
Bildrecht liegt bei der Autorin
Vorhang auf!
Hanna und Lukas besuchen zum ersten Mal eine Abendvorstellung im Theater. Sie wollen sich das Ballett „Die vier Jahreszeiten“ ansehen, in dem ihre große Cousine Mia mittanzt. Da Mia ein Teil des Ensembles ist, haben Hanna und Lukas vor der Vorstellung die Möglichkeit, hinter die Kulissen einer Theaterproduktion zu schauen. Diese Besichtigung hat Christa Holtei auf zwölf Doppelseiten für Kinder ab vier Jahren anschaulich beschrieben. Die Illustrationen von Günther Jakobs führen den kleinen Leser auch visuell hinter die Bühne.
Mia nimmt ihre Cousine und ihren Cousin mit in den Ballettsaal, wo geprobt wird und wo sich die Tänzer aufwärmen; sie schauen in den Theaterwerkstätten und beim Kostümbildner vorbei - immer auf der Suche nach Mias Ballettschuhen, die sie ausgerechnet jetzt nicht mehr finden kann. Die Zeit drängt: Mias Auftritt steht kurz bevor, und sie muss noch in die Maske, wo sie von der Maskenbildnerin geschminkt wird. Als Mia ihre Schuhe dann in letzter Minute doch noch gefunden hat, bleibt noch ein wenig Zeit, um Hanna und Lukas den Orchestergraben und das Pult der Inspizientin zu zeigen. Danach müssen sie sich schnell in den Zuschauerraum begeben, um die Vorstellung und Mias Auftritt von dort sehen zu können.
Die Mischung aus Bilderbuchgeschichte und Sachbuch ist mit dieser „Theaterbesichtigung für Kinder“ - so der Untertitel von „Willkommen im Theater!“ - perfekt gelungen. Auf der Umschlaginnenseite erhält der junge Leser zunächst mittels eines Querschnitts einen Überblick über die Architektur eines Theaters. Dieser Querschnitt erscheint zur Orientierung in kleinerem Format auf jeder Doppelseite mit der Markierung des jeweiligen Raumes, den Hanna und Lukas gerade besichtigen. Außerdem beinhaltet jede Doppelseite einen Infokasten, der passend zum Thema optisch immer anders gestaltet ist und Informationen zu den Theaterberufen oder Räumen enthält.
Als Anreiz, die Illustrationen von Günther Jakobs ganz genau zu betrachten, ist auf jeder der zwölf Doppelseiten ein Hinweis auf ein Märchenballett versteckt. So steht z. B. beim Pförtner ein Nussknacker oder hinter der Bühne ein Schwan, oder Peter und der Wolf laufen durch das Treppenhaus. Nicht immer ganz einfach zu entdecken - aber die Auflösung befindet sich ja zum Glück auf der letzten Seite des Buches.
Wer seine Kinder neugierig machen möchte auf einen Theaterbesuch, der ist mit "Willkommen im Theater!" gut bedient. Früh übt sich, und warum sollte etwas so Aufregendes wie eine Theatervorstellung oder ein Ballett keine Faszination auf Kinder ausüben? Das neue Sachbilderbuch von Christa Holtei und Günther Jakobs liefert auf jeden Fall die richtigen Argumente.
(Sabine Mahnel in: Literaturmarkt, online-Literaturzeitschrift für Deutschland, 19.03.2012)
Theater ist schön, aufregend und mach staunende Kinderaugen. Theater ist geheimnisvoll. Vor allem wenn junge Zuschauer zu begreifen beginnen, dass das, was da auf der Bühne sielt, tanzt, singt, schillert, zaubert, Detail eines großen Gesamtwerks ist. das Buch „Willkommen im Theater!“ von Christa Holtei und Günther Jakobs gestattet den Blick hinter die Bühne. Mit Hanna und Lukas und ihrer großen Cousine, der Tänzerin Mia streifen die Leser durch Räume, Treppen und Gänge hinter Foyer, Vorhang und Bühne. Und staunen nicht schlecht, was hier vom Pförtner über Schlosser, Schreiner, Tischler bis zu Kostüm- und Maskenbildnern, Beleuchtern und Inspizienten für Menschen für die eine Sache arbeiten. Das Buch kann auch kreuz und quer gelesen und geblättert werden; Querschnitte durch das Theatergebäude, Faktensammlungen und liebevolle Bilder reichern die Geschichte an, so dass ein umfassendes Bild vom Theater entsteht, und dem jungen Publikum einen Einblick gestattet, wie viel Arbeit im schönen Ereignis steckt.
(In: Dresdner Neueste Nachrichten, 21.05.2012)
Wäre ein Preis für das lehrreichste Bilderbuch des Herbstes zu vergeben, könnte man ihn dem großformatigen Band „Die Straße“ von Christa Holtei (Text) Gerda Raidt (Illustration) verleihen. Auf sieben Doppelseiten wird so Großes wie deutsche Geschichte und so Kleines wie die Veränderung der Familienstrukturen behandelt. Ein aufgeschnittenes Haus und eine Straßenkreuzung im Verlauf von hundert Jahren - ein einfaches, schlüssiges Konzept. Zunächst lebt oben die bürgerliche Familie mit Haushälterin und Klavierlehrerin und unten das Küchenpersonal samt in der Blechwanne badenden Kindern; in der Gegenwart sind die Yuppies mit der offenen Küche, dem großen Eichentisch, ausgebautem Dachgeschoss und Apple-Computer eingezogen, darunter wohnt der alleinerziehende Vater. Als Anhang gibt es „Spannende Informationen und Hintergründe“ über Kinderspiel, Haushalt, Berufe und Transport im Wandel der Zeiten (ab 5 Jahren).
(Marianne Wellershoff in: Spiegel Online Kultur, 24.10.2011)
Wie es war.
Eine Bilderbuch-Zeitreise durch 100 Jahre.
Am anschaulichen Beispiel einer Straßenkreuzung und der Innenansicht eines Wohnhauses stellt Gerda Raidt eine Bilderzeitreise dar: Auf sieben großformatigen Doppelseiten betrachten Kinder - am besten gemeinsam mit jemandem, der älter ist als sie - das sich wandelnde Alltagsleben.
Vor hundert Jahren hatte man als Kind eine Schiefertafel zum Schreiben und einen Nachttopf unter dem Bett stehen. Außerdem gehörten Pferde zum üblichen Straßenbild. Was haben Kinder damals gespielt? Wie hat man sich gewaschen? Sahen die Schulranzen aus wie heute?
