauen waren Zeugen des Vorfalls.“ - D 13. Rekonstruieren Sie die Geschichte des englischen Spracheinflusses auf
das Deutsche. - D 14. Stellen Sie bedeutsame Etappen der deutschen Orthographie-Entwicklung
seit Luther dar. - D 15. Erörtern Sie historisch bedeutsame Einflüsse fremder Sprachen
auf das Deutsche. (Beispiele) - D 16. Zu welchen Zeiten spielte der Sprachpurismus in Deutschland eine
herausragende Rolle?
3-Punkt-Fragen
- D 17. Was versteht man unter synthetischem und analytischem Sprachbau?
Wie ist das Deutsche zu charakterisieren? Gehen Sie anhand von
Beispielen auf die Entwicklung des Deutschen ein. - D 18. Charakterisieren Sie die sprachgeschichtliche Bedeutung Luthers.
- D 19. Was versteht man unter diskursorientierter Sprachgeschichtsschreibung?
- D 20. Erörtern Sie verschiedene Sprachwandel-Theorien.
- D 21. Stellen Sie das Konzept der Varietäten-Linguistik dar.
- D 22. Erörtern Sie das Konzept der feministischen Sprachkritik.
- D 23. Illustrieren Sie die Methodik der Etymologie an Beispielen und
grenzen Sie die Volksetymologie dagegen ab.
