

Semmler, Josef (Hg.): Der Wald in Mittelalter und Renaissance, Studia Humaniora (Bd. 17), Düsseldorf 1991, 239 Seiten.
Die aus einer Ringvorlesung des Forschungsinstituts für Mittelalter und Renaissance an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf erwachsenen Beiträge dieses Bandes, verfaßt von Mitgliedern des Forschungsinstituts und Gästen aus der Universität und von aus- wärts, behandeln den Wald aus der Sicht des Geographen, des Rechts- und Medizinhistorikers, des der Literaturgeschichte verpflichteten Philologen, als besondere Form der Vegetation, als menschlicher Nutzung dienender Wirtschaftsfaktor, als Raum, in dem in Mittelalter und Renaissance eine eigene Lebens- und Rechtssphäre sich entwickeln konnte, als Szenerie für die Dichtung und des in ihr gespiegelten Lebens, als Gegenstand schöpferischer Gestaltung in der Kunst und - bis weit in die Moderne hinein - als literarisches Motiv in seiner schillernd wechselhaften, auch politischen Bedeutung.
Aus dem Inhalt
Armin Gerstenhauer | "Die Stellung des Waldes in der deutschen Kulturlandschaft des Mittelalters und der frühen Neuzeit", pp. 16-27. |
Hans Hecker | "Wald und Steppe im alten Rußland", pp. 28-44. |
Rudolf Hiestand | "Waldluft macht frei", pp. 45-68. |
Peter Wunderli | "Der Wald als Ort der Asozialität: Aspekte der altfranzösischen Epik", pp. 69-112. |
Wilhelm G. Busse | "Im Wald, da sind die Räuber ...", pp. 113-129. |
Josef Semmler | "Der Forst des Königs", pp. 130-147. |
Hans Schadewaldt | "Der Wald als Lieferant von Arzneimitteln", pp. 148-160. |
Marcella Roddewig | "Der gerettete Wald in Dantes Göttlicher Komödie", pp. 161-185. |
Herbert Anton | "Poetische Wälder der Schwermut", pp. 186-199. |
Klaus Lindemann | "In den deutschen Eichenhainen webt und rauscht der deutsche Gott: Deutschlands poetische Eichwälder", pp. 200-239. |