Die Illustratorin hat unzählige Details gezeichnet, um die historischen Fakten so gut wie möglich zu vermitteln. Dazu koloriert sie ihre Bleistiftzeichnungen am Rechner und schafft es durch die Farbgebung, eindringlich die düstere Stimmung der Kriegs- und Nachkriegsjahre einzufangen. Ganz ohne Text ging es jedoch nicht, und so wurde Christa Holtei mit ins Boot geholt, um auf vier Doppelseiten gebündelt zu verschiedenen Themen mehr Wissenswertes für Kinder zu präsentieren. Ein außergewöhnliches Buch, das zum Dialog zwischen den Generationen einlädt!
(Antje Ehmann in: Die Zeit, November 2011)
Früher
Bilder eignen sich gut dazu, die kindliche Frage „Wie war es früher?“ zu beantworten. Besonders dann, wenn die historischen Tatsachen nicht in den Hintergrund treten, sondern als Schlüssel für die Szenen dienen, wie in dem großformatigen Bildband Die Straße. Eine Bilderreise durch 100 Jahre. Das inhaltliche Konzept der sieben Doppelseiten setzt auf Entdecken und Wiedererkennen. Ausgangspunkt ist immer derselbe Ort, eine Straßenkreuzung in einer Stadt in ländlicher Umgebung und der Einblick in ein Haus mit zwei Wohnungen. Bis auf den ausführlichen, sehr informativen Anhang wird auf Text verzichtet. Detailreich mit akribischer Genauigkeit sind die Veränderungen im privaten und öffentlichen Leben zu entdecken, wird aus der gnädigen Frau, um 1911, die näht und das Stubenmädchen beaufsichtigt, die junge Loftbewohnerin von heute, mit dem Laptop auf den Knien, während der Ehemann nicht wie früher sich zigarrerauchend hinter der Zeitung versteckt, sondern in der Designer-Küche Gemüse schnipselt. Immer laufen Kinder durch die Bilder, spielend in Haus und Straße, oder marschierend in HJ-Uniformen auf der Doppelseite von 1933. Manches politische Bildzitat entdeckt vielleicht nur der Erwachsene. (ab 9 Jahre)
(In: Süddeutsche Zeitung, Online-Rezension/ mediathek/ Januar 2012)
Wer stahl Uromas Lieblingsbild?
Die aufgeweckten Zwillinge Marie und Luise und ihr Cousin Julian, der liebend gern Justus von den „Drei Fragezeichen“ wäre, müssen die Sommerferien in ihrer Heimatstadt Düsseldorf verbringen und stellen sich auf langweilige Wochen ein. Das ändert sich schlagartig, als ihre Großmutter ein Tagebuch von 1955 auf dem Dachboden findet. Nach dem Tod der Ur-Ur-Großmutter von Marie, Luise und Julian verschwand auch ein Bild, das ihr viel bedeutet hatte. Dass ihre Großmutter und ihr Großonkel, die seinerzeit die Fährte aufnahmen, den Fall nicht lösen konnten, macht die Kinder neugierig. In dem Tagebuch hat der Großonkel alle Ermittlungen festgehalten.
Seine Aufzeichnungen laden geradezu zu einer Erkundungstour durch das Düsseldorf der Nachkriegszeit ein. Die drei Schüler beginnen ihre Nachforschungen und kommen nach und nach nicht nur dem Täter, sondern auch der Stadtgeschichte auf die Spur.
Neben einer spannenden und abwechslungsreichen Handlung bietet „Ermittlung Bilderdieb“ viele sympathische Charaktere und interessante Fakten über Düsseldorf im Vergleich heute/1955. Christa Holtei schreibt auch für die jungen Leser gut verständlich und schafft den Spagat zwischen Mitratekrimi und informativen Schilderungen. Aufschlussreich ist hierbei vor allem der angehängte „Wiki“-Teil, ein „Düsseldorf-Lexikon 1955“ und eine Zusammenfassung der Veränderungen am Haus von Ur-Ur-Großmutter Henriette an der Haroldstraße. So wird Geschichte lebendig. (lh)
(In: Ratinger Wochenblatt, 14.04.2011)
Jugendroman aus Düsseldorf
Statt Urlaub am Meer zu machen, verbringen die Zwillinge Marie und Luise den Sommer mit ihrem Cousin Julian, den sie eigentlich gar nicht leiden können. Die Ferien drohen ein Reinfall zu werden. Doch dann kramt die Oma der drei Düsseldorfer Kinder ein altes Tagebuch hervor: Im Jahr 1955 hatten die Großmutter und ihr Bruder versucht, den Diebstahl eines Bildes aufzudecken. Erfolglos. Jetzt nehmen sich die Enkel vor, das Erbstück zu finden. "Ermittlung Bilderdieb" ist der neue Jugendroman von Christa Holtei. Er spielt sowohl heute als auch im Düsseldorf von 1955. Mit Geschick verwebt Holtei die Handlungsstränge und führt die Leser durch eine Zeitreise in der Stadt. (...)
Für Kinder und Jugendliche, die sich für Geschichte interessieren, und sich in Düsseldorf auskennen, ist das Buch ein charmanter Ferien-Schmöker.
(Kerstin Artz in: Rheinische Post, 19.04.2011)
In diesem großartig geschriebenen und gestalteten Buch erfährt man alles Wissenswerte und Wichtige über das Judentum, den Islam, den Buddhismus, Hinduismus und das Christentum. Das Buch fängt mit dem Frühling an und geht durch das ganze Jahr. Die jeweiligen Feste und Bräuche der einzelnen Religionen werden erklärt und mit tollen Bilden von Tilman Michalski begleitet. Jede Religion wird auf einer Seite kurz und bündig erklärt. Ein sehr umfangreiches und von Christa Holtei gut geschriebenes Buch. Empfohlen ab 4 Jahren, aber auch ein guter Begleiter durch die Grundschule und auch für Erwachsene bietet dieses Buch viel Wissenswertes.
(Buchhändler-Rezension für Libri.de)
Sind in der Schule oder im Kindergarten Kinder verschiedener Religionen, wird den Kindern erst einmal bewusst, dass in anderen Familien ganz andere Feste gefeiert werden als bei uns. Das Thema ist riesengroß, denn 5 Weltreligionen haben natürlich auch ihre jeweils besonderen Fest- und Feiertage.
In „Das große Familienbuch der Weltreligionen“ werden das Judentum, das Christentum, der Islam, der Buddhismus und der Hinduismus mitsamt ihren Bräuchen vorgestellt. Gleich zu Beginn gibt es eine kleine Einführung mit Informationen zu den 5 Weltreligionen. Danach geht es weiter mit den Festen und Bräuchen, verteilt auf die Jahreszeiten. Jeder Religion wurde hier eine bestimmte Farbe zugewiesen damit man den Überblick nicht verliert. Pro Seite wird ein Fest vorgestellt und der Hintergrund (auch in Form von Illustrationen) erläutert. Im Buch verteilt finden sich zudem noch die Steckbriefe der 5 Weltreligionen. Am Ende des Buches gibt es noch einmal eine Zusammenfassung der Feste, getrennt nach Religion, was das Auffinden eines bestimmten Feiertages sehr vereinfacht. Natürlich gibt es auch ein Glossar für Fremdwörter und Symbole und ein Register.
