

Wiener, Jürgen: Das Grabmal des Johann von Brienne, Kaiser von Konstantinopel und König von Jerusalem, Studia Humaniora (Bd. 29), Düsseldorf 1997, 178 Seiten.
Das Grabmal des Johann von Brienne ist eines der anspruchsvollsten, aber auch eines der am schwersten zu verortenden Grabmonumente des 14. Jahrhunderts in Italien. Es ist ein Monument, dessen Erforschung an der Schnittstelle unterschiedlicher Disziplinen steht. Exemplarisch werden daher formale, herrschafts-, mentalitäts-, religionsgeschichtliche und kultische Aspekte diskutiert. Die Untersuchung versucht nicht nur zu klären, warum in der Grabeskirche des hl. Franziskus dieses Grabmal enstanden und dort ein So- litär geblieben ist, sondern auch, warum diese Kirche mit Franziskanerkirchen in Florenz, Neapel, Padua, Venedig als Grabmalsort nicht konkurrieren kann. Die Interpretation wendet sich daher nicht nur dem Einzelwerk mit seinen individuellen Voraussetzun- gen und Ansprüche zu, sondern greift auf die Geschichte der frühen italienischen Figurgrabmale aus, indem das Brienne-Grab aus der Genese der Formgelegenheit 'Grabmal' heraus beleuchtet wird.
Aus dem Inhalt
I. | Einleitung |
II. | Die Identifizierung des Bestatteten |
III. | Minoritenorden und Grabmal |
IV. | Das Brienne-Grab und die Unterkirche von S. Francesco als Begräbnisstätte |
V. | Das Brienne-Grab: Geschichte, Ort und Rekonstruktionen |
VI. | Das Portrait in der italienischen Sepulkralkunst des Due- und Trecento |
VII. | Das castrum doloris |
VIII. | Der Baldachin |
IX. | Der Sarkophag |
X. | Die Apostelikonographie in der Sepulkralkunst |
XI. | Die Madonna |
XII. | Der thronende König |
XIII. | Der Verstorbene als Thronender |
XIV. | Walter IV. von Brienne |
XV. | Zusammenfassung |
XVI. | Literaturverzeichnis |
XVII. | Abbildungsnachweis |
XVIII. | Abbildungen |
