

Holtei, Rainer: Norm und Spiel in The Owl and the Nightingale, Studia Humaniora (Bd. 18), Düsseldorf 1990, 239 Seiten.
The Owl and the Nightingale, ein Streitgespräch zwischen der Eule und der Nachtigall über Gott und die Welt, gilt zu Recht als isoliertes Meisterwerk frühmittelenglischer Literatur. Bis heute konkurrieren ein Dutzend verschiedener Deutungen um alleinige Anerkennung: die Spannweite reicht von ernsthafter Allegorie bis hin zu burlesker Satire. Dieser unbefriedigende Forschungszustand war Anlaß, erstmalig den Text auf die normativen Bedingungen der Beurteilung des Streites hin zu befragen. Als Ergebnis offenbart sich ein modern anmutendes Gedankenspiel des mittelalterlichen Dichters mit seinen Rezipienten.
Aus dem Inhalt
I. | Einleitung |
II. | Die Gewinnung der zentralen Problematik |
III. | Norm und Spiel auf den verschiedenen Wirkebenen des literarischen Diskurses [Die Disposition der größeren Texteinheiten - Die Funktion des Erzählers - Implikationen der Figurenzeichnung - Die Gattungsproblematik - Der Ablauf der Argumentation: custe und songe - Sinnvermittlung in der Debatte] |
IV. | Das Spiel mit den Normen und die Norm des Spiels |
V. | Historische Perspektiven der Deutung |
VI. | Fazit |
VII. | Literaturverzeichnis |
VIII. | Register |