Das Buch ist wirklich sehr interessant geschrieben und bietet eine Fülle an Informationen. Auch wenn das Buch eher jüngere Kinder ansprechen soll, so finden ältere Kinder und Erwachsene garantiert auch die eine oder andere Tatsache, die sie noch nicht gewusst haben. In unserer immer stärker werdenden multikulturellen Gesellschaft, kann es nicht schaden über den Nachbarn, und den möglicherweise gerade stattfindenden heiligen Feiertag, Bescheid zu wissen. Auch wenn uns manche Riten vielleicht fremd erscheinen mögen, so können wir doch Rücksicht nehmen und sie akzeptieren. Dafür braucht man Wissen – und das ergibt sich durchaus aus diesem Buch.
(Kinderbuch-Rezensionen.de für kinder-stadt e.V. Stuttgart, 2011
Hannes, der Küchenjunge, hat gute Freunde. Sie helfen ihm, das Geheimnis des fremden Ritters auf der Burg zu ergründen. Ist er Engländer oder Franzose? Und was hat er mit dem Spielmann Geoffrey zu tun? Konrad, der Sohn des Grafen, muss schnell Antworten haben, denn er ist besorgt um die Sicherheit seines Vaters und all der Gäste, die sich zum Weihnachtsschmaus auf der Burg versammelt haben.
Kleider, Waffen, Speisen, Musikinstrumente, Sitten und Bräuche aus dem Mittelalter werden den jungen Lesenden in diesem kurzweiligen Krimi vor Augen geführt. Helden der Geschichte sind 10- bis12-jährige Kinder. Am Ende jeden Kapitels können sie beim Betrachten einer Tuschzeichnung ihre Beobachtungsgabe schulen. Und im Anhang lernen sie Wissenswertes über den Alltag auf einer Burg und sprachliche Zusammenhänge.
(Monika Fuhrer für Kinder- und Jugendmedien, Schweiz/ www.kjmbefr.ch/datenbank/detail.html)
„Das Zeichen des fremden Ritters“ ist ein spannendes Buch für die schon etwas größeren Leseratten. In einem spannenden Abenteuer verpackt es Geschichtswissen aus dem Mittelalter. Es erzählt die (erfundenen) Vorkommnisse vom Weihnachtsfest 1391 auf der Burg Erlenburg. Der Küchenjunge Hannes findet im Burggraben einen geheimnisvollen Fremden, den er vor dem Kältetod rettet. Gemeinsam mit seinen Freunden aus der Stadt und dem Grafensohn sorgt er dafür, dass man sich um den Fremden kümmert und ihn gesund pflegt und findet heraus, was es mit diesem Fremden auf sich hat, der mit seinem unbekannten fünfeckigen Stern auf dem Wams und einem zugenähten Etui für einige Rätsel sorgt. (...) Der Anhang hält darüber hinaus noch weiteres Wissenswertes zum Leben auf einer mittelalterlichen Burg, zu Rittern, zur Weihnachtszeit im Mittelalter und zum hunderjährigen Krieg zwischen England und Frankreich bereit.
Fazit: Eine wirklich flüssig zu lesende und spannende Geschichte, die gleichzeitig auch noch Wissen vermittelt. ─ Sehr empfehlenswert.
(Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur & Medien der GEW/ AJUM Datenbank www.ajum.de/anzeige.php)
Falsche Beschuldigung: Paul, der erst seit ein paar Wochen im Kloster ist, wird vorgeworfen, er habe das Buch mit dem Karfunkelstein gestohlen. Der grundehrliche Paul würde niemals jemandem etwas wegnehmen. Doch wie kann er seine Unschuld beweisen? Zum Glück hat er gute Freunde und einen liebevollen Vater, die auf seiner Seite sind und alle Hebel in Bewegung setzen, um Paul zu helfen. Doch das ist gar nicht so einfach, da es im Kloster viele Regeln gibt, die man kaum umgehen kann. Mit großer Beobachtungsgabe und Kombiniertalent kommen die kleinen Detektive bald auf eine heiße Spur.
Ein spannender Krimi aus dem Mittelalter. So ganz nebenbei erfahren die Lesenden viel Wissenswertes über das mittelalterliche Klosterleben. Nach jedem Kapitel wird eine knifflige Frage gestellt, die für den weiteren Verlauf der Geschichte von großer Bedeutung ist. Fesselnd erzählt, so dass man den Krimi fast nicht mehr aus den Händen legt, bis man an der letzten Seite angelangt ist.
(Jeannette Grischott für den Bibliotheksverbund Basel/Bern)
Im Kloster von Erlenburg geht es ungemütlich zu: Es tobt ein Herbststurm. Und dann wird der zwölfjährige Paul auch noch des Diebstahls bezichtigt. Kein guter Start ins Klosterleben, das Paul erst zwei Wochen zuvor angetreten hat. Aber zum Glück kann er sich auf seine Freunde verlassen - und auf die Leser, die in dem Mitratekrimi aus dem Mittelalter mit auf Spurensuche gehen. Das Buch mit dem Karfunkelstein lautet sein Titel - und genau das ist verschwunden. Paul ist mit den Gepflogenheiten des Klosterlebens noch nicht vertraut, also fällt es ihm doppelt schwer, sich von dem ungeheuren Verdacht zu befreien. Christa Holtei entführt ihre Leser ins Jahr 1390. Einige Seiten mit Hintergrundwissen und Internet-Tipps für weitere Informationen übers Mittelalter und das Klosterleben runden die spannende Zeitreise ab.
(Buchtipp der Lübecker Nachrichten, 20.02.2011)
Historische Kinderkrimis sind seit einiger Zeit ähnlich beliebt wie die historischen Romane für Erwachsene. Sie sind eine gute Möglichkeit geschichtliche Vorgänge anschaulich darzustellen. Es geht ja nicht nur darum, sich ein Leben ohne unsere heutigen technischen Möglichkeiten vorzustellen, viel wichtiger sind die Einblicke in gesellschaftliche Strukturen, z.B. in das Leben in einer Ständegesellschaft.
