FORSCHUNGSINSTITUT FÜR MITTELALTER UND RENAISSANCE (FIMUR)

Hiestand, Rudolf (Hg.): Traum und Träumen: Inhalt - Darstellung - Funktion einer Lebenserfahrung in Mittelalter und Renaissance, Studia Humaniora (Bd. 24), Düsseldorf 1994, 224 Seiten.

Zu allen Zeiten haben Menschen sich mit dem auseinandergesetzt, was sie in der Nacht - oder am Tag - geträumt haben. Für den mittelalterlichen wie schon den antiken Menschen stand die Begegnung mit dem Traum zugleich in der Spannung von göttlicher Offenbarung und Verführung durch den Bösen. Die neun in diesem Band vereinigten Beiträge gehen auf eine Ringvorlesung des Forschungsinstituts für Mittelalter und Renaissance der Universität Düsseldorf zurück. Sie wurden für diese Publikation teilweise etwas überarbeitet und versuchen, auf dem Mittelweg zwischen wissenschaftlicher Detailuntersuchung und der Einbettung in übergreifende Strukturen je von einem eigenen Forschungsinteresse her Einblick in die vielfältigen Aspekte zu geben, die das Thema für die Menschen des Mittelalters und der Renaissance hatte.

Aus dem Inhalt

Rudolf Hiestand

"Einleitung", pp. 7-13.

Bernd Manuwald

"Traum und Traumdeutung in der griechischen Antike", pp. 15-42. 

Wilhelm G. Busse

"Träume sind Schäume", pp. 43-65. 

Otto Langer

"Vision und Traumvision in der spätmittelalterlichen dominikanischen Frauenmystik", pp. 67-84. 

Ludwig Schrader

"Joachim du Bellays 'Songe' (1558) - eine Vision des Untergangs", pp. 85-109. 

Hubertus Schulte Herbrüggen

" 'I have dream'd a fearful dream': Drei Variationen des Traummotivs in Shakespeares 'Richard III' ", pp. 111-128. 

Hans Hecker

"Gottes Wille, himmlische Träume und die Reise der Weißen Mitra von Rom nach Novgorod", pp. 129-152. 

Rudolf Hiestand

"Der Kreuzzug - ein Traum?", pp. 153-185. 

Joachim Poeschke

"Dürers 'Traumgesicht' ", pp. 187-206.

Hans Schadewaldt

"Die mittelalterliche Physiologie des Traumgeschehens", pp. 207-224.