FORSCHUNGSINSTITUT FÜR MITTELALTER UND RENAISSANCE (FIMUR)

Haupt, Barbara: Das Fest in der Dichtung: Untersuchungen zur historischen Semantik eines literarischen Motivs in der mittelhochdeutschen Epik, Studia Humaniora (Bd. 14), Düsseldorf 1989, 327 Seiten.

Mit dem Beginn der höfischen Dichtung in Deutschland tritt zugleich ein literarisches Motiv von großer Faszination in Erscheinung: das Fest. Das Fest ist ein ebenso literarhistorisch wie auch kulturhistorisch bedeutsames Motiv, denn es ist - mimetisch wie erfinderisch - verwoben in den Prozeß der Herausbildung neuer Herrschaftsvorstellungen und Gesellschaftsentwürfe. Interpretiert werden die Feste im Rolandslied, im König Rother, in der Eneit, in den Artusromanen Hartmanns, im Nibelungenlied, im Willehalm und im Tristan unter der leitenden Fragestellung, für welche Lebensbedürfnisse die literarischen Feste Deutungsangebote und applikable Muster bereithalten, welche Wirklichkeitserfahrung sie in sich aufheben, welche Einsichten sie für künftige Erfahrung speichern und welche Spielräume sie auch eröffnen für schöpferische Veränderungen und Innovation. 

Aus dem Inhalt

I.

Einleitung [Das Motiv - Zur Genese des Festmotivs - Literarische Bildlichkeit - literarische Lebensformen - Methode, Textgrundlage]

II.

Das Rolandslied des Pfaffen Konrad

III.

König Rother

IV.

Heinrich von Veldeke: Eneit

V.

Die Artusromane Hartmanns von Aue

VI.

Nibelungenlied

VII.

Wolfram von Eschenbach: Willehalm

VIII.

Gottfried von Starßburg: Tristan

IX.

Schluß

X.

Literaturverzeichnis

XI.

Register