Im Erlenburg des Jahres 1390 wird Paul aufgrund eines Gelübdes, das sein Vater getan hatte, ins Kloster gebracht und erlebt so mit staunenden Augen, wie die Klosterregeln funktionieren. Doch auch Mönche sind nicht frei von Fehlern. Paul lernt bei der Aufklärung des Diebstahls, wem er vertrauen kann und wem nicht. Die Autorin hat die Verhaltensweisen einer modernen Kinderdetektivtruppe geschickt ins Mittelalter übertragen. Bei jedem Schritt, den Paul und seine Cousine Agnes sowie ihre Freunde Jakob und Hannes unternehmen, können die Leser mitraten. Die Illustrationen, die Volker Fredrich nach alten Vorlagen gezeichnet und geschrieben hat, unterstützen den Leser bei seinen Überlegungen. Außerdem werden die alten Bezeichnungen, Begriffe, Aufgaben und Ämter so erklärt, dass ein Leben hinter Klostermauern nicht mehr fremd erscheint, sondern durchaus vorstellbar wird. Im ersten Band “Der Pfefferdieb” war der Gastwirtssohn Jakob noch die Hauptperson, nun ist es der angehende Mönch Paul. Die Konstellation der vier Freunde bietet viele Möglichkeiten für weitere mittelalterliche Mitratekrimis. ─ Sehr empfehlenswert
(Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur & Medien der GEW/ AJUM Datenbank www.ajum.de/anzeige.php)
Ist es in einer Bücherei nicht eher langweilig für Kinder? – Von wegen! Pauline, Jonas und Clara beweisen bei ihrem Ausflug ins Bücherparadies allen Zweiflern das Gegenteil, denn die kleinen Besucher sind dort herzlich willkommen. Kaum zu glauben, was in einer Bücherei alles geboten wird – neben der Möglichkeit des Ausleihens und Lesens von Büchern, gibt es hier auch Attraktionen wie eine Foto-Ralley, ein Bilderbuchkino, eine Autorenlesung, Anhörstationen für Musik-CD´s und Hörbücher, Spiele und Vieles mehr. Und am Ende wartet sogar noch eine Überraschung auf die staunenden Kinder…
Ein toll illustriertes Bilderbuch für Jungen und Mädchen ab 4 Jahren, das kindgerecht erklärt, was man in einer Bücherei alles machen kann und was man besser lassen sollte. Kleine Merkzettel auf jeder Seite fassen die wichtigsten Sachinformationen zusammen und sorgen für einen spielerischen Lerneffekt. Darüber hinaus verstecken sich auf jeder Doppelseite Figuren aus zwölf Kinderbüchern, die es zu finden gilt.
Ein Leseerlebnis der ganz besonderen Art, das Lust auf die facettenreiche Welt der Bücher macht!
(Gabriele Fiebich für lehrerbibliothek.de; lbib.de/Willkommen-in-der-Buecherei-Eine-Buechereibesichtigung-fuer-Kinder-69091)
Vorgestellt wird eine reichhaltige Mediothek in einer grossen Stadt mit speziellen Räumen und PC-Arbeitsplätzen. Die Büchereibesichtigung für Kinder ist ein gutes Beispiel für Einführungen und zugleich eine Ideenkiste für das Personal kleinerer Bibliotheken. Die meisten der vorgestellten Angebote können auch als besondere Aktion realisiert werden, so zum Beispiel das Bilderbuchkino. In jedem Fall macht das vorliegende Buch mit den Suchrätseln Lust auf einen Besuch in der Bibliothek.
(B. Schwaller-Aebischer für Kinder- und Jugendmedien, Schweiz)
Lieder und ihr Ursprung
Wer kennt sie nicht die Lieder aus Kindertagen wie „Hänschen klein“, „das Wandern ist des Müllers Lust „ oder „oh, du lieber Augustin“, die im Kindergarten oder in der Schule gesungen wurden. Christa Holtei hat für dieses Buch gegen vierzig Kinderlieder ausgewählt. Es sind viele bekannte Schlaf- und Wiegenlieder, Bänkel-, Wander-, Kose-, Spott-, Spiel-, und Jahreszeitenlieder. Das Besondere an diesem Liederbuch ist, dass die Autorin nicht nur die Notenschrift, Strophen und Gitarrenakkorde beifügt, sondern erzählt, wann die Lieder entstanden sind und wer sie komponiert und gedichtet hat. Zudem beschreibt sie einiges Interessantes über die Zeit, aus der die Lieder stammen, und weshalb sie heute noch so beliebt sind. So findet man eine schöne Auswahl an Kinderliedern aus dem Mittelalter wie „Die Vogelhochzeit“, über das 18. Jahrhundert mit „Ein Männlein steht im Walde“, bis in die heutige Zeit „Schnappi das Krokodil“ sowie Lieder aus aller Welt „Old Mac Donald had a Farm“. Wunderschöne Bilder mit liebevollen Details bezaubern diese interessante Liedersammlung für Kindergärten, Schulen und Zuhause. Ab 5 Jahren.
(Beatrice Balint in: Pädagogische Dokustelle Basel/ Schweiz, 8.12.2010)
Das Taschenbuch „Die magische Maske“ von Christa Holtei, illustriert von Volker Friedrich, erschienen im dtv-junior Verlag , erzählt die Geschichte von Hegias dem Töpfersohn. Hegias Vater Mikion darf 180 Tonkrüge für die Sieger der Spiele zu Ehren Athens brennen. Doch plötzlich fehlt die magische Maske über dem Brennofen. Mikion hat seinen eigenen Sohn in Verdacht und so muss dieser den wahren Täter finden, um damit seine Unschuld zu beweisen. Dieses Taschenbuch erzählt aber nicht nur die spannende Suche, sondern vermittelt zusätzlich spannende Sachinformationen rund um das Thema Antike. Hierbei werden Sachwörter der Geschichte zum Thema aufgenommen und dem Leser viele Sachinformationen über die Zeit in der Hegias lebte erklärt. Diese Informationen, sowie die Geschichte selbst, werden durch anschauliche und detailgetreue Illustrationen von Volker Friedrich untermalt und ergänzt.
Das sehr auffallend gestaltete Cover des Taschenbuches ist ein echter Blickfang und Hingucker für kleine und große Selbst- und Vorleser. Ebenso macht der Buchrücken sehr neugierig auf das Lesen, da ein kurzer Inhaltstext sowie Stichpunkte angegeben sind.
(Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur & Medien der GEW/ AJUM Datenbank http://www.ajum.de/anzeige.php?id=2007682)
Auf Spurensuche im antiken Athen
In der Töpferstube des Griechen Mikion herrscht große Aufregung: Die magische Maske, die über dem Ofen hing, ist verschwunden! Mikion ist sich fast sicher, dass sein tollpatschiger Sohn Hegias dahintersteckt. Er vermutet, dass er die Maske beim Ballspielen heruntergeschossen hat, schließlich hatte er ja auch schon mit seinem Ball die Krüge in tausend Scherben zerlegt.
