

Zellmann, Ulrike: Lanzelet: Der biographische Artusroman als Auslegungsschema dynastischer Wissensbildung, Studia Humaniora (Bd. 28), Düsseldorf 1996, 310 Seiten.
Um 1200 übertrug der Autor des "Lanzelet", Ulrich von Zatzikhoven, ein Buch aus dem Französischen, vielleicht einen "Livre de Lancelet", führte damit den Lancelot-Stoff in die deutsche Literaturgeschichte ein. Er galt aber stets als früher Trivialroman unter den Artusdichtungen. Anders als sein berühmter Namensvetter ist der Held nicht der Beses- sene, nicht der Geliebte der Königsgattin, sondern fröhlicher Retter der königlichen Ehe und krisenfester Garant einer gründungsversessenen, familial geordneten Lebenswelt. Die Studie entdeckt über die biographische Lektüre des Textes ein Konzept erzählender Wissensorganisation, ein Ausdrucksphänomen früher adeliger Laienbildung.
Aus dem Inhalt
I. | Vorwort |
II. | Der Fall Lanzelet [Romanbiogramm - Die Werkstruktur des Lanzelet und Chrétiens Modell - Der Erzählplan des Lanzelet] |
III. | Bausteine biographischer Wissensorganisation und Wissensvermittlung [Aetates - Vita - Domus - Institutio - Resümee] |
IV. | Der Lanzelet Ulrichs von Zatzikhoven [Pueritia-adoslecentia - Adolescentia-iuventus - Iuventus-gravitas] |
V. | Schluß |
VI. | Texte und Quellen |
VII. | Literatur zum Lanzelet |
VIII. | Sonstige Literatur |
IX. | Abkürzungen |
