

Epp, Verena: Fulcher von Chartres: Studien zur Geschichtsschreibung des ersten Kreuzzuges, Studia Humaniora (Bd. 15), Düsseldorf 1990, 404 Seiten.
Im Schnittpunkt von Orient und Okzident geschrieben, ist die Chronik Fulchers von Chartres (1059-1127), des Kaplans des ersten lateinischen Königs von Jerusalem, eine fesselnde Schilderung der Eroberung des Heiligen Landes durch einen Augenzeugen. Der Vergleich zweier Fassungen des Werkes ergibt ein Seismogramm einer durch das Kreuzzugserlebnis und den Kontakt mit einer fremden Kultur und Umgebung geförderten tief- greifenden Bewußtseinsveränderung. Als Ergebnis tritt ein erstaunlich moderner Mensch entgegen. Im Werk Fulchers wird so eine der spannendsten, weil wandlungsreichsten Perioden der mittelalterlichen Geschichte, eine "Krise" im Sinne der "beschleunigten Prozesse" (Jacob Burckhardt) beispielhaft lebendig.
Aus dem Inhalt
I. | Einleitung |
II. | Zur Person des Chronisten |
III.1 | Theologisch-philosophische Anschauungen [Gottesvorstellung - Elemente der Frömmigkeit - Einstellung zu Frau und Ehe - Naturverständnis - Geschichtsauffassung] |
III.2 | Politisch-soziale Vorstellungen [Geistlicher Bereich - Weltlicher Bereich] |
III.3 | Zur sprachlichen Gestaltung der Historia [Sprache und Stil - Cursus und Rhythmus - Metrik] |
III.4 | Zusammenfassung |
IV. | Anhang: Glossar verwendeter metrischer und stilanalytischer Termini |
V. | Literaturverzeichnis |