Für Paseas und Iris ist sofort klar, dass sie ihrem Freund Hegias helfen müssen, und begeben sich auf die Suche nach dem wahren Täter: Gut, dass Iris dabei ist, denn auf der Spurensuche sind ihre spontanen Einfälle einfach Gold wert!
Die Detektivgeschichte führt durch das antike Athen und Ihr erfahrt, was die Menschen 530 vor Christus so für Kleider trugen und welche Götter noch heute auf dem Berg „Olymp“ im Norden des Landes wohnen. […]
(In: Hanauer Anzeiger, Buchtipp, 12.09.2009)
Dieses Buch erzählt nicht nur auf glaubwürdige Weise eine spannend nachempfundene Geschichte aus dem alten Ägypten, sondern es gibt Kindern im ungefähren Alter der Protagonisten auch die Gelegenheit, ein wenig mitzuraten. Immer wieder verbergen sich nämlich Indizien auf doppelseitigen Zeichnungen, die, keineswegs nur als Illustration gedacht, Konzentration und Beobachtungsgabe herausfordern. Sollten die Leser das eine oder andere Rätsel nicht lösen können, macht das jedoch nichts, denn kurz darauf erfährt man indirekt die Lösung aufgrund der sich darauf beziehenden Handlung, zudem lässt sich die Lösung am Ende des Buchs nachschlagen. Dort findet man übrigens auch viele interessante Informationen über den Beruf des Schreibers und andere künstlerische Tätigkeiten sowie über den Alltag in Ägypten vor rund 3.300 Jahren.
(Regina Károlyi für sandammeer.at)
Mit einem Mitratekrimi ist es leicht, Kinder für Vergangenes zu interessieren. Dass der verschwundene medizinische Papyrus etwas ganz Besonderes und Wertvolles für die damalige Zeit war, bekommt man beim Lesen ebenso mit wie Familienstrukturen und Sitten und Bräuche im alten Ägypten. Bei all dem geht die Spannung nicht verloren und man spürt die Gefahr, der sich die Kinder aussetzen und bangt mit ihnen. (...)
Am Ende des Buches lohnt es sich, die Bildkarte des Landes Ägypten zu betrachten. Die Orte der Handlung sind ebenso eingezeichnet wie der Nil, die Meere, die Tempel und Orte des alten Ägyptens. Ist nun nach dem Lesen des Krimis das Interesse besonders geweckt, kann man sich in gut erklärten Kapiteln über ganz verschiedene Aspekte ( Glaube, Alltag, Künstler,...) vertiefend informieren.
Das Buch eignet sich hervorragend für projektorientierten Unterricht mit der Thematik “Altes Ägypten”. Aber die Lektüre bietet sich auch an zur Vor- und Nachbereitung eines Museumsbesuchs mit gleicher Thematik.
Sehr empfehlenswert.
(Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur & Medien der GEW / AJUM Datenbank)
Goldschmied Huja in Gefahr
Ägypten, 1279 v. Chr.: Mit aller Kraft arbeitet der Goldschmied Huja an einer Schatulle, die dem toten Pharao mit ins Grab gegeben werden soll. Eine große Ehre für den Handwerker, um die ihn viele beneiden, doch zugleich auch ein großes Risiko: Denn wenn Huja nicht rechtzeitig fertig wird, drohen ihm schwere Strafen. Erst im letzten Moment, als das Schiff des Pharao schon abfahrbereit im Hafen liegt, glückt Huja die Übergabe.
Doch beim Verladen der Schätze auf das Schiff passiert ein folgenschweres Unglück: Einer der Hafenarbeiter stürzt ins Wasser, in dem Tumult um seine Rettung verschwindet die Schatulle spurlos! Nur die Kinder des Goldschmieds haben gesehen, was wirklich passiert ist. Eine abenteuerliche Verfolgungsjagd beginnt …
Die zahlreichen Illustrationen von Volker Fredrich ergänzen den Text mit spielerisch aufbereitetem Sachwissen über das Alte Ägypten und seine Bewohner.
(In: Rhein-Hunsrück-Kurier, Buchtipps, 10.12.2008)
Thriller aus dem Alten Ägypten Natürlich ist der Jubel groß, als das Gold für die Schatulle des verstorbenen Pharao rechtzeitig bei Huja, dem Goldschmied, eintrifft. Schließlich soll sie verziert werden und gemeinsam mit den anderen Grabschätzen auf die letzte Reise des Pharao mitgehen. Um dies in der noch verbleibenden, kurzen Zeit, zu schaffen, wird der Goldschmied sogar von seinen Kindern in Ruhe gelassen. Und er schafft es, nach einer anstrengenden Tages- und Nachtschicht. Allgemeine Erleichterung in der Familie, als die Schatulle in ihrer Schönheit auf dem Schiff abgegeben und vom Schreiber als angekommen notiert ist. Doch dann der Schreck – ein Dieb hat sie im allgemeinen Schiffsbeladebetrieb gestohlen. Der allerdings hat seine Rechnung ohne die aufmerksamen Kinder des Goldschmieds gemacht. Dank ihres Mutes und ihrer Hartnäckigkeit stellen sie den Täter und retten damit ihren Vater vor einer derben Strafe.
Unübersehbar: Das sind die Ingredienzen, die spannende Bücher haben, und sie sind für Kinder von der Autorin Christa Holtei, professionelle Vielschreiberin, geübt zusammengemixt. Das lässt sich lesen, und wie! Die Reihe „Tigerauge – Geschichten für schlaue Köpfe“, in der "Die Schatulle des Pharao" erscheint, belässt es nicht allein bei einer mitreißenden Geschichte, sondern setzt neben den Text Kästchen mit kurzen Erklärungen. Auch sie dienen dazu, das Abenteuer im Alten Ägypten verschlingbar zu machen. (Ab 7)
([sm] in: Librikon. Magazin für Kinderbuchkultur)
Sie spielen Räuberschach, Nusstürmchen oder Murmeln. Oder sie spannen ihre Ziege vor den kleinen Wagen und fahren mit ihm durch die Stadt. Julius und Emilia leben in Rom - damals, im Jahre 120 nach Christus, als die Stadt Mittelpunkt eines riesigen Reiches war. Julius und Emilia stammen aus einer privilegierten Familie, sie wohnen in einem vornehmen Haus mit fließendem Wasser, der Vater ist ein Senator. Sklavinnen kochen für die Familie, während ärmere Menschen in den Mietshäusern wegen der Brandgefahr öffentliche Garküchen benutzen. Sklaven tragen die Mutter in einer Sänfte zum Shoppen in die Stadt, während ärmere Frauen in den Geschäften und Werkstätten ihrer Männer mitarbeiten. Und ein griechischer Sklave unterrichtet Julius und Emilia in Ruhe zuhause, während ärmere Kinder in den Säulengängen an lauten, öffentlichen Plätzen lernen.
Es ist ein abwechslungsreicher, spannender Tag bei den Römern, den wir mit Julius und Emilia verbringen dürfen. Solange die Kinder geschult werden, begleiten wir den Vater in den Senat, in den Circus Maximus, in die Thermen. Und sitzen schließlich mit Freunden der Eltern bei einem opulenten Abendmahl zusammen. Christa Holtei hat einen klugen Blick zurückgeworfen in die Zeit der Römer, sie erzählt klar und anschaulich vom Alltag der Menschen und versteckt hinter Ausklappseiten ihre Info-Sahnestückchen. Günther Jakobs ergänzt die Zeitgeschichte mit mediterranfarbenen, stimmigen Illustrationen, er spielt mit Perspektiven und Details, fängt Lebensmomente ein. Ein clever gemachtes Sachbilderbuch und ein weiterer schöner Band des Autoren-Illustratoren-Duos aus der Reihe Kinder wissen mehr!
(Anja Lehmgrübner in: eselsohren. Fachzeitschrift für Kinder- und Jugendmedien, 03/2008)
Weihnachtslieder und ihre Geschichte
Die erste Geschichte der Weihnachtslieder für Kinder hat der Verlag Sauerländer herausgebracht! Und dazu fast 40 traditionelle und moderne Weihnachtslieder mit Noten und Akkorden aufgenommen.
Schon seit über 900 Jahren gibt es Weihnachtslieder. Doch wer weiß schon, dass „Oh, du fröhliche“ ursprünglich aus Sizilien stammt und man „Stille Nacht“ überall auf der Welt singt? Dieses Buch enthält nicht nur die wichtigsten Weihnachtslieder, sondern erzählt auch, wie und warum sie entstanden sind und wie das Weihnachtsfest durch die Jahrhunderte bis heute gefeiert wird.
Dazu finden kleine und große Leser viel Wissenswertes über die Komponisten der Melodien und die Autoren der Liedtexte. Enthalten sind auch die Originaltexte in lateinischer, englischer und französischer Sprache.
(In: Märkischer Markt, 17.12.2008)
„Skandal in Olympia“ ist ein spannendes Kinderbuch, das auch für Erwachsene gut geeignet ist. Es handelt von dem 19-jährigen Kapros, der im Jahr 350 v. Chr. bei den Olympischen Spielen mitmacht. Sein Vater, den man sehr leicht wütend machen kann, will, dass Kapros unbedingt gewinnt. Doch dann verschwindet Kapros. Sein kleiner Bruder Hippias ist sich sicher, dass er entführt worden ist, aber niemand glaubt ihm. Also versucht er mit seinen Freunden Pasion und Nike, ihn zu finden.
Eine gut geschriebene Geschichte zum Mitraten, selber Lesen und Vorlesen. Und man erhält viel Informationen über das alte Griechenland.
(In: eselsohren. Fachzeitschrift für Kinder- und Jugendmedien, 06/2008)
Es ist zum einen ein gut geschriebenes Buch, denn die ermittelnden Kinder lösen Aufgaben, die Kinder ihres Alters nicht überfordern, sie handeln im Rahmen dessen, was ihnen ihr historisches Umfeld ermöglicht. Man lernt nicht nur Olympia und seine Sehenswürdigkeiten kennen, besucht nicht nur mit den Kindern die Wettkämpfe, sondern erfährt auch Kurioses, nämlich dass verheiratete Frauen keinen Zutritt zu den Wettkämpfen hatten, dass Fleisch selten gegessen wurde, dass der Zeus in seinem Tempel nie hätte aufstehen können, dass Reiter und Wagenlenker nie Olympiasieger waren, sondern stets die Besitzer der Pferde, ein Zeichen, dass gut recherchiert wurde, und dies führt zu einem weiteren Vorzug des Buches: Die Erzählung schreitet deshalb zügig voran, weil nützliche und nötige, in ihrer Gelehrsamkeit aber hemmende Informationen in einem Sachteil geboten werden, in dem in einer altersangemessenen Sprache weiteres über die Örtlichkeiten und Sehenswürdigkeiten in Olympia, Ablauf und Organisation der Spiele, Sportarten und Wettkämpfe, Sportler und andere Berühmtheiten und Skandale in Olympia zu erfahren ist.
(Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur & Medien der GEW/ AJUM Datenbank)
Das vorliegende Sachbilderbuch führt zurück in die „Hoch-Zeit“ der Indianer, hier zu den Prärie-Indianern in den weiten Grasebenen des amerikanischen Westens, den „klassischen Indianern“. Ihr naturnahes Leben, abhängig von der Jagd auf die Bisonherden der Prärie wird in Wort und Bild vorgestellt.
Die doppelseitigen schlichten Illustrationen in meist tonigen Erdfarben und lockerer Bildgestaltung informieren über den Bau der und das Leben in den Tipis, über Details der Nahrungsbeschaffung (Sammeln von Naturpflanzen, Kräutern und Früchten, Fischen in Gewässern und Jagen von Bisons) über die optimale Nutzung aller Ressourcen, über Kleidung und Haartracht (z.B. Adler-Federn bei Männern), über Nahrungszubereitung und Vorratshaltung, über Feste und Feiern, über die Rolle des Medizinmannes, über die Verständigung über weite Distanzen hinweg (Rauchzeichen und Handzeichen) und über Versuche, wichtige Ereignisse in Bildmalereien festzuhalten.
Die knapp und sinnvoll abgefassten Texte beschränken sich auf das Notwendigste, sind jedoch (für die Zielgruppe) etwas zu klein gedruckt. Ansonsten sind die Texte gut und übersichtlich in die Gesamtseiten integriert. Sehr empfehlenswert.
(Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur & Medien der GEW/ AJUM Datenbank)
In Nordamerika gab es viele unterschiedliche indianische Völker. Auch ihre Lebensweisen waren ganz verschieden: Manche lebten in Dörfern, in Erd- oder Grashütten, andere zogen umher, immer auf der Spur der Bisonherden. Doch wie sah so ein Sommerlager in der Prärie aus? Wie wurde ein Tipi gebaut? Wie lebten die Kinder der Indianer, womit spielten sie und was gab es bei ihnen zu essen? Und was ist eigentlich aus den Indianern geworden? Ein ansprechend gestaltetes kleines Sachbilderbuch für Kinder ab ca. 5 Jahren, das mit farbigen Bildern und kurzen Texten Wesentliches über das Leben der Indianer vermittelt. Unter ausklappbaren Seitenrändern verstecken sich Antworten auf einfache Fragen zum Thema.
(Stiftung Lesen, Neue Kinder- und Jugendbücher, Frühjahr 2007)
Es geht hier wahrlich nicht um schulische Mathematik. Nach dem Buch „ABC-Suppe und Wortsalat“ widmet sich die Autorin nun der Welt der Zahlen in ihren verschiedensten Bereichen. Natürlich geht es erst einmal um Zahlen und Ziffern an sich, ihre Gruppen und Einteilungen von ganzen Zahlen bis zu Ordnungszahlen. Die Rolle der Zahlen in unserem Alltag wird ebenso behandelt - wie könnte der Briefträger sonst die Post zustellen - wie der Trick, mit dem man jederzeit die Primzahlen zwischen 1 und 100 ermitteln kann.
Ohne Zahlen keine Zeit, keine Einheit oder Maße. Und auch wer mit Mathematik nichts am Hut hat, sondern sich lieber den Künsten widmet, muss erkennen, dass in der Musik letzten Endes die Zahlen den Takt und den Rhythmus angeben. Die Grenzen - die zeigt eindeutig die Unendlichkeit auf. Spielerisch und dichterisch, mit Geschichten, Tipps und Rätseln wird die Vielseitigkeit der Zahlenwelt vorgestellt. Ein interessantes und abwechslungsreiches Buch, in dem man vieles erfahren und lernen kann. Die humorvollen Illustrationen verleihen dieser für manche schwer verdaulichen Thematik eine angenehme Leichtigkeit.
(Sabine Huber in: bn. bibliotheksnachrichten des Österreichischen Bibliothekswerks, 2007)
Zahlenspiele machen Spaß
Wie viele Finger hast du? Wie viel Uhr ist es? Wann ist mein Geburtstag? Schon kleine Kinder benutzen Zahlen, ohne darüber nachzudenken, zum Beispiel beim Auszählen oder im Kaufmannsladen. „Zahlensalat und Rechenzauber“ bietet Spiel und Spaß: Zahlenrätsel, Würfel- und Streichholzspiele, Knobeleien, Bildergeschichten, Mal- und Singspiele. Zum Selbermachen gibts Wochenplan, Geheimcodes, Glückszahlen, Uhrzeit zum Kennenlernen, römische Zahlen, Zahlenreihen, Maße und Gewichte. Die Neugier der Kinder an Zahlen wird dabei gefördert und gezeigt, das viele Zahlenspiele Spaß machen und man keine Angst davor haben muss. Für jedes Alter.
(In: Bieler Tagblatt, 11.10.2007)
Kinder lieben Sprachspiele und können sich darüber totlachen: Lautmalereien, Schüttelreime, Alphabetspiele, Zungenbrecher, Geheimsprachen, Geheimschriften - all das hat die Autorin hier pädagogisch aufbereitet zusammengestellt, so dass es Kinder fasziniert. „Es klapperten die Klapperschlagen bis ihre Klappern schlapper klangen.“ „Schnecken erschrecken, wenn Schnecken an Schnecken schlecken, weil zum Schrecken vieler Schnecken Schnecken nicht schmecken.“ Dadurch gelingt ein außergewöhnlicher und motivierender Zugang zum Bereich Sprache. Alles ist bunt illustriert und mit klaren Aufgaben (und Lösungen) versehen. - Spannend, gelungen, witzig, motivierend!
(Jens Walter in: lehrerbibliothek, http:lib.de/ )
Deutsche Sprache, schwere Sprache, das müssen unsere Kleinen leider schon viel zu früh erkennen. Dieses „;Sprachbuch“; aus dem Patmos- Verlag zeigt anhand von zahlreichen Beispielen, dass unsere Sprache auch Spaß machen kann, wenn man erst einmal damit begonnen hat, damit zu experimentieren. Christa Holtei stellt mit diesem Kinderbuch eine gelungene Mischung von Lautmalereien, Schüttelreimen, Zungenbrechern und anderen Sprachspielen zusammen.
Aufgegliedert in die Bereiche Sprache, Hören, Sich-Ausdrücken, Lesen, Schreiben, sowie Zeichen- und Gebärdensprache, finden aufmerksame Leser in diesem Kinderbuch eine Vielzahl von Gedichten, Geschichten und Spielen. Mit jedem dieser kleinen Sprachspielereien möchte die Autorin Kindern unsere Sprache näherbringen und ihnen ein Gefühl für ihre Melodie und Komplexität vermitteln. [...]
Damit nicht genug, bekommen unsere kleinen Sprachkünstler doch auch ausreichend Gelegenheit, sich selbst an der Sprache auszuprobieren. So bietet dieses Buch eine reiche Auswahl an Silbenspielen, Schüttelreimen und Rätseln, die es zu lösen gilt.
Mit diesem Kinderbuch gibt der Patmos-Verlag uns zum einen ein Werk, aus dem wir unseren Kindern vorlesen können, zum anderen haben Kinder aber auch die Möglichkeit, sich selbst an den gestellten Aufgaben auszuprobieren. Beide Möglichkeiten bieten ungeahntes Potenzial, um weitere Ideen zu sammeln und auszuprobieren. Trotz der vielseitigen Gestaltung bleibt aber ein kontinuierlicher Fibelcharakter erhalten und damit besteht die Notwendigkeit, dass Eltern sich aktiv mit einbringen.
Durch die frühzeitige Beschäftigung mit der Vielfalt ihrer Sprache bekommen Kinder einen leichten Zugang und ein besseres Sprachgefühl. Da dieses Buch einen spielerischen Umgang mit der Sprache bietet, kommt so ganz nebenbei auch der Spaß beim Lernen, bei dessen Erfolg jedoch auch die Fantasie des Vorlesenden gefragt ist. Und ganz gewiss sind auch für den ein oder anderen Erwachsenen einige Texte in diesem Kinderbuch enthalten, die zum Schmunzeln anregen. Letztlich sollten wir nicht vergessen, dass dieses Buch Wissen vermitteln möchte und Möglichkeiten für den spielerischen Umgang mit der deutschen Sprache unterstützend aufgreift. [...]
(Simone Brinkschulte in: Kinderbuch-Couch. Online-Magazin für Kinderliteratur)
Wer nur wenige Worte kennt, kann manches nicht so genau ausdrücken, wie es nötig wäre. Deshalb ist es so wichtig, möglichst viele Worte zu lernen. Am besten fängt man damit so früh wie möglich an. Dafür gibt es jetzt im Patmos-Verlag die neue Reihe “Kinder wissen mehr”. Dort werden rund um ein Thema viele neue Worte mit anschaulichen Illustrationen vorgestellt. Zum Beispiel werden in dem Bilderbuch “Ritter auf der Burg” von Christa Holtei und Günther Jakobs die wichtigsten Begriffe aus der Ritterwelt erklärt.
Ganz nebenbei werden auch sehr “wichtige” Fragen beantwortet: Wie wurde eine Ritterburg gegen Angreifer verteidigt? Gab es auf der Ritterburg auch ein Klo? (...) Wie wurde ein Ritterturnier organisiert und wie wurde ein ordentliches Fest gefeiert? Lust auf mehr? Dann können wir das Bilderbuch für Kinder ab vier Jahren nur empfehlen.
(In: Rhein-Neckar-Zeitung, Buchtipp, 25.11.2006)
Die Autorin schreibt einen sehr spannenden und gut erzählten historischen Kinderkrimi, der die jungen Leser immer wieder auffordert zum Mitraten und Mitdenken. Somit ergibt sich die Lösung von ganz allein, jedes Kapitel bringt den Pfefferdieb näher. Nur die Klärung nach dem Warum? wird ganz am Ende durch die jungen Detektive gelöst.
Fazit: Spannung im 14. Jahrhundert. Sehr empfehlenswert!
(http://www.deutsche-krimi-autoren.de)
Eines zeichnet dieses kleine Buch im Übrigen besonders aus. Nämlich die Tatsache, dass der junge Leser, die junge Leserin, so ganz nebenbei eine Menge über das mittelalterliche Stadtleben erfährt. Also über Markt und Handel, über Pilger und andere Reisende, über Gaukler und Spielleute, Mode und Medizin. Und nicht nur die jungen Leser. Oder ist Ihnen bekannt, dass Rap und Hip hop genau genommen eine Erfindung der mittelalterlichen Spielleute sind? Ja sicher. Check it out ...
(Klaus Prangenberg in: Liliputz, WDR 5 Buchtipp Februar 2007)
Im Gegensatz zu manch anderen historischen Kriminalromanen bzw. Mitratekrimis für Kinder und Jugendliche geht hier die Spannung nicht auf Kosten der historischen Originalität: Die Autorin weiß, worüber sie schreibt und hält sich an mittelalterliche Realität. Sehr empfehlenswert.
(Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur & Medien der GEW/ AJUM Datenbank www.ajum.de/anzeige.php)
This is the perfect wintertime story to read in a big, comfy chair, preferably with a slice of pie nearby. Nanuk is a young polar bear who yearns for adventure. His biggest dream is to fly--although everyone tells him it's a silly dream, being a bear and all. At the beginning of the book, Nanuk and his mother have wandered far from home looking for food. They become so hungry they decide to go into a human town to find a snack. Have you ever seen a polar bear wandering through a grocery store? Well, you will in this book! Since humans don't want polar bears around, Nanuk and his mom have to go to the Polar Bear Jail. I won't tell you the rest, but Nanuk's flying dream isn't as far off as you might expect.
(In: Ladybug, the magazine for young children, Nov/Dec 2008)
Eisbären können nicht fliegen! Dabei fände Nanuk, der kleine Eisbär, Fliegen viel praktischer. Denn das lange Laufen macht ihn müde und hungrig. Gut, dass seine Mutter so eine tolle Idee hat: In der Menschenstadt gibt es immer was zu fressen. Nanuk weiß gar nicht, wo er anfangen soll bei all den tollen Sachen, die da im Geschäft ausliegen. Doch plötzlich steht ein Mensch hinter ihm und wenig später - wird Nanuk in einem Käfig wach. Ist nun alles vorbei oder fängt etwas ganz Neues und sehr Aufregendes gerade an?
Spannend erzählte Tiergeschichte mit schönen Bildern, die Kinder ab ca. 5 Jahren auch noch interessante Sachinformationen vermittelt. Denn wer weiß schon, dass manche Eisbären doch fliegen?
(Stiftung Lesen, Frühjahr 2005/ www.stiftunglesen.de/fsg-kauf.html)
Das Große Familienbuch der Feste und Bräuche lässt das Jahr chronologisch an uns vorüber laufen, überreich garniert mit einer religions- und kulturgeschichtlichen Hinterlassenschaft, die dieses Buch ohne belehrende Verrenkungen und ohne allzu enzyklopädische Auswalzungen vermitteln will. Ein Hausbuch, das man wenigstens ein Jahr lang gar nicht ins Regal stellen sollte, denn zum Durchlesen ist es nicht gedacht. Zum Vorlesen lädt es ein, zum Nachschlagen, zum Singen und - Backen. [...] Unwillkürlich kommt man ins Blättern, findet ein Tierspurrätsel, dann noch ein Laubblätterquiz, peinliche Herausforderungen nicht nur für die Stadtmenschen. Dann und wann ein Rezept oder ein Bastelvorschlag. Bei alledem vermittelt das Buch viel Ruhe. Es vertraut auf den fließenden Text, keine Textkästchen mit zusätzlichen Exkursionen, Zahlensalat und Ausrufezeichen. Keines der Wimmelbücher im Desktop-Design. [...] Wer Kindern aus diesem Buch vorliest, wird sich oft unterbrechen und aus eigenen Erinnerungen erzählen, „oral history“ heißt der Fachbegriff für diese Verführung. Und der erwachsene Leser wundert sich und grübelt: Welch ein lebhaft strukturierter Jahreslauf...
(Reinhard Osteroth in: Die Zeit, 13.10.2005)
„Das große Familienbuch der Feste und Bräuche“ vom Patmos-Verlag erklärt die Vielfalt von Festtraditionen anhand des Jahreslaufs in zwölf Kapiteln. Neben den bekannten christlichen, jüdischen und muslimischen Feiertagen werden aber auch weniger vertraute Feste und ihre Bräuche erläutert.
So werden Rezepte von „Spuk-Dukaten“, „Kirmesäpfeln“ aber auch „türkischen Aschuren“ vorgestellt, erhält Anleitungen zum Herstellen von Karnevalsmasken, Kresseeiern und Zwergdrachen oder wird mit besonderen Gedichten und Geschichten vertraut gemacht, die zu bestimmten Festen vorgetragen werden können. Die Texte von Christa Holtei beschränken sich auf das Wesentliche, die einzelnen Festtraditionen werden knapp und präzise geschildert. Die kräftigen Farben und klaren Konturen der detailgenauen Bilder von Tilman Michalski, verleihen dem Buch eine fröhliche Stimmung. Der Anhang enthält einen tabellarischen Überblick über die wichtigsten Feste im christlichen Kirchenjahr sowie im jüdischen und islamischen Mondjahr, einen grafisch sehr ansprechend gestalteten Jahreskreis zum Kirchenjahr und ein Verzeichnis der Lieder, Gedichte, Spiele und Geschichten. Die einzelnen Lieder sind nicht nur mit Text und Noten abgedruckt, sondern auch mit Akkorden für die Gitarrenbegleitung versehen. Ein Sachregister runden das Werk ab. Ein ideales Nachschlagewerk für Kinder und Erwachsene sowie eine reiche Quelle für Anregungen zur Festgestaltung.
(Hannemann in: lehrerbibliothek, www.lib.de